Derzeit wirkt der Bau überdimensioniert und unwirtlich. Bald soll dort eine Flaniermeile mit Bäumen und Bus-Anbindung entstehen. Im August soll Baubeginn sein.

Nur das geplante Hotel mit 160 Zimmern wird kritisch gesehen

Auch die Corona-Krise soll das Großprojekt am Bahnhof nicht stoppen, verspricht der österreichischen Eyemaxx-Gruppe als Investor für das Bamberger Großprojekt. Im Zuge eines Bebauungsplans wurden jetzt die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Reaktivierung des weitgehend leerstehenden Einkaufszentrums „Atrium" geschaffen werden. Laut der Darstellung von Baureferent Thomas Beese zeichnet sich das Stadtquartier durch eine hohe Bedeutung nicht nur für die Stadt, sondern auch für das Umland durch Einrichtungen, wie den angrenzenden Bahnhof mit ICE-Halt, einen wichtigen ÖPNV-Haltestellenbereich (auch mit überregionaler Bedeutung) und das Landratsamt aus.
Konkret soll durch den geplanten Teilumbau der bisherigen Gebäudesubstanz das "Neue Atrium" gegenüber dem Nutzungsspektrum des alten Atriums in seiner Funktion als Einzelhandelsobjekt reduziert und neue Zweckbestimmungen wie Einkaufen, Gastronomie, Sport, Beherbergung, Kultur, Gewerbe/Dienstleistungen und Parken ausgewiesen werden. Kritisch betrachtet wurde bisher nur die Absicht, das geplante Hotel mit 160 Zimmern auszustatten.
Der einstimmige Beschluss in der Vollsitzung des Stadtrates fegte auch diese Bedenken hinweg.

Planungen stießen auf regen Zuspruch

In diversen Stellungnahmen zur öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanes wurde die Idee, die Ludwigstraße durch einen Abbruch des kompletten vorderen Drittels des Atriums aufzuweiten, sehr gut angenommen. Diese „neue“ Ludwigstraße soll begrünt werden, fünf Bus-Haltestellen bekommen und sich dadurch zu einer Flaniermeile wandeln.
Auch bei den Mitgliedern des Stadtgestaltungsbeirats stießen die Planungen zum Vorhaben "Neues Atrium" auf regen Zuspruch. „Der Beirat sieht ein grundsätzlich gutes Entwicklungspotential in der vorgestellten Planung. Eine weitere Vorlage wurde als nicht notwendig erachtet“, heißt es im Sitzungsbericht des Baureferates.

In der letzten Sitzung des alten Bamberger Stadtrats gab es keine nachhaltige Gegenstimme zu dem Projekt. Einträchtig sprachen Franz-Wilhelm Heller (CSU) und Heinz Kuntke (SPD) ein dickes Lob aus. Die Grünen stimmten zwar am Ende zu, aber Ralf Dischinger erläuterte nochmals, dass er sich in dem neuen Atrium auch Wohnungen hätte vorstellen können. Herbert Lauer (BA) brach wiederholt eine Lanze für möglichst viele Bushaltstellen vor dem Gebäudekomplex. Seiner Meinung nach ließen sich einige weitere Haltestellen auch auf der anderen Straßenseite vor dem Landratsamt anbringen. Lauer: »Dafür könnte man die Busse vor dem Bahnhofsgebäude wegnehmen, denn der Regionale Omnibusbahnhof wird ohnehin noch Jahre auf sich warten lassen.«
2.5.20 Bilder: WeBZet¸ Architektbüro Bornhofen.Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten) freigeschaltet.