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B 17

bäduuchd: betucht. reich.
Di sän scho vo früä heä bäduuchd. Die sind schon von früher her reich.
-
Bagaasch: Bagage. Gepäck, üble Gesellschaft.
Däs is dä a Bagaasch, wuusd doo midgäbrochd hosd. Das ist (schon) eine üble Gesellschaft, die du da mitgebracht hast.
-
Bageed, Bageede: Paket(e). Muskeln.
Deä hod dä Bageede droohänga! Der hat vielleicht (Arm-)Muskeln!
-
bägeenga: begegnen.
Schuld mä uns wos, wall mä u ns scho widdä bägeenga? Schulden wir uns etwas, weil wir uns schon wieder begegnen? 
Forts.

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Ferienzeit auch für die WeBZet. Sie wird in dieser Zeit ihre Berichterstattung reduzieren. Es wird aber weiterhin Berichte über besondere Ereignisse geben.  

Der verkaufsoffene Sonntag in Bamberg. Diesmal ein Flop, weil er mitten im Sommerloch stattfand und eine Kombination mit dem Blues- und Jazzfestival ein besonderes Problem bewirkte.

Bambergern geht das „Gemöhr“ auf die Nerven

Zu befürchten war er, der Umsatzflop. Offenkundig ist, dass viele potenzielle Kunden auf Ferienreise sind und das Blues- und Jazzfestival für den Einzelhandel erfahrungsgemäß keinen besonderen Kundenstrom bewirkt. Im Gegenteil: Viele Bamberger scheuen die Innen- bzw. Einkaufsstadt, weil ihnen das durch viele auswärtige Besucher plus Touristen bescherte „Gemöhr“ auf die Nerven geht. Sie kaufen lieber woanders ein – besonders in dem Ort, wo mittlerweile Bambergs Citymanager auch seinen Wohnsitz hat. Er hält sich damit mutmaßlich seine Beziehungen zur Politik im Landkreis nachhaltig warm.
Zudem haben es die für den verkaufsoffenen Sonntag Verantwortlichen fertig gebracht, Bamberg an diesem Tag unsichtbar zu teilen. Bei dem verkaufsoffenen Sonntag gestern zeigten sich nicht wenige Menschen irritiert über eine unsichtbare Grenze durch die Einkaufsstadt. So waren zum Beispiel Läden in der Langen Straße geöffnet, während 50 Meter dahinter in den Theatergassen die Händler geschlossen halten mussten. Genauso war es in der Luitpoldstraße zwischen Luitpoldeck und Luitpoldbrücke, jenseits der Unteren Brücke und hinter dem Alten Rathaus. Auch dort blieben am verkaufsoffenen Sonntag die Läden zu. Für den/die unbedarfte/n Kunden/in war das nicht so leicht begreifbar. Nicht wirklich viele wussten, dass man zum Einkaufen am Sonntag einen von der Stadt Bamberg ausgegebenen Lageplan hätte haben sollen, um sich zurecht zu finden. Der Plan nennt die Straßennamen inklusive Hausnummern in deren Bereich verkauft werden durfte - exakt und im Wortsinn peinlich genau auf das Umfeld des Blues- und Jazzfestivals beschränkt.

Sonntags Einkaufen in Bamberg: Muss das sein?

Zu diesem Konzept kam es, weil eine sog. Allianz für den freien Sonntag grundsätzlich und landesweit gegen den verkaufsoffenen Sonntag kämpft. Diese Initiative, in der sich vornehmlich Gewerkschafter und Kirchen zusammengetan haben, stützt sich entscheidend auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, in dem “ausdrücklich rein ökonomische Interessen für einen verkaufsoffenen Sonntag als nicht ausreichend“ bezeichnet werden. Die Allianz kämpft gegen den Verlust des Sonntags als abendländisches Kulturgut - und sieht in einem freien Sonntag ein Merkmal für Lebensqualität. Zudem habe sich das Argument, mit verkaufsoffenen Sonntagen ein Gegengewicht zum prosperierenden Online-Handel zu bilden, als falsch herausgestellt. In verschiedenen Untersuchungen habe sich gezeigt, dass verkaufsoffene Sonntage nicht für mehr Umsatz sorgen, sondern nur zwischen den Wochentagen umverteilen.
So war die Bamberger Innenstadt am Sonntag gut besucht - aber offensichtlich nicht wegen der verkaufsoffenen Geschäfte. Das Blues- und Jazzfestival hatte Einheimische und Touristen gelockt; der Umsatz in den meisten Läden hielt sich nach Augenscheinnahme stark in Grenzen. Dabei hatten etliche Läden ganz einfach geschlossen > Bild r. In bekannter Manier soll (laut FT v. heute) Festivalleiter und Citymanager Klaus Stieringer das diesjährige Blues- & Jazzfestival als das »bisher schönste mit Rekordbeteiligung« gepriesen haben. Für viele stellt sich mittlerweile aber die schlichte Frage: Sonntags Einkaufen in Bamberg: Muss das sein?
12.8.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+13 # Baba Yaga 2019-08-12 08:48
Eines geht bei der immer wieder aufgewärmten forensischen Analyse des Ganzen zu sehr in den Hintergrund: Das Festival an sich. Dieses trägt doch maximal zu diesem "Gemöhr" bei.

