Auf einen guten Tag

                                    

An sich ist Müßiggang durchaus nicht eine Wurzel allen Übels, sondern im Gegenteil ein geradezu göttliches Leben, solange man sich nicht langweilt.

Søren Kierkegaard

 

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-
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Eine Indiskretion brachte es an den Tag: Die Stadt plant in der Gereuth 170 neue Wohnungen, will aber vorher 18 bestehende abreißen. Ein Beispiel Bamberger Wohnungspolitik?

Mal wieder aus einer nichtöffentlich deklarierten Sitzung

Norbert Tscherner hat geplaudert. Vor Zorn! Er ärgert sich darüber, dass in „seinem“ Stadtteil Gereuth Bamberg 18 bestehende Wohnungen abgerissen werden sollen, um den Neubau von angeblich bezahlbaren Wohnungen zu ermöglichen. Die Details lassen sich schwer erzählen, denn die entsprechenden Beschlüsse wurden in nichtöffentlicher Sitzung der Stadtbau GmbH gefasst. Die WeBZet hat eindeutige Erfahrungen, wie empfindlich OB Andreas Starke reagiert, wenn ein für ihn und seine Politik nachteiliger Sachverhalt an die Öffentlichkeit kommt.
Bekannt ist: Auf dem sog. Eberth-Gelände in der Gereuth sollen mehr Wohnungen als ursprünglich geplant entstehen. Möglich würde das durch den Bau einer Parkpalette auf einem Nachbargrundstück. Durch die Palette könnte auf eine teure Tiefgarage verzichtet werden. Die dort stehenden Häuser müssten aber abgerissen werden.
Warum Norbert Tscherner (BBB) an die Öffentlichkeit ging, hat seine Gründe darin, dass erschon den Grundstückskauf vor drei Jahren im Zusammenhang mit dem Bau der Baskidhall  als überteuert ansah. Jetzt soll intakter, preiswerter Wohnraum abgerissen werden. Und er meint wohl zu wissen, was es mit den Neubauplänen auf sich hat.

Neue Häuser haben ihre speziellen Vorteile – für wen?

Im FT vom 16.11.17 kam Stadtbau-Geschäftsführer Veit Bergmann zu Wort. Laut seiner Rede handelt es sich bei den Überlegungen um eine von vier Entwicklungsvarianten. Durch den Abbruch der Häuser dort könnten auf dem ehem. Eberth-Gelände 50 zusätzliche Wohnungen entstehen. Zudem könnte mit einem solchen Parkhaus ein weiterer Effekt erzielt werden: Die mehrgeschossige Parkpalette würde den Bau der vorgeschriebenen Lärmschutzwand gegenüber der benachbarten Bahnlinie ersetzen. Und eine teure Tiefgarage müsste nicht gebaut werden.
Nach Informationen der WeBZet hat der Aufsichtsrat der Stadtbau bisher lediglich den Auftrag erteilt, das Vorhaben weiter zu verfolgen. Fragt sich, ob Tscherners Indiskretion in der Sache geholfen hat oder nicht.

Preisgünstige Wohnungen sind in Bamberg Mangelware. Eigentlich könnte das anders sein, wenn man mit den rd. 2000 ehem. US-Wohnungen anders umgegangen wäre. Schwamm drüber. Aber vielleicht doch: Der Abriss oder das Verschwinden von preisgünstigen, bestehenden Wohnraum (Bsp. Gartenstadt!) erspart den Wohnbauträgern aufwändige Reparatur- oder gar Sanierungskosten. Auf die freigewordenen Flächen können dann für billiges Geld (Niedrigzinspolitik!) neue Häuser gebaut – und deutlich höhere Mieten verlangt werden. In manchen Städten wird da von Verdoppelung aufwärts gesprochen. Und in Bamberg? Hier ist es immer gut, rechtzeitig über die geplanten Projekte Bescheid zu wissen.
20.11.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+5 #8 Rubberduck 2017-11-22 11:11
Ich finde es ja immer so Klasse, wenn alles wichtige immer in 'nicht-öffentlichen Sitzungen' ausgemauschelt wird....
Die Feigen Säcke sollten dies mal in einer öffentlichen machen...
Aber dazu fehlt der Schneid, der Mut.
Dazu müsste man sich erklären und duskutieren....
Da würde mancher den Sitzungssaal zerlegen, und es würde die nächsten 100 Jahre keine Sitzung o.ä. mehr stattfinden...!
+4 #7 Heiner 2017-11-22 03:49
@6 Nachtrag
Zudem möchte ich noch sagen wer außer der Stadtbau kauf denn mitten in der Gereuth einen Bauplatz um dort ein Mietshaus zu bauen. Kein Mensch würde das tun! Also wurde für diese Grundstück viel zu viel bezahlt. Bezahlt mit dem Vermögen der Stadt , also der Bürger. In der Gereuth selbst wohnt eine Stadträtin wieso hört man von Ihr nichts ????
+8 #6 Heiner 2017-11-21 18:43
Da nenne ich sozialen Wohnungsbau. Wohnblocks gegen Grundstück tauschen , Haus platt machen für ein Parkhaus, liebe Stadtbau ZIel verfehlt, absolut!!! Und wer sitzt im Aufsichtsrat und nickt so was ab? Wer ist im Stadtrat und sagt nix in der Vollsitztung ? Ich begreif es nicht . Wo ist denn das Hirn ?
+3 #5 DerBamberger 2017-11-21 06:54
spricht man in der Gereuth von Verdopplung der Mieten durch Neubau, dann ist man ja bei 17 EUR/m²,
Top!
-13 #4 babsi 2017-11-20 16:39
nix mid bargblädsen in der gereud. mei kolegen solln gefäligsd ihre ärsche bewegen. sin sowiso fiel zu dick. die kaufn im kaufland doch nur des bilige ungesunde zeugs ein, diefkülbrödchen, weismehlzeugs, maggizeugs, gumiberchen un lagrids, cola un fanda, cigaredden un so zeugs. die sin foll unsexi. des gehd ja mal garned. also nix mid bargblädsen in der gereud.
neue heuschen in der gereud is doch geil weil die gereud foll hippstail wird und die hotwoleh in die gereud ziehd und schnuckiputzi bertram mehr harz4 miete rüberwachsen lasen mus.
+17 #3 Mc Fly 2017-11-20 15:26
@'2 Goblmoo: bleibt nur zu hoffen das die Wähler bis zur nächsten Stadtratswahl 2020 nicht alles vergessen was die GroKo so in den Sand gesetzt hat...und das die Wähler sich nicht von vermeintlichen "Alternativen" blenden lassen!
+30 #2 Goblmoo 2017-11-20 15:20
"Preisgünstige Wohnungen sind in Bamberg Mangelware. Eigentlich könnte das anders sein, wenn man mit den rd. 2000 ehem. US-Wohnungen anders umgegangen wäre. Schwamm drüber."
Nein, kein Schwamm drüber! So einfach geht das nicht. Bei der nächsten Stadtratswahl müssen die Bürger die rote Karte ziehen.
+11 #1 Rubberduck 2017-11-20 15:01
Da brauchst nix mehr dazu sagen. Jedes Wort ist zuviel.
Nur noch Kopfschütteln....

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