Neue Planungen in Bamberg. An der Starkenfeldstraße, im neuen Atrium und jetzt auch an der Pfisterbrücke sollen Hotels entstehen. Wie viele Hotels braucht Bamberg eigentlich noch?

Verträgliche Menge an Tourismusangeboten ist ausreichend gedeckt

Die GAL-Fraktion im Bamberger Stadtrat will den Hotelbettenbedarf auf den Prüfstand stellen und fragen in einem Antrag: Wie viele Hotels braucht Bamberg eigentlich noch?
GAL-Stadtrat Ralf Dischinger und MdL Ursula Sowa (auch im Stadtrat) wollen, dass die Zahlen zum Hotelbettenbedarf aktualisiert werden. Diese würden nämlich noch aus einem Gutachten von 2008 stammen, in dem ein Zuwachs bei den gewerblichen Hotelbetten von 2600 auf 3200 im Jahr 2013 für notwendig gehalten wurde. Dieses Ziel sei schon längst umgesetzt und die für Bamberg verträgliche Menge an Tourismusangeboten sei damit ausreichend gedeckt, meinen Dischinger und Sowa. Dass auf Bambergs knappem Raum dennoch immer wieder Neubauten für Hotels genehmigt werden, wollen sie deshalb auf den Prüfstand stellen.
Die Stadt als planende und genehmigende Behörde müsse hier steuernd eingreifen und bei Neubaugenehmigungen vor allem im Blick haben, dass die Menschen mit guten und bezahlbaren Wohnungen versorgt werden.

Bedarf bei preisgünstigem Wohnungsbau und bei Gewerbeflächen

Mit ihrem Antrag haben die Grünen bereits Widerhall bei der BA-Fraktion im Stadtrat gefunden. Dort sieht man den Sachverhalt ähnlich. »Echter Bedarf besteht in Bamberg nur noch bei preisgünstigem Wohnungsbau und bei Gewerbeflächen«, meint BA-Stadtrat Dieter Weinsheimer. »Die Bevölkerung der Stadt wächst und die Mieten und Preise steigen«, ergänzt seine Kollegin Ursula Redler. Das Mietpreisniveau in der Stadt sei letztlich nur »im Zaum zu halten«, wenn die Stadt den Wohnungsbau nachhaltig forciert – wofür sich insbesondere die Stadtbau GmbH mehr engagieren müsse, meint Redler.
Ebenso wie die GAL-Räte sehen die Vertreter der Bamberger Allianz (BA) die Schaffung von ausreichend und preisgünstigem Wohnraum als wichtiger an, als vorübergehende Übernachtungsmöglichkeiten, auch wenn sich Bauinvestoren vielleicht mehr Rendite von Hotels versprechen.
29.1.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.