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SOZIALES - WOHNEN

Wohnungsbauer zunehmend pessimistisch

Sozialer Wohnungsbau wird immer teurer - und seltener. Die Nachfrage ist deutlich größer als das Angebot. So kann es immer häufiger gelesen - und von Betroffenen erfahren werden.

Besonders sozial orientierte Wohnungsunternehmen spüren die Probleme

Besserung ist nicht in Sicht. Auch höhere Klimastandards sind kaum zu finanzieren, heißt es in einem aktuellen Artikel von BR24 (26.7.21). Die Gründe für die Entwicklung seien: steigende Baukosten und immer teurere Grundstücke. Sie würden in besonderem Ausmaß den Bau günstiger Wohnungen belasten. Die Nachfrage ist damit deutlich größer als das Angebot.

Nach Angaben des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen, der rund 500 der sozial orientierten Vermieter in Bayern vertritt, entstanden im vergangenen Jahr zwar über 4.000 neue, bezahlbare Mietwohnungen. Doch die Branche ist zunehmend pessimistisch. 

Viele sozial orientierte Wohnungsunternehmen würden gerne noch mehr bauen. Denn die Nachfrage nach günstigem Wohnraum ist anhaltend hoch. In vielen bayerischen Städten gebe es lange Wartelisten für entsprechende Wohnungen, heißt es in dem Artikel.  Hohe Grundstückspreise und explodierende Baukosten bereiten sozial orientierten Wohnungsunternehmen zunehmend Probleme. Zu ihnen gehören vorwiegend genossenschaftlich organisierte oder in kommunaler und kirchlicher Hand befindliche Bauträger.

Bezahlbares Wohnen und Klimaschutz dürfen sich nicht ausschließen

Doch die Rahmenbedingungen für die Wohnungsunternehmen würden immer schlechter. Einige Wohnungsunternehmen reduzierten ihre Bautätigkeit bereits oder planten, diese sogar vorübergehend auszusetzen, weil sie die steigenden Baukosten nicht mehr finanzieren könnten.

Auch in Bamberg gibt es mittlerweile Fälle (Wunderburg, ERBA), bei welchen die Gründe in der genannten Entwicklung zu finden sind. Für die webzet-blog bedarf es allerdings noch einer genaueren Prüfung, weil die Unternehmen sich bei Veröffentlichungen sehr empfindlich zeigen.

Auch die Corona-Pandemie habe vereinzelt zu Verzögerungen auf den Baustellen geführt, teilt der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen mit. Insgesamt sei die Branche aber relativ gut durch die Krise gekommen. Da für die sozial orientierten Unternehmen bezahlbares Wohnen der Auftrag sei, könnten sie bei Neubauten jedoch nicht jeden Preis bezahlen.

Die politisch gesetzte Klimaschutzziele würden der Branche immer größere Probleme bereiten. Dennoch gelte für die Wohnnungsbauunternehmen weiterhin der Grundsatz, dass sich bezahlbares Wohnen und Klimaschutz nicht ausschließen dürften. 

Der gesamte BR24-Artikel kann hier aufgerufen werden.

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27.7.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.