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Tel. 112 = Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst -
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Hospizverein Bamberg: 0951/955070
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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 

B 7

Bädäla, Bedäla: Petersilie.
Deä is doch aa äs Bädäla auf alla Subbm. Der ist doch die Petersilie auf allen Suppen. - Der ist doch überall dabei.

-
Badai, Badaia: Partei(en).
Bisd aa bai dä Badai? Bist (du) auch bei der Partei.
Mussd immä dswaa Badaia höän, bävoäsd wos sägsd! (Du) Musst immer zwei Parteien hören, bevor (du) was sagst.

-
Badaia|schdraid: Parteienstreit.
Immä deä Badaiaschdraid, des bringd doch niggs! Immer der Parteienstreit, das bringt doch nichts.
badaiisch: parteiisch.

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Baddl, Bardl: Bartholomäus.
Gäll, edsäd wassd, wu dä Baddl sain Mosd hold! Jetzt weißt du, wo der Bartholomäus seinen Most holt. =: Jetzt weißt du, wie's lang geht.

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"David gegen Goliath"Die WeBZet ist keine Jubelzeitung. Sie ergänzt die mediale Meinungsbildung in unserer Stadt. Das wird nicht von jedem gerne gesehen - die WeBZet wird deshalb bisweilen aktiv bekämpft. Tragen Sie zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt bei – mit einer zweckgebundenen Spende für die WeBZet. > Erläuterungsschreiben mit Hinweisen und Bankverbindung.

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Bosch zahlt keine Gewerbesteuer. Gewissen Kreisen ist das schon länger bekannt. Für andere gibt es jetzt nähere Informationen - aus der Zeitung. Gibt es einen Grund dafür?

Die deutsche Steuergesetzgebung macht´s möglich

Bisher wurden Informations-Fragmente stets unter dem Siegel der Nichtöffentlichkeit bekanntgegeben. So richtig informiert wurde z.B. auch der Stadtrat nicht. Jetzt erfahren alle aus dem FT gewisse Zusammenhänge. Vielleicht auch bloß deshalb, weil die Gewerbesteuersituation der Stadt Bamberg angesichts einer Niederlage beim Bürgerentscheid für ein Gewerbegebiet Muna irgendwie nachtarockt werden muss.
Seit Jahren macht mit rd. 7700 Mitarbeitern Bambergs größte Firma der Stadt wachsende Sorgen, weil sie mittlerweile keine Gewerbesteuer mehr zahlt. Als Gründe hierfür werden Verluste durch das Photovoltaikgeschäft und bei Investitionen angegeben u.s.w. Das ist aber nur ein Teil der Geschichte; eine bedeutende Rolle spielt ein finanztechnischer Grund: Unternehmen ist es seit der rot-grünen Bundesregierung um die Jahrtausendwende möglich, bei der Steuererklärung Verluste und Investitionen verrechnen zu können. – im Fall Bosch steht deshalb seit rund zehn Jahren unter dem Strich Null-Euro.
Im FT Bamberg (26.11.18) wird Bosch-Sprecherin Claudia Arnold zitiert: „Die zu zahlende Gewerbesteuer errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Geschäftsergebnis der Robert Bosch GmbH und seiner inländischen Tochterunternehmen. Das bisherige Ergebnis wurde in den letzten Jahren durch hohe Verluste aus dem Ausstieg aus dem Photovoltaik-Geschäft (ehemaliger Geschäftsbereich Solar Energy) sowie erhebliche Vorleistungen für Zukunftsprojekte negativ belastet.“ (In der Bamberger Tageszeitung wird der Sachverhalt ausführlicher dargelegt.)
Fazit: Macht ein Konzern (irgendwo in der Welt) Verluste, kann er die mit laufenden Gewinnen sowie mit Gewinnen in der Zukunft im Rahmen des Verlustvortrages verrechnen. Das machen natürlich auch andere Unternehmen so, weil es nach der deutschen Steuergesetzgebung möglich ist. Die Betriebe pflegen diese Praxis so lange, bis ein Verlust vollständig verrechnet ist. In Bamberg ist Bosch das bedeutendste Unternehmen, das entsprechend der Steuergesetzgebung derzeit keine Gewerbesteuerzahlungen mehr leistet.