Hat jemand schon mal innegehalten und auf die Akustik geachtet? Das ist doch furchtbar. Wummernd, verzogen und baulich eingekeilt. Der Aufbau ist optisch nicht gerade ästhetisch. Es nervt einfach nur.

Mit Verlaub, bei solchen Bedingungen helfen doch die besten Bands nichts, das ist schade ohne Ende, auch künstlerisch.

Irgendwie neigt diese ganze Eventdiskussion zur penetranten Verharmlosung der Auswirkungen auf die Umgebung.

...Fluchtreflex...
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+21 # Bambergerin 2019-08-12 12:36
"Sie kaufen lieber woanders ein – besonders in dem Ort, wo mittlerweile Bambergs Citymanager auch seinen Wohnsitz hat. Er hält sich damit mutmaßlich seine Beziehungen zur Politik im Landkreis nachhaltig warm. " Danke Webzet - ausgesprochen was sowieso schon viele denken! Der City-Wendehals wird sich sicher in den Landkreis orientieren, wenn die SPD in Bamberg nix mehr reißen kann.

Zum verkaufsoffenen Sonntag bleibt nur zu sagen, dass das eine "Veranstaltung" ist, die von niemandem wirklich gebraucht wird. Mittlerweile ist das Mitleid mit den Angestellten, die sich da Sonntags in die Geschäfte stellen müssen, größer als der Wille sich das Gedränge anzutun. Und nachdem sich auch in den Umsätzen der Geschäfte nur eine Umverteilung wiederspiegelt sollte man auf verkaufsoffene Sonntage verzichten.
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0 # supi 2019-08-12 15:31
nun der verkaufsfoffene sonntag war letztes jahr schon der brüller der saison, warum sollte es dieses jahr besser sein. und soweit in den vorjahren die stadt voll war, hatte dies nur mit einer verlagerung des umsatzes zu tun, denn der kunde hat geld zum ausgeben von montag bis samstag, da ist für nen weiteren tag kein platz, das fehlt dann unter der woche. das einzige was vlt zum tragen kommt, ist der werbeeffekt, dass leute in die stadt kommen, mit dem ziel wieder zu kommen, aber deas haut dem fass auch net den boden aus. also ende mit dem mitleid mit den beschäftigten, die sich die füsse sinnlos in den bauch stehen.
das einzige was positiv natürlich festzustellen ist, es war des beste, das einzigartigste ja gar das superste festival in seiner geschichte, alos das hat der stieringer gesagt, aber dem sind ja die beschäftigen egal.
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-10 # Eisenbahner 2019-08-12 16:33
Also ich gehe Sonntags gerne einkaufen. In der Bamberger Innenstadt natürlich nicht, sondern, wenn offen ist am Laubanger oder eben in Mitteldeutschland. Die dortigen Bürger sehen das, zum Glück, nicht gar so eng. Da ich an Sonn-und Feiertagen eh arbeiten muß und die Angestellten meine Dienstleistung auch gerne an diesen Tagen nutzen, hält sich mein Mitleid für diese Personengruppe in engen Grenzen. Ich möchte auch mal die z.B. Wöhrl Verkäufer(in) erleben, wenn an deren Urlaubsort im Ausland die Läden am Sonntag oder auch unter der Woche um 20:00Uhr zu wären.
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0 # Der Bamberger 2019-08-15 15:19
am Urlaubsort - so zumindest die Lieblingsorte der Deutschen im Süden - ist das Usus, dass die Läden abends geöffnet sind. Ungewöhnlich, dass sie tagsüber offen haben.
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