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Soll der Schlachthof privatisiert werden?

Vielleicht nur ein Gerücht. Oder die Überlegung weniger Leute. Die Finanzen der Stadt könnten so kurzfristig verbessert werden; die Probleme für die Zukunft aber mehr werden.

Anfang nächsten Jahres soll es soweit sein

Die Vorfälle bei der großen Schlachthofindustrie sind noch vielen bekannt. Vielleicht kann man sie tatsächlich nur auf die Coronakrise zurückführen.
Hier soll das nicht weiter thematisiert werden. Aber seit bald 50 Jahren warnen Fachleute davor, dass die Entwicklung in der Fleischindustrie ein böses Ende nehmen wird. Gemeint ist die Schließung kommunaler Schlachthöfe. Dafür wurde ins Feld geführt, dass Großschlachtereien über effiziente Arbeitsmethoden und günstige Kostenstrukturen verfügen. Den Tierschutz hat meistens überhaupt keine Rolle gespielt.
In Bamberg haben die verantwortlichen Parteien das mehr oder weniger immer so gesehen. Man war stolz darauf, noch einen kommunalen, städtischen Schlachthof zu haben.
Jetzt gibt es das Gerücht, dass der Finanzreferent der Stadt, Bertram Felix, den Bamberger Schlachthof privatisieren will. Dazu soll auch schon ein Stab ins Leben gerufen worden sein, bei dem leitende Mitarbeiter des (städt.) Bamberger Schlachthofs und Tönnies-Manager die Ausgliederung zum 1.1.2021 vorbereiten sollen. Die Tönnies-Leute sollen künftig den Schlachthof leiten; die bundesweite tätige Schlachthofgruppe schlachtet bisher schon in Bamberg Schweine und zerlegt sie grob. So wie es sich gehört, soll eine renommierte Anwaltskanzlei beauftragt werden, die Privatisierung bzw. einen Betriebsübergang nach Paragraph 613a BGB rechtlich zu begleiten.
Sollte es so seine Wege gehen, dann wird der Stadtrat im Herbst wohl vor vollendete Tatsachen gestellt.

Von den wirklichen Problemstellungen noch recht weit entfernt

Diese vollendeten Tatsachen sind dann kein Problem, wenn die grün-rosa-rote Mehrheit weiterhin weiß, wie sie abzustimmen hat. Überhaupt bleibt die Frage, ob sie überhaupt etwas weiß. Ihre Themenstellungen sind momentan von den wirklichen Problemstellungen der Bamberger Kommunalpolitik noch recht weit entfernt. Selbst Fragen zu stellen bringt der webzet – es soll hier einmal gesagt sein – auch recht wenig, denn da gilt die einmal ausgewiesene Devise der Stadtspitze immer noch, mit wem man nicht reden darf.
Vielleicht mischt sich schon bald eine Stadtratsfraktion ein, so wie es in der Vergangenheit oft der Fall war.
Es bleibt die offene Frage, ob sich die der webzet zugetragenen Hinweise als richtig erweisen. Ach so, da gibt es auch noch einen Personalrat. Warten wir es ab.
1.9.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+20 # GodFather 2020-09-01 12:03
Wow, Felix und die Pulveraffen haben ne gute Idee: Fire Sale... war schon immer clever, bei Geldnot zu verkaufen. V.a. wenn die Käuferseite auch noch laut jammern kann, wie schlecht es ihr geht und wie wenig Geld sie zur Zeit hat.
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+13 # CFRA2 2020-09-01 15:36
Sinnvoll wäre das Bertram Felix die gesammten Rathäuser, inclusive das Recht Bamberg zu regieren, verkaufen würde.
Ich glaube die meißten Bamberger würden dem zustimmen, da Bamberg damit einer vernünftige Zukunft entgegensehen würde!
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-4 # supi 2020-09-01 18:32
na der felix der iss scho a hund gell
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+5 # kwz 2020-09-08 18:59
Also die Idee den Schlachthof zu privatisieren und dabei noch den Namen Tönnies zu nennen, zeugt nicht nur von Weitblick sondern auch von Fingerspitzengefühl
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+7 # Heiner 2020-09-09 13:19
Den Schlachthof zu verkaufen ist das unsinnigste was man machen kann. Bisher konnten die Bauern aus dem Umland , die Metzgerschaft ihre Tiere hier zu einem akzeptablen Preis schlachten lassen. Ein Verkauf zB. an Tönnies ist der Tod der Bamberger und Umlandmetzger.
Die Regionalität geht hier verloren. Herr Felix denken Sie daran dass nicht nur die Schlachthofangestellten betroffen sind, es sind hunderte die vom Bamberger Schlachthof abhängig sind, können Sie das verantworten ????? Die Verbraucher wollen Regionalität wollen Individuallität, das geht aber nicht wenn die Stadt die Metzger ans Messer liefert. Der Stadtrat Michael Kalb von der Metzgerei Kalb sitzt doch im Rat der Stadt, kann Er hier vielleicht etwas zur Aufklärung beitragen ? Erst verbietet man den Metzgern das schlachten im Betrieb weil kein eigenes Schlachthaus zur Verfügung steht ( EU- Recht) . Dafür nimmt man ihnen den Schlachthof. Was Ihr da in Euerem Rathaus treibt schreit zum Himmel. Der Herrgott hat sie mal alle aus dem Tempel gejagt, zu Recht. Das sollte man doch wiederholen!
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 Bamberchä Deutsch  

Redensarten und Redeweisen

Altes Bambergerisch wird kaum noch gesprochen. Hier handelt es sich zudem um die Gärtnervariante. Zusammengestellt von Wolfgang Wußmann (†), übersetzt von mdw.

B 82

Broich: Bräuche.

Däs sän olda Broich. Das sind alte Bräuche.

-

broichäd: bräuchte.

Eä broichäd hald a schdorgga Händ. Er bräuchte halt eine starke Hand.

Eä broichd si scho long amol widdä. Er bräuchte sie schon lang einmal wieder.(= müsste geschlagen werden)

-

broichd: braucht.

Iä müssd oich hald rüän, wänn dä wos broichd. Ihr müsst euh halt rühren/auf euch aufmerksam machen/euch einmischen, wenn ihr was braucht.

-

broing: brauchen.

Miä broing niggs! Wir brauchen nichts! (z.B. zum Hausierer).

-

Broidla: Bräutchen.

Si woä a schöss Broidla. Sie war ein schönes Braütchen (bei der Erstkommunion).

-

Broiss, Broissn: Preuße(n).

Wos willn deä Broiss? Was will den der Preuß? 

Aa Broiss is scho dsävill, dswaa Broissn, däs is scho a Soichn. Ein Preuße ist schon zu viel, zwei Preußen, das ist schon eine Seuche.

-

Broissn|wiäsching: Preußenwirsing. gekräuselter Wirsing.

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