FINANZ- UND PERSONAL-AFFÄRE

Frappierende Ähnlichkeit

In Ostoberfranken gibt es aktuell einen Vorgang von “Bezahlung von Gehältern ohne Gegenleistung”. Darin verwickelt ist die ehem. Oberbürgermeisterin von Kulmbach, der Vorwurf ist 
Untreue, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Es geht um 100.000 €

Es gibt eine Partei, von der immer wieder behauptet wird, ihre Leute würden mit dem Geld, das ihnen nicht gehört, besonders großzügig umgehen. Eine solcher Fall lässt sich jetzt auch vermuten bei der ehem. Oberbürgermeisterin (SPD) von Kulmbach und jetzigen Landtagsabgeordneten Inge Aures. Gegen sie ermittelt die Staatsanwaltschaft Hof “wegen Bezahlung von Gehältern ohne Gegenleistung”, so berichtet die Textausgabe des Bayerischen Rundfunks (BR24 v. 4.3.21). Im konkreten Fall geht es um 100.000 €.
Sollte man den Vorfall mit dem ähnlich erscheinenden Boni-Skandal im Bamberger Rathaus vergleichen, dann ist das leicht nachvollziehbar. Auch wenn andere Akteure auftreten, der Verdachtsvorwurf erscheint durchaus ähnlich.
Von BR24 wird der Vorgang wie folgt geschildert: Frau Aures (SPD) ist in ihrer Eigenschaft als Kreisvorsitzende der Kulmbacher Arbeiterwohlfahrt (AWO) in einen Fall verwickelt, der bei der Abteilung für Wirtschaftsstrafsachen der Staatsanwaltschaft Hof anhängig ist. Ihr wird Untreue vorgeworfen, so wie auch dem Hauptakteur im Bamberger Fall. Da Aures derzeit noch Mitglied des Landtages ist, war es nötig, dass dieser den Ermittlungen nicht widerspricht. Das soll die Staatsanwaltschaft dem Bayerischen Rundfunk bestätigt haben.

Auch eine Revisionsfirma hat überprüft

Neben Aures gibt es noch einen zweiten Beschuldigten, dessen Identität die Staatsanwaltschaft Hof bisher nicht nennt. Dabei könnte es sich um den Vorgänger von Aures im Amt des geschäftsführenden AWO-Kreisvorsitzenden handeln, wie BR24 vermutet.
Der Bayerische Rundfunk bezieht sich in seinem Bericht auch auf die ostbayerische Zeitung Frankenpost. Nach deren Recherchen geht es bei den Ermittlungen um die Umstände der Weiterbeschäftigung des alten AWO-Vorsitzenden unter der Verantwortung von Aures. Nach seinem Ausscheiden 2014 bekam er nach Informationen der Frankenpost noch drei Jahre lang insgesamt rund 100.000 €. Es bestehe der Verdacht, dass er dafür keine werthaltige Gegenleistung erbracht habe. Das hatte auch die Überprüfung durch eine Revisionsfirma im Auftrag des AWO-Bundesverbands ergeben.
Natürlich gilt bis zu einem möglichen richterlichen Urteil die Unschuldsvermutung. Beeindruckend erscheint aber schon, wieviel Eckpunkte bei beiden aktuellen Fällen nebeneinander gestellt werden können. Bis zur Parteizugehörigkeit.
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