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STADTENTWICKLUNG

Vielleicht bezahlbarer Wohnraum

Lob von allen Seiten: Auf dem brachliegenden Gelände der ehem. Brauerei Maisel an der Moosstraße sollen bis zu 200 Wohnungen entstehen. Ungewiss ist noch die Einrichtung eines Kinderhauses.

Geförderter und freifinanzierter Wohnungsbau zur Eigentumsbildung

Vielleicht liegt es auch daran, weil die Joseph-Stiftung als renommiertester Wohnungsbauträger in Bamberg wieder das Zepter in der Hand hat. Die Stiftung hatte Bamberg vor rd. zehn Jahren den Rücken gekehrt, weil es mit der “Rathausspitze” beim Planungsprojekt “Glaskontor” zu keinem einvernehmlichen Handeln kam. Lange baute die kirchliche Einrichtung überall in der Diözese, aber nicht mehr in Bamberg. Jetzt das große Comeback. Für das Bebauungsplankonzept gab es im Bausenat des Stadtrates einhellige, fast schon euphorische Zustimmung. Redner aller Fraktionen zeigten sich begeistert von dem Konzept, innerhalb des Plangebietes “Maiselgelände” die Ansiedlung/Errichtung verschiedener Nutzungen, baulicher Anlagen und Einrichtungen zu realisieren.
Nach derzeitigem Stand sind staatlich geförderter Wohnungsbau und freifinanzierter Wohnungsbau zur Eigentumsbildung vorgesehen; daneben sind auch eine Förder- und Erziehungshilfeschule sowie eine Sozialstation mit Tagespflege geplant. Weiterhin beabsichtigt sei eine Förderstätte mit Wohnungen für Menschen mit Schädel-Hirntrauma und im Westen des Plangebietes könnte eine Kindertagesstätte realisiert werden. Im zentralen Bereich des Areals mit dem denkmalgeschützten Gebäuden der ehem. Maisel-Brauerei sind gewerbliche Einrichtungen sowie Wohnnutzungen geplant.

CSU/BA verlangt, an den Plänen für ein Kinderhaus unbedingt festzuhalten

Das Vorhaben wurde den Bausenatsmitgliedern vom leitenden Architekten der Joseph-Stiftung, Matthias Jakob, erläutert. Das rd. 2,4 Hektar Fläche umfassende Projekt wird voraussichtlich insgesamt rd. 70 Mio € kosten. Das Areal ist zur Moosstraße hin zwar stark versiegelt, im Rückraum stehen noch viele große Bäume, die allerdings zum Teil fallen müssen. Kritisch wurde die Frage angesprochen, wo der vorgeschriebene ökologische Ausgleich vorgenommen werden soll. Letztlich wurde zugesagt, dass dieser Ausgleich nicht - wie ursprünglich geplant - in Memmelsdorf erfolgt, sondern in Bamberg.
In der kurzen Debatte sprach Markus Schäfer (Grünes Bamberg) von einem »vorbildlichen Konversionsvorhaben, das in das gesamte Gebiet ausstrahlen wird«. Heinz Kuntke (SPD) sieht »eine Aufwertung des Bamberger Ostens durch ein vielversprechendes soziales Mischgebiet«. Neben der grundsätzlichen Zustimmung zu der Planung beharrte der Vorsitzende der CSU/BA-Fraktion, Peter Neller, auf die Notwendigkeit einer Kindereinrichtung. Er forderte den Investor auf, an den Plänen für ein Kinderhaus unbedingt festzuhalten. Lieber solle das Unternehmen auf Studentenwohnungen verzichten. Die Stiftungsvertreter sagten zu, dass die Kita noch nicht vom Tisch sei.
Nach dem noch notwendigen Stadtrats-Beschluss kann in Kürze die sogenannte vorgezogene Bürgerbeteiligung beginnen.

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12.2.22 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die Mail-Adresse der webzet-blog ist im Impressum (M.u.) zu finden. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (Mitte u.) freigeschaltet. {jcomments on}

nachdenkerla
mich würde auch hier mal interessieren, ob die Sozialquote auch eingehalten wird. wie hoch ist der Anteil an gefördertem Wohnraum? wie hoch ist der Anteil an gedeckelten Mieten?
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supi
na mal langsam, keine blanke euphorie und immer die kirche im dorf lassen. wie im regelfall solche projekte vor ort umgesetzt und realisiert werden, das wissen wir zur genüge. was wir nicht wissen, wie sehen die endgültigen planungen aus und was bleibt letztendlich von diesem industriedenkmal erhalten, wird also in die neubauplanungen integriert. nicht dass wir , wie üblich, a schluss mit tropfenden augen herum stehen und alle mal wieder uniso sagen, das haben wir nicht gewusst,
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