Auf einen guten Tag

 

Die Liebe stirbt meist an den kleinen Fehlern, die man am Anfang so entzückend fand.
Unbekannt

Ein „Problemgrundstück“ fürs Gewerbe? Nicht das erste Mal wird darüber nachgedacht, ob ein 53 ha großes Areal nördlich der B 26 als Gewerbefläche genutzt werden könnte.

Überlegungen im großen Stil waren schon einmal gescheitert

Die Stadt Bamberg war in den siebziger Jahren nicht glücklich darüber, dass ihr im Rahmen der (insgesamt für Bamberg missglückten) Gebietsreform ein größeres Areal nördlich der B 26 zugesprochen wurde. Jetzt wird über die mögliche Nutzbarkeit des 53 ha großen Geländes an der Regnitzspitze wieder einmal nachgedacht: Die Stadt sieht sich gehalten, für mögliche Ansiedlungen von Firmen Gewerbeflächen vorzuhalten. Nach dem Debakel Muna-Bürgerentscheids gewinnt diese Aufgabe wieder an besonderer Bedeutung.
Es ist aber nicht das erste Mal, dass man im Rathaus darüber nachdenkt, das Areal an der Regnitz zu nutzen. Allerdings waren Überlegungen im großen Stil über eine mögliche Erschließung in den 1990er Jahren schon einmal gescheitert.

Gemeinden entlang des Mains würden massiv Widerstand leisten

Damals gab es bereits umfangreiche Untersuchungen über die Eignung der Fläche für eine gewerbliche Entwicklung. Das Areal wurde als Gewerbegebiet im Flächennutzungsplan der Stadt Bamberg gekennzeichnet und seitdem im „Hinterkopf“ als mögliche Fläche für eine gewerbliche Nutzung gepeichert. Doch die Realisierung ist so problematisch, dass die Planer in den 90er Jahren die Finger davon ließen. Hauptgrund ist die Hochwassergefahr. Bei dem Areal handelt es sich um ein ausgewiesenes Überschwemmungsgebiet, das im Falle eines 100-jährlichen Hochwassers für die Flutung vorgesehen ist. Die Lage und Beschaffenheit des Geländes würde - egal für welche Nutzung - immer sehr aufwändige Vorarbeiten erforderlich machen. Zum Beispiel die Schaffung von Flutmulden oder die Auffüllung von Senken. Diese Arbeiten erscheinen aber nicht als das wichtigste Hindernis. Man weiß, dass die Gemeinden entlang des Mittelmains sich nachdrücklich gegen mögliche Pläne der Stadt Bamberg stellen würden, das Areal an der Regnitzmündung in den Main hochwasserfest zu machen. Sie fürchten, dass dann die Hochwassergefahr in ihren Gemarkungen sich deutlich erhöhen würde.
Schon um eine Genehmigung für die Erschließung des Überschwemmungsgebiets zu erhalten, müsste die Stadt nachweisen, dass für den gewünschten Zweck keine anderen Möglichkeiten der Siedlungsentwicklung bestehen oder geschaffen werden können. Wieder das Stichwort „Muna“!
Insgesamt erscheint alles ziemlich aussichtlos und als enorme bürokratische Hürde. Für die Stadt Bamberg bleibt also weiterhin, dass ein zusammenhängendes Gewerbegebiet sich zurzeit nirgends auf dem Stadtgebiet erkennen lässt.
21.3.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+6 # CFRA2 2019-03-21 16:17
Dann sollten die "Gemeinden entlang des Mittelmains" uns Gewerbeflächen abtreten, wenn wir dafür unsere Flächen für ihren alle 100 Jahre kommenden Hochwasserschutz zur Verfügung stellen.
Antworten | Dem Administrator melden
+1 # SSchm 2019-03-21 17:05
So was ist leicht gesagt, bringt uns in der Sache aber keinen Millimeter weiter. Fakt ist, daß Bamberg nach dem Muna-Fiasko jetzt ein echtes Problem hat. Sollte sich ein Betrieb in Bamberg ansiedeln wollen, dann werden wir das merken.
Antworten | Dem Administrator melden
+4 # supi 2019-03-21 19:35
wieso haben wir vor ort ein problem, dass das an der B 26 nicht geht, ist nichts neues, ist seit gut 20 jahren bekannt. ob sich ein betrieb in bamberg ansiedeln will oder nicht, werden wir auch nicht merken. was wir vlt merken, ist die abwanderung, aber das kann uns auch egal sein, denn über die gewerbesteuerschlüsselzuweisungen profitieren wir ja nicht davon, unserer kämmerrer hat uns das vorgerechnet, also keine panik.
Antworten | Dem Administrator melden
+11 # Happy 2019-03-21 20:43
Wir Bamberger werden jetzt ein Jahr mit dem scheinbar unlösbaren Problem "Gewerbegebiet" weichgekocht und wenn ab November 2019 die Muna neu beplant werden darf, erwartet der Stadtrat ein "Ja". Warum muss es ein zusammenhängendes Gewerbegebiet sein, wenn es sowieso nur kleine und mittelständische Bamberger Betriebe sind, deren Platzbedarf gedeckt werden muss? Warum lässt man diese nicht ins Umland ziehen? Die Lohnsteuer der Arbeitnehmenden würde weiterhin in Bamberg entrichtet.
Antworten | Dem Administrator melden
+4 # Bamberger 2019-03-22 10:54
"Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass die bisherigen Aufwendungen und Investi­tionen vollständig aus dem städtischen Haushalt finanziert werden konnten, die Konversion in Bamberg ist bislang also komplett ohne Schuldenaufnahme durchgeführt wor­den. Zu Beginn der Maßnahmen war dieses positive Ergebnis noch nicht absehbar. Heute kann festgestellt werden, dass die Konversion in Bamberg solide finanziert ist und die bisherigen Schritte ohne zusätzliche Schulden gelungen sind. Auf die bisher geplanten Kreditaufnahmen (Stand: 31.12.2018) in Höhe von insgesamt 39,96 Millionen Euro konnte also vollumfänglich verzichtet werden."

