Die Entwicklung der Stadt bringt es mit sich, dass es bei jüngeren Menschen zu einem Anstieg von Wohnungsnotfällen kommt. Bei älteren Menschen geht es zunehmend um Betreuungsbedarf

Der Weg in die Wohnungslosigkeit geht oft schnell

Die Ursachen, wohnungslos zu werden oder von Wohnungslosigkeit bedroht zu sein, sind vielfältig: Armut, Arbeitslosigkeit, Schulden, familiäre Probleme, Sucht, Krankheit – häufig viele Probleme zusammen. Der Weg in die Wohnungslosigkeit geht oft schnell, die Rückkehr in einen normalen Alltag ist schwer und vielfach allein nicht zu schaffen. Auch um hier möglichst rechtzeitig einzugreifen und erfolgreiche Unterstützung zu bieten, hat die Stadt Bamberg das Sachgebiet  "Erwachsenenhilfe" neugeschaffen. Dazu wurden unter anderem alle sozialpädagogischen Erwachsenendienste zusammengeführt und vereint. Netzwerke bzw. Zusammenführung der verschiedenen Hilfeformen ist die Zauberformel.

Als Beispielprojekt erarbeiteten die Mitarbeiter_innen der Erwachsenendienste  zusammen mit der Stadtbau GmbH Bbg die Projektidee „Übergangswohnen – Chance bei verminderter Mietfähigkeit“. Diese zielt auf Bürger_innen ab, welche erhebliche Schwierigkeiten haben, sich in ein normales Wohnverhältnis einzufügen.

Dabei ist die Stadtbau Projektpartner und stellt befristete Probemietverträge aus. Durch die Projektbeteiligten wird die „Wohnungsbetreuung“ sichergestellt. Hierfür werden Fördergelder der bayerischen Staatsregierung beantragt, um eine evtl. zusätzliche Stelle einer sozialen Fachkraft für die Wohnungsbetreuung bei einem Wohlfahrtsverband zu finanzieren. Ziel ist die Reduzierung von Wohnungsnot und somit Obdachlosigkeit.

Mehr Betreuung aufgrund des demografischen Wandels

Mit dem Konzept „Erwachsenenhilfe“ beschäftigte sich am 11.7.19 der Familien- und Integrationssenat des Stadtrates. Dabei wurde von der Stadtverwaltung auch ein Antrag der Bamberger Allianz(BA)beantwortet. Darin heißt es: „Wir wissen um die hohe Belastung von pflegenden Angehörige und deren große Verantwortung in der Gesellschaft vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. … Den pflegenden Angehörigen sollte deshalb mindestens vierteljährlich Kurse zum Thema rechtliche Betreuung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung angeboten werden.“

In ihrer Antwort beschrieb der Verwaltung die derzeitige Betreuungslandschaft in Bamberg als durch Betreuungsvereine und Berufsbetreuer organisiert, welche durch die städt. Betreuungsstelle koordiniert werden. Die Vereine würden die Beratung zur rechtlichen Betreuung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung übernehmen. Dazu fänden regelmäßig Angebote statt, z.B. Einführung von ehrenamtlichen Betreuern, Ehrenamtsstammtisch, Infostände oder Informationsabende. Die Mitarbeiter der Betreuungsstelle halten unter anderem in den Quartiersbüros und beim Förderverein Patientenclub entsprechende Vorträge.

Die Vertreterin der BA-Fraktion im Senat, Dr. Ursula Redler, dankte für die Auskunft  der Verwaltung und verwies darauf, dass gerade auch in diesem Bereich die neue Vernetzung (hier z.B. zwischen der Fachstelle pflegende Angehörige und Betreuungsstelle) besonders wichtig sei, um effektive Hilfe zu leisten - auch für Menschen, die nicht von sich aus Hilfe suchen.
15.7.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+5 # lenny 2019-07-15 23:20
Es ist schon interessant was alles nötig ist, nur weil die Stadt ihre Hausaufgaben nicht macht. Aber Hauptsache die Jagd nach dem Fördertopf. So haben wir wieder einen neues Mitglied was der Staatskasse zur Last fällt.

Die ganze sinnlos Aktion ist u.a. nur deswegen notwendig, weil der städtische soziale Wohnbau seit langem eine Gewinn orientierte GmbH geworden ist.

Ich kann nur hoffen das es jedem der es braucht auch hilft.
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+5 # Monika S. 2019-07-16 08:41
Es ist gut zu wissen, dass sich wenigstens einige wenige Stadträt*innen um die Probleme der Pflege kümmern.
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Däs is doch a bäldsäna Bäldskabbm, wosd doo redsd! Das ist doch ein unnötiges Wiederholen, was du da redest. 

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