29.11. SMARTCITY BAMBERG ??
Seit sieben Wochen ist die Internet- und Telefonverbindung der WebZ unterbrochen. Für den betroffenen Leitungsbschnitt ist die Deutsche Telekom verantwortlich. Vor zwei Wochen wurde unter einem Gehweg ein Kabel freigelegt - seitdem ruht die Baustelle. Die StW Bamberg als Anbieter haben eine provisorische Internetverbindung aufgebaut, durch die eine eingeschränkte Herstellung der WebZ möglich ist. Gegen die Telekom wird Schadenersatz geltend gemacht. Die WebZ ist nicht als einziger Anschluss betroffen. 

 

   BONI-AFFÄRE

Die drei am Nachbartisch

Manchmal hört man mit einem Ohr ein Gespräch am Tisch nebenan mit. Meist unfreiwillig, bisweilen interessiert. Diesmal mit Interesse. Untreue in Volkes Mund.

Warum zahlst du deinen Leuten nicht auch einen Sonderbonus?

Es gibt noch echte Bamberger*, die auch über die Politik in in ihrer Heimatstadt plaudern. Meistens bei einem Seidla Bier, im Biergarten und in heimatlicher, heißt direkter Sprache. A, B und C homm so geplaudert, es war ihnen egal, wer der Kaschber am Nachbartisch ist und ob er sie überhaupt versteht. Er hat sie verstanden (und berichtet nach Erinnerung). 

A: “Etz is deä Zirgus endlich vorbei mit denna Boni-Zahlungen vom Starke on seina Leud.” 

B: “Noja, die homm na ganz schö am Or… kobbt, immerhin muss eä glaab i 26.000 € Stroff zohln. Und vorbestrofft is er jetz a. Obbä iich glaab, dess iss dem a wurscht, wiä wänn seng wie's weidergehd.”

C: Geh zu, deä konn doch bei seina Leud moll was drauf leng, wenns aanä verdient hodd.” Eä selbä hodd doch gornix dävo kobbd.”

B: Dunnä mol longsomm, wos hasst do, eä hodd nix dävo kobbt. Deä hodd doch blos denna wos zukumma lossn, di in sein Sinn geärbät homm. Kann Widerspruch und vielleicht a bissäla gebätzd, wer waas.

A zu C: Sooch amol, du hosd doch a viä Leud in deina Werkstodd. Warum zohlst du ned jedem abundzu mol ann odä zwa Dausender aus, wenn des so leichd gehd?”

C: Hobb iich an Geldscheissä? Dess müssädd iich doch aus meina eichäna Daschn zohln.” 

A: Do hosd scho rächd, deä OBä dudd sich leichd, deä brauchd nix aus seina eichäna Daschn zohln, deä nimmd des Geld vo uns.

C: Wos hasst von uns?

A: No, deä nimmd doch dess Geld aus der Stodtkassa und do zohln doch wiä nei. Zohlst du kaa Steuern und Gebührn? 

C: Und obb ich zohl, die G…ä zoggn doch ständich meä obb. 

A: Und wemmä des Gäld, dass an ned ghörd und nuä anverdraud is, für seina eichena Sach gebraucht, donn nennd mä des 'Untreue'”.

B: Noja, die homm na ja ana verbasst. Obä eä grinst scho widdä. Und eä hodd ja nuch Zeid füä andara Lumberein. Wiä wän sehng. 

C: “Alles Ga…ä!”

Übersetzung:

A: “Jetzt ist der Zirkus endlich vorbei mit diesen Boni-Zahlungen von Starke an seine Leute.” 

B: “Naja, die haben ihn ganz schön am Ar… gehabt, immerhin muss er glaube ich 26.000 € Strafe zahlen. Und vorbestraft ist er jetzt auch. Aber ich glaube, das ist dem auch egal, wir werden sehen wie es weitergeht."

C: “Geh zu, der kann doch bei seinen Leuten mal was drauf legen, wenns einer verdient hat." Er selber hat doch garnichts davon gehabt.”

B: “Du einmal langsam, was heißt da, er hat nichts davon gehabt. Er hat doch bloß denen was zukummen lassen, die in seinem Sinn gearbeitet haben. Keinen Widerspruch und vielleicht auch etwas gepetzt, wer weiß.”

A zu C: “Sag mal, du hast doch auch vier Leute in deiner Werkstatt. Warum zahlst du nicht jedem abundzu mal ein oder zwei Tausender aus, wenn des so leicht geht?"

C: “Hab ich einen Geldscheißer? Das müsste ich doch aus meiner eigenen Tasche zahlen." 

A: “Da hast schon recht, der OB tut sich leicht, der braucht nichts aus seiner eigenen Tasche zahlen, der nimmt das Geld von uns.”

C: “Was heißt: von uns?”

A: “Na, der nimmt doch das Geld aus der Stadtkasse und da zahlen doch wir hinein. Zahlst du keine Steuern und Gebühren?” 

C: “Und ob ich zahle, die Ga…er zoggn doch ständig mehr ab.” 

A: “Und wenn man das Geld, das einem nicht gehört und nur anvertraut ist, für seine eigenen Sachen/Zwecke gebraucht, dann nennt man das 'Untreue'.”

B: “Naja, die haben ihm ja eine verpasst. Aber er grinst schon wieder. Und er hat ja noch Zeit für andere Lumpereien. Wir werden sehen.” 

C: “Alles Ga…er!”

* freilich auch Bambergerinnen!

Geschrieben: mdwvBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto); 

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FT-Leser
Im wesentlichen auf den Punkt gebracht.
2
Dialektiker
Auch so kann man eine Botschaft bringen.
8

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