Aus der Sitzungsvorlage für den Finanzsenat am 26.03.

Halten wir also mal fest: Die gesamten Kosten der Konversion konnte die Stadt aus dem laufenden Haushalten bestreiten. Geplante Kreditaufnahmen i.H.v. fast 40 Mio. EUR brauchte man nicht. Nicht einen Cent!
Warum also braucht man so dringend mehr und größere Gewerbeflächen in Bamberg, wenn Großprojekte einfach mal so nebenher finanziert werden können?

Warum werden immer wieder die Tränendrüsen bemüht, wenn es um Mittel für den Radverehr geht? "Wir müssen Schulen sanieren...."

Fakt ist: Der Stadt ging es finanziell die letzten 20 Jahre nie besser als jetzt. Mehreinnahmen schlummern auf den Konten der Stadt, anstatt sie in Nachtragshauhalten zu investieren. Geplante Kreditaufnahme für Investitionen braucht man nicht. Sondertilgungen für Darlehen werden gemacht.

Warum wird uns dauernd weiß gemacht, die Stadt knabbere am Hungertuch?
Antworten | Dem Administrator melden
Kommentar schreiben

 

WeBZet passt sich

Smartphones an

Die technischen Möglichkeiten entwickeln sind. Auch die WeBZet wird immer mehr auf Smartphones gelesen und die Leser auf klassischen PCs werden weniger. Von der WeBZet wird verlangt, dass sie sich den Smartphone-Bedingungen anpasst. Zudem wollen viele Nutzer nur noch einen Orientierungsblick auf den aktuellen Leitartikel werfen und andere Beiträge interessieren weniger. Die WeBZet wird also ihr Erscheinungsbild und den Inhalt entsprechend anpassen. Muss halt so sein!

 

 

Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

B 24

Baiwäs: Beifuß.
Noo aana Endn köäd a weng Baiwäs. Zu/an eine/r Ente gehört etwas Beifuß.

-

bal: bald. fast, beinahe.
Eä woä scho bal doo. Er war schon bald da.

-

balaib, bailaib: beileibe. wirklich.
Geesd aa mied? - Iech, bailaib ned. Gehst du auch mit? - Ich, wirklich nicht!

-

bälaidichd: beleidigt.
Sägsd wos, is ä bälaidichd. Sagst (du) was, dann ist er beleidigt.

Bälaidichda Läbäwuäschd! Beleidigte Leberwurst (=empfindlich, dünnhäutig)

bälaidichn, bälaidinga: beleidigen.
Du mi fai ned bälaidinga! Tu mich bloß nicht beleidigen!
Bälaidichung: Beleidigung.
Wos du doo sägsd, däs is fai a Bälaidichung. Was du (da) sagst, das ist eine Beleidigung. ("fai" ist meistens nicht übersetzbar, ein mundartspezifisches Füllsel))

Forts.

Weiterlesen ...

Die WeBZet hat keine Mitglieder. Die Anzeige ist systembedingt. 7/19-672- 259 Insgesamt 1398926

Aktuell sind 26 Gäste und keine Mitglieder online

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

Copyright © 2015.