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MOBILITÄT

Umstrittene Bushaltestellen

Vor kurzer Zeit wurde beschlossen, in der Peuntstraße einen neuen Radfahrstreifen zu schaffen. Im Zuge dessen wurden die Bus-Haltestellen am Marienplatz verlagert. Anwohner protestieren.

Beschluss ging nur mit Gegenstimmen durch

Die Bushaltestelle am Marienplatz ist seit fast einem Monat eingerichtet. Die Anwohner stören sich daran und fühlen sich übergangen. Der Protest erinnert an die Erlichstraße - die webzet-blog hat auch darüber berichtet. Es war der zweite Beschluss in der Sitzung des Mobilitätssenats am 12.5.21 der streitig diskutiert wurde und nur mit Gegenstimmen durchging: der Lückenschluss der „City-Route 8“. Konkret ging es um die Schaffung eines Radfahrstreifens in der Peuntstraße stadteinwärts im Abschnitt Gertrauden- bis Trimbergstraße. Die Verwaltung behauptete in ihrem Sitzungsvortrag, dass rd. 200 Einwurfschreiben an Anwohner/innen und Anliegern/innen verteilt worden waren und sie insgesamt 28 Rückmeldungen erhalten habe.
Diese Darlegung erhält jetzt neues Gewicht, weil laut einem FT-Bericht v. 12.7.21 etliche, sich betroffen fühlende Anwohner, sagen, “dass sie nicht gefragt worden seien”.
Bei den jetzt geäußerten Klagen soll es allerdings nicht um weggefallene Parkplätze gehen, sondern um "Lärm" und "Verkehrschaos" (insbesondere “zwischen 7.15 Uhr und 8.30 Uhr “) vor den Wohnhäusern. Im genannten FT-Bericht steht zu lesen. “Die Radfahrer würden blockiert, die Autos könnten auch nicht zur nahe gelegenen Schule abbiegen. Die Busse verursachten große Rückstaus.” Wegen der direkt gegenüberliegenden Bushaltestellen kämen jetzt keine Autos vorbei. “Hinzu kämen die Erschütterungen im Haus, die durch das Anfahren der Busse direkt vor der Tür entstünden.”
Der Ärger ist bei den Bewohnern des Hauses sei groß, heißt es.

Parkplätze werden ersetzt - bis zu einige 100 Meter entfernt

Die Entstehungsgeschichte des jetzigen Ärgers ist darin zu sehen, dass die neue Mehrheit im Mobilitätssenat den Lückenschluss der sogenannten City-Route 8 in der Peuntstraße stadteinwärts vollziehen will. Hier ein Radfahrstreifen in der Peuntstraße bis zur Trimbergstraße. Begründet wurde das mit mehr Sicherheit für Radfahrer, insbesondere für Schüler/innen , die diesen Weg als Schulweg nutzen. Dafür müssen noch 18 (Anwohner-)Parkplätze weichen; zum Ausgleich sollen für die Anwohner/innen neun Lizenz- und drei Parkscheine-Parkplätze an der Berufsschule oder in Nachbarstraßen zur Verfügung gestellt werden.
Als erste Maßnahme sind jetzt die Bushaltestellen verlegt worden, da unter anderem eine Bushaltestelle aus der Peuntstraße, wo der Radweg verlaufen soll, gestrichen wurde.
Wie fast immer reagieren die Anwohner auch hier erst dann, wenn eine konkrete Maßnahme vor ihrer Haustür entweder beginnt oder vollzogen werden soll. Im genannten FT-Bericht wird Bgm Jonas Glüsenkamp zitiert, der “in Richtung Anwohner sagt, dass im Zuge der Planung einer barrierefreien Haltestelle in Zukunft die Haltestelle durch eine Platte im Boden vom Gehweg mechanisch getrennt werden soll, um Erschütterungen zu minimieren. Hierfür müssten aber zunächst Haushaltsmittel vom Stadtrat zur Verfügung gestellt werden.”
Die Anwohner wollen anwaltlich prüfen lassen, ob sie jetzt eine Sammelklage einreichen.
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17.7.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.