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WOHNUNGSBAU

 ”Wir sind aus allen Wolken gefallen”

Der Ausstieg der KfW-Förderung (=Kreditanstalt für Wiederaufbau) trifft den sozialen Wohnungsbau. In Bamberg sind mehrere Projekte vorerst gestoppt, obwohl der Bedarf groß ist.

Sozialer Wohnungsbau in Bamberg auf Eis gelegt

Auf Seite 88 des Koalitionsvertrags scheint die Welt noch in Ordnung. Wörtlich heißt es in dem im November 21 vorgestellten Papier: „Unser Ziel ist der Bau von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr, davon 100.000 öffentlich geförderte Wohnungen. Dafür werden wir die finanzielle Unterstützung des Bundes für den sozialen Wohnungsbau inklusive sozialer Eigenheimförderung fortführen und die Mittel erhöhen.“ Die Webzet-BAblo exzerpiert aus dem Fränkischer Tag v. 3.3.22 den Artikel “Sozialer Wohnungsbau in Bamberg auf Eis gelegt”.
Vier Monate später ist die Ernüchterung in Teilen der Wohnungswirtschaft groß – besonders bei jenen Bauherren, die sich seit jeher dafür einsetzen, günstigen Wohnraum zu schaffen. Sie sehen sich dazu kaum mehr in der Lage.
Zu den Unternehmen, die bereits Projekte auf Eis gelegt haben, gehört auch die “Baugenossenschaft Bamberg”. … Im Bericht wird das Vorstandsmitglied der Genossenschaft, Roland Schramm, zitiert. …”Wir sind aus allen Wolken gefallen, als klar war, dass Wirtschaftsminister Robert Habeck überraschend die Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für energieeffizientes Bauen am 24. Januar ausgesetzt hat" sagt Schramm. > s. webzet-Bericht “Wohnungswirtschaft sieht Neubauprojekte in Gefahr” v. 25.1.22 "Wir streben Mietzinsen von 7,50 bis 8 € pro Quadratmeter und damit deutlich unter Marktniveau an. Der Förderstopp der KfW hat uns dafür den Boden unter den Füßen weggezogen."

Werben um Verständnis für die Abschaffung der KfW-Förderung

Den Darlegungen des Wohnungsexperte zufolge, der fünf weitere Baugenossenschaften betreut, ist die Situation in Bamberg kein Einzelfall ist. … Zwischenzeitlich hat die Baugenossenschaft die Notbremse gezogen: Der Neubau von 40 Wohnungen, der unter dem Arbeitstitel Greenhouse an der Ecke Wassermannstraße/Weißenburger 160729Wohnungs-grundriss.jpgStraße entstehen sollte, ist vorerst zu den Akten gelegt. … Aber auch die Stadtbau GmbH ist von der unsicheren Lage an der Förderfront betroffen. … Bei mehreren geplanten Wohnbauprojekte hat das Aus für das KfW-Geld ohne Ersatzprogramm Spuren hinterlassen. …
Handwerkliche Fehler beim überraschenden Stopp der Förderung räumt SPD-MdB Andreas Schwarz ein. Schwarz spricht davon, dass die Entscheidung … nicht gerade vertrauensbildend gewesen sei. Der Haushaltsausschuss, dem Schwarz angehört, habe zwischenzeitlich noch einmal 9,5 Mill. € nachgenehmigt, mit denen zumindest die Anträge abgearbeitet werden können, die bis zum 24. Januar eingereicht worden sind. …
Um Verständnis für die Abschaffung der KfW-Förderung wirbt die grüne MdB Lisa Badum. Es mache keinen Sinn, einen Standard mit Steuergeldern zu bezuschussen, der mittlerweile Stand der Technik geworden sei. Auch die Förderung flächiger Einfamilienhäuser auf der Grünen Wiese sieht Badum kritisch. Um die Ziele für den Klimawandel zu erreichen, müssten neue und höhere Anreize geschaffen werden. … Für das Ende des Jahres verspricht sie bei Neubauten eine Übergangslösung unter dem Namen „klimafreundliches Bauen“...
Für die Wohnungsbau-Unternehmen vor Ort in Bamberg, die seit Jahren mit extrem steigenden Preisen zu kämpfen haben, kommt das freilich viel zu spät. Sie haben sich darauf verlassen, dass es bereits im Frühling eine Nachfolgeförderung geben werde. FT-Bericht von Michael Wehner

geschrieben v. mdw; veröffentlicht: 4.3.22 Webzet unter www.freie-webzet.de aufrufen und speichern!    >  STARTSEITE
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cunningham
So geht grüne Öko-Diktatur, ohne Rücksicht auf Verluste. Dem Durchschnitts-Grünen kann das egal sein, der wohnt in guter Lage und im Eigentum.
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Günter M. S.
Maßnahmen gegen den fortschreitenden Klimawandel sind notwendig. Aber niemand sollte glauben, dass das ohne Opfer und Einschnitte geht.
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supi
Ja was soll man dazu nun wieder sagen ?so sind sie halt die unserigen GRÜNEN, völlig abgehoben, abgeklärt, aber immer mit sich im reinen und auf sich bedacht, vor allem die probleme nicht sehend, aber mit guten - besser schlechten ratschlägen - präsent.das mit den wohnungsbauunternehm en ist die eine seite der münze, die andere viel schlimmere sind die ganzen häuslebauer, welche die förderung in ihre finanzierung auf anraten der finanzierungsinstitu te eingestellt haben und nunmehr völlig im regen stehen. deren pleite und ruin ist schon vor baubeginn vorprogrammiert. auch so steigert man das bruttosozialprodukt.
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Werner
Hätten Sie aufgepasst, wo sie ihr Kreuzchen im September 21 hingemacht haben.
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Eulenspiegel
...und wieder gibt es in Bamberg weiterhin nur sauteuren Wohnraum für die "Rich and famous" sad Der Rest kann wieder schauen wo er bleibt, vor allem jetzt wo sämtliche Kosten durch die Decke gehen.Bald musst 2/3 deines Gehalts für Wohnen einplanen. Nur noch krank :-x
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