210408Titelbild-1200

                 Aktuelles zur C-Situation  INZIDENZWERTE!

RATHAUS / BONI-AFFÄRE

Regierung gibt Prüfungsverband recht

Die Finanzaffäre im Bamberger Rathaus weitet sich aus, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Andere überregionale Medien sprechen von scharfer Kritik an Bambergs Rathausspitze.

Ein Stil, der schon in früheren Jahren gepflegt wurde

Das sieht das Presseamt der Stadt anders. In einer Pressemitteilung wird verlautbart, "dass die Stadt bereits erste Maßnahmen umgesetzt habe. Das habe die Regierung von Oberfranken positiv bewertet. Die Stadt Bamberg begrüßt die Klarstellung der Regierung." Dieser Stil ist schon aus früheren Jahren gbekannt, als die Lokalpresse noch nicht so genau hingesehen hat. Diesmal hat es der Fränkische Tag und tut es weiter.
Da die webzet keine Dokumente zur eigenen Bearbeitung erhalten hat, bezieht sie sich auf die Berichterstattung einiger großer bayerischer Medien (8. und 9. Juni).

So schreibt nb-online (NN+NZ): “In der sog. Boni-Affäre im Bamberger Rathaus um Zahlungen an Mitarbeiter in Höhe von insgesamt einer halben Million Euro hat die Regierung von Oberfranken das frühere Verhalten die Stadtverwaltung scharf kritisiert. (…) Die Stadtverwaltung mit OB Andreas Starke (SPD) an der Spitze habe Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Überstundenpauschalen gewährt, obwohl eine Zeiterfassung nicht oder nur teilweise erfolgt sei, heißt es in dem Prüfbericht der Bezirksregierung für die fraglichen Jahre 2011 bis 2017. "Mangels Nachweis lagen die Voraussetzungen für diese Zahlungen damit nicht vor." Das gelte auch im Hinblick auf die Auszahlungen von Überstunden beziehungsweise Mehrarbeit.

Ein OB, der aus mehreren Gründen in der Kritik steht

Die SZ schreibt (der Co-Autor Olaf Przybilla hat schon in früheren Jahren “Starke-Affären” erlebt): “Ein Bericht der Regierung erhöht den Druck auf OB Andreas Starke, der aus mehreren Gründen in der Kritik steht. (….) Dazu gab es zuletzt zu viele Debatten zwischen Rechtsaufsichtsbehörde und Rathaus. (...) Aber die Deutlichkeit, mit der da eine Regierung - sonst eher nicht für die lauten Töne bekannt - das Handeln der Stadt brandmarkt, ist schon außergewöhnlich. Am Dienstag hat die Regierung von Oberfranken der Stadt Bamberg eindeutig attestiert, diese habe gegen Regelungen des Tarifvertrags respektive der bayerischen Arbeitszeitverordnung verstoßen.” Es entsteht “der Eindruck, dass da manches nicht mit rechten Dingen zugehen könnte im Bamberger Rathaus.”

In der Schriftausgabe des Bayerischen Rundfunks BR 24 ist zu lesen: Die Aufarbeitung der Boni-Affäre in Bamberg geht weiter. Nun hat die Regierung von Oberfranken festgestellt, dass die Stadt Bamberg unter anderem gegen die Bayerische Arbeitszeitverordnung verstoßen hat. (...) In ihrer Funktion als Rechtsaufsichtsbehörde über die Stadt Bamberg habe die Regierung von Oberfranken seit Mitte März die Feststellungen des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbands (BKPV) und die Stellungnahmen der Stadt Bamberg geprüft. Wie der BKPV kommt dabei auch die Regierung zu dem Schluss, dass die Stadt Bamberg in den Jahren 2011 bis 2017 Mitarbeitern Überstundenpauschalen ohne rechtliche Grundlage gewährt hat, da die dafür nötige Zeiterfassung nicht oder nur teilweise erfolgt ist.

Der webzet-blog werden Unterlagen zur Stellungnahme der Regierung verweigert. Sie kommt trotzdem zurecht und wird sich deshalb presserechtlich nicht zur Wehr setzen. Sie hofft aber, dass die Bamberger/innen endlich merken, mit welchem Blendwerk im Bamberger Rathaus gearbeitet wird. Da heißt es in der Pressemitteilung der Stadt: “Die Stadt Bamberg begrüßt die Klarstellung der Regierung von Oberfranken, dass mit ihren Feststellungen keine strafrechtlichen Bewertungen verbunden sind.” Freilich, das ist auch nicht deren Aufgabe und Zuständigkeit. Dazu wird sich die Staatsanwaltschaft noch äußern. Wir können noch hoffen.
Webzet unter www.freie-webzet.de aufrufen und speichern!
10.6.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+17 # Superbus 2021-06-10 17:58
Die Boni-Vergabe ist ein Problem. Aber noch erschütternder ist, wie sich der Hauptverantwortliche immer wieder aus der Affäre winden will. Er schreckt offensichtlich vor keinem Winkelzug zurück! Für mich gilt auch: "Wir können nur noch hoffen."
Antworten | Dem Administrator melden
+2 # joe Will. 2021-06-14 08:25
Was will man dazu noch sagen? Ein Niedergang!
Antworten | Dem Administrator melden
Kommentar schreiben

 Bamberchä Deutsch  

Redensarten und Redeweisen

B 77

brässiän:   pressieren, eilen.

Wänns ned so brässiän deed, soochäd i ja niggs. Wenn es nicht so eilig wäre, würde ich ja nichts sagen.

-

Brässogg:   Pressack. dicker Mensch. 

Däs is dä a Brässogg, a oogfrässnä! Das ist (dä=) vielleicht ein angefressener Fettsack.

-

braung:   brauchen.

Wos braung mä dänn?  Was brauchen wir denn? (... sagte früher die Ladeninhaberin zur Kundin)

Äs is ja ned, als wä mäs häddn, miä könnädns scho braung! Es ist ja nicht, dass wir es hätten, wir könnten es schon brauchen!

-

Breedichd:   Predigt. Rüge. 

Eä hod mä dä a Breedichd kaldn. Er hat mir vielleicht (dä) ein Predigt gehalten.

-

Breedsn:   Schimpfwort. Breze(n).

Olda Breedsn! Alte Breze!

-

Breedsnfraa:   Brezenfrau. Brezenverkäuferin. 

Di Breedsnfraa känna mä scho nuch. Die Brezenfrau kennen wir schon auch noch.

-

Breema:   Bremse. Stechfliege. 

Wi a wilda Breema is ä durch di Küchn gsausd. Wie ein wilde Stechfliege ist er durch die Küche gesaust!

Forts

Die webzet-blog hat keine Mitglieder. Der Hinweis ist systembedingt.

Aktuell sind 30 Gäste und keine Mitglieder online

565 4/21-447-1643 1366 Insgesamt 1814766

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

Richtlinien für Kommentare

Die Kommentarfunktion der webzet-blog wird bei manchen Themen intensiv genutzt. Leider auch mit destruktiver Absicht. „Richtlinien für Kommentare“ sollen vor Missbrauch schützen. 

Weiterlesen ...

Copyright © 2015.