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Nicht nur Bamberg ist die Glückliche

Zwei Presse-Meldungen: Am 11.12.18 schreibt die „Neue Presse“ Coburg: „Brose investiert in Coburg 100 Millionen Euro“. Am 15.12.18 heißt es im FT: „70 Millionen für Bamberg-Ost“

Für beide Städte sind das gute Nachrichten

Der Reihe nach. In der „Neue Presse“ Coburg heißt es: „Die Brose-Gruppe investiert rund 100 Mio € in ihr Coburger Werk. Das Geld fließt in die Logistik, die Produktion und die Verwaltung. Dafür werden neue Gebäude in der Bamberger und an der Dieselstraße entstehen. Das gab Michael Stoschek, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, am Dienstag (11.12.18) bekannt.“ Nur drei Tage später die Jubelmeldung im FT Bamberg: »Die Brose-Gruppe will 2019 den zweiten Bauabschnitt der Bamberger Verwaltungsgebäude in Angriff nehmen. Auch die Stadt hat die Weichen dafür gestellt.«
Für beide Städte sind das gute Nachrichten. Aber weder in der einen noch in der anderen erfolgt ein Hinweis auf die Investitionsabsicht in der jeweiligen Nachbarstadt. Die WeBZet unterlässt es, über mögliche Gründe zu spekulieren.

Auch in Hallstadt sollen 100 Millionen investiert werden

Die Nachricht für Bamberg. Der Finanzsenat des Stadtrates hat aktuell 350 000 € in den Vermögenshaushalt eingestellt, um die notwendige Infrastruktur für die Erweiterung der Brose-Gruppe an der Breitenau zu sichern. Mit dem Geld sollen die nötigen Gutachten für den Immissionsschutz, die naturschutzrechtlichen Planungen und vor allem die Verkehrsanbindung für den beabsichtigten zweiten Bauabschnitt finanziert werden. Zudem sollen Anfang 2019 rd. 31 000 Quadratmetern Grund von der Stadt erworben werden, eine Fläche, mit der das Brose-Grundstück am Rande des Flugplatzes Kramersfeld arrondiert werden soll. Insgesamt verfügt das Unternehmen dann über zehn Hektar in Bamberg.
OB Andreas Starke dazu: „Die Stadt will die Erweiterung des Brose-Standorts in Bamberg positiv begleiten.“
Überraschend ist es nicht, dass die Brose-Gruppe ihren Bamberger Standort ausbauen will. Schon seit 2012 ist die Rede von mehreren Bauabschnitten an der Memmelsdorfer Straße. Mehr als 1000 Beschäftigte sollen dort einmal schaffen, hieß es in den diversen Reden. Mit der Investition von rd. 70 Mio €, die Brose in die Erweiterung des Standorts in Bamberg stecken will, scheint man jetzt einen weiteren Schritt konkret vornehmen zu wollen. Wie zu hören ist, soll Ende 2019 soll mit dem Bau begonnen werden; die Fertigstellung ist für Frühjahr 2021 geplant.
Glaubt man weiteren Meldungen, dann will der Autozulieferer nicht nur in Coburg und Bamberg investieren, sondern auch in Hallstadt. 100 Mio € sollen in das Werk Hallstadt gesteckt werden. Brose will dort neue Produktionsanlagen und Versuchseinrichtungen entstehen lassen. Die Investitionsvorhaben sollen mit mehr Beschäftigten einhergehen. Die derzeitige Belegschaft an der Breitenau soll in den nächsten fünf Jahren von jetzt rd. 600 Mitarbeiter auf ca. 1100 aufgestockt werden.
Die Aussagen zu den verschiedenen Zielen bei den Gewerbesteuerzahlungen oder dem Zuwachs von Arbeitsplätzen sollte man allerdings immer mit Vorsicht genießen und erst dann als bare Münze nehmen, wenn es tatsächlich Wirklichkeit geworden ist.
16.12.18 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare. > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. NEU: Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung > öffne Impressum l. Spalte ganz unten.