Die generelle Krise in der Autoindustrie macht sich natürlich auch bei den Zulieferern bemerkbar. Im Raum Bamberg muss das Hallstadter Reifenwerk Michelin zumachen.

Solidarisch mit den Beschäftigten sein

Das Hallstadter Werk soll im Januar 2021 geschlossen werden. So wurde es neben anderen auch der Stadt Bamberg mitgeteilt. Der Bamberger Oberbürgermeisters Andreas Starke wird von seiner Pressestelle mit den Worten zitiert: „Das ist eine schlimme Nachricht für die Region, insbesondere für auch für Bamberg“. Der Wirtschaftsreferent der Stadt Bamberg, Dr. Stefan Goller kündigte an, dass man nun solidarisch mit den Beschäftigten sein müsse. »Wir müssen die Kräfte bündeln, um Ersatzarbeitsplätze zu finden«, so Dr. Goller.
Der Oberbürgermeister und der Landrat vereinbarten nun die Bildung einer „Task force“, um der betroffenen Belegschaft zu helfen. Die Wirtschaftsförderungsabteilungen aus dem Rathaus und dem Landratsamt wollen nun gemeinsam mit der Werkleitung, der Bayerischen Staatsregierung und dem Betriebsrat nach Mittel und Wegen suchen, »um die Krise abzumildern«, erklärte der Wirtschaftsreferent.

Stadt Bamberg puscht wieder die Suche nach freien Gewerbeflächen

Schon seit Monaten war die Krise beim dem 1971 in Hallstadt angesiedelten Werk des französischen Reifenproduzenten zu spüren, nachdem der Konkurrenzdruck insbesondere aus dem asiatischen Markt immer stärker geworden ist. Die bevorstehende Schließung des Hallstadter Werks müsse man im Zusammenhang mit der weltweiten Krise der Automobilzuliefererindustrie sehen. Gerade die Bamberger Region sei davon stark betroffen, weil hier ca. 20.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Automobilzuliefererindustrie abhängig sind. In der Stadt Bamberg gibt es dazu eine klare Strategie: Das Konversionsgelände und die noch freien Gewerbeflächen sollen genutzt werden, um neue Unternehmen aus anderen Branchen anzusiedeln oder die vorhandenen Kompetenzen so zu nutzen, dass innovative Produkte in der Bamberger Region entwickelt und produziert werden können. Mit zukunftsweisenden Geschäftsfeldern sollen Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden.
Michelin hat ein „Revitalisierungsprogramm“ mit rund 167 Mio € in Aussicht gestellt. Laut der Unternehmensführung soll für jeden Mitarbeiter eine entsprechende Zukunftsperspektive gefunden werden.
27.9.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.