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Faktencheck zum Bamberger Schlachthof verlangt

Im Bamberger Schlachthof soll es „gewisse Misstände geben“. Die CSU-BA-Stadtratsfraktion hat Hinweise von verschiedener Seite erhalten und verlangt jetzt einen „Faktencheck“.

Ein umfangreicher Fragenkatalog soll beantwortet werden

Anlass dürfte die Absicht der Stadtverwaltung sein, den schon lange Jahre im Besitz der Stadt Bamberg befindlichen Schlachthof durch eine Rechtsformänderung zumindest teilweise zu privatisieren. Laut einer Pressemitteilung der CSU-BA-Fraktion haben Vorsitzender Peter Neller und die stellvertretende Vorsitzende Ursula Redler bei Oberbürgermeister Andreas Starke beantragt, einen umfangreichen Fragenkatalog beantworten zu lassen.
Die Fragen befassen sich zunächst mit wirtschaftlich-finanziellen Aspekten und der Zusammenarbeit mit den großen Fleischkonzernen Tönnies und Südfleisch. Kernfrage der beiden Stadträte