Bosch rechnet auch mit Stellenabbau

Wann es bei Bosch für die Stadt wieder etwas zu holen gibt, steht derzeit in den Sternen. Der Bamberger Großbetrieb macht der Stadt auch deshalb Sorge, weil er einen deutlichen Stellenabbau angekündigt hat. Mit rd. 7700 Beschäftigten ist Bosch derzeit Oberfrankens größter Arbeitgeber. Der Autozulieferer hängt aber stark am Verbrennungsmotor und in großen Teilen auch am Diesel. Die Entwicklung der „Dieselkrise“ wird also Auswirkungen für den Produktionsstandort Bamberg haben. Wie man hört, rechnet man in Werkskreisen damit, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre zwei bis zweieinhalb tausend Arbeitsplätze abgebaut werden müssen.
Die Lücke die Bosch schon jetzt bei den Gewerbesteuer-Einnahmen reißt, wird sich vermutlich nie wieder im früher bekannten Rahmen schließen. Bosch war einmal der größte Gewerbesteuer-Zahler der Stadt.
27.11.18 Bilder: WeBZet; . Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare. > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. NEU: Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung > öffne Impressum l. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+1 # supi 2018-11-27 15:15
.......und wenn das elektroauto kommt, dann ist der standort dicht, aus die maus....
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+23 # GodFather 2018-11-27 15:27
Unternehmen haben ihre Zeit, manche länger, manche kürzer. Bosch wird sicherlich weiterhin einen Weg finden. Solar war der falsche. Die Gewerbesteuer von Bosch fließt seit ca. 10 Jahren nicht mehr. Da wird nicht derzeit ein Loch gerissen, diese Lücke ist schon längst der Normalfall. Andere Unternehmen sind nachgerückt. Die Brose-Ansiedlung hat hier sicherlich gut getan. Aber neben den Großen gibt es ZIG Unternehmen die hier Gewerbesteuer zahlen und die nicht ein plötzliches Ausfallrisiko darstellen weil irgendwo im Konzern die Hütte brennt. Die Politik schaut aber mal gerne nur auf die Großen, denn die haben ja viele Arbeitsplätze und ptenzielle Wählerstimmen. Viel wichtiger ist aber die Breite des Mittelstands.
Jetzt müsste der findige Finanzreferent doch einmal Kennzahlen bilden und nachsehen wieviel Gewerbesteuer pro m² Gewerbefläche seine Schäfchen heimbringen. Und einmal die Zusammensetzung der Einnahmen offenlegen. Aber da hält man sich lieber weiter bedeckt. Wo bleibt hier die Transparenz!?
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+11 # Baba Yaga 2018-11-27 16:48
Das sind für realistisch Denkende nicht wirklich neue Informationen. Auch bei Brose würde es mich überraschen, wenn hier in den kommenden Jahren für die Stadt etwas bei rumkommen würde. Ich gehe davon aus, dass Brose auch bisher keine Gewerbesteuern hier gezahlt hat, Vorauszahlungen zählen mangels Werthaltigkeit freilich nicht.
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+14 # brunzerla 2018-11-27 18:01
@ #3 Im Gegenteil, ich glaube vor ca. 2 Jahren, gab es doch Berichte, wo nach gerade Brose massive Steuervorauszahlungen in Bamberg geleistet hat, nur um die Zinsen zu bekommen, die es bei Banken nicht mehr gibt!
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+7 # Werner 2018-11-27 18:54
Tja, was Bosch macht, ist rechtens. Und ich würde es, wenn ich könnte, genauso machen. Ist doch nichts verwerfliches dran. Sie halten sich ans Gesetz. Verstehe diese Berichterstattung vom Käsblatt wer will.
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+11 # Bürger dieser Stadt 2018-11-27 22:48
Das ist doch nichts Neues. Nach Verrechnung z.B. mit irgendwelchen Aufwendungen und Verlustvorträgen bleibt eben gerne auch mal nichts zum Versteuern übrig. Einen Freibetrag gibt es generell auch noch. An sich ist das auch keine große Sache. Das ist bekannt.

Nervig wird die Sache nur, wenn wieder diese Gewerbeansiedelungsfetischisten daherkommen und suggerieren, daß Gewerbeansiedelung und mehr Gewerbesteuer ein Automatismus wäre. Pustekuchen. Die Kardinalfrage, wo die zusätzlichen Leute wohnen sollen, wird auch gerne übergangen. So bleibt die Vermittelbarkeit solcher Pläne auf der Strecke.
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-2 # Marty McFly 2018-11-30 14:52
@#6: was wäre den aus Ihrer Sicht die Lösung?

Fakt ist doch: ohne Gewerbeflächen besteht erst gar nicht die theoretische Möglichkeit zusätzliche Einnahmen zu generieren!
Sicherlich muss auch erstmals dort investiert werden aber auch das sollte jedem Bürger dieser Stadt bekannt sein - ohne Investment kein Return of Investment...

Und das Thema wohnen: das klärt doch jetzt die Stadtratsfraktion der ehemaligen Volkspartei SPD für uns. Nach Mundo Arabico eben Tiny Houses / Baumhäuser. Weiter so!
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+2 # supi 2018-11-30 17:46
@ 7
na ja und das beste kommt ja noch, will sich doch unsere grünen-abgeordnete ursula sowa im bayerischen landtag vehement und gar noch vermehrt für wohnungsbau einsetzen, unsere umzugsfirmen sitzen schon in den startlöchern, ob des zu ihren füssen gefallenen konjukturprogramms, wenn in anbetracht der plötzlich entstehenden wohnungen bayerns strassen mit umzugs-lkws verstopft sind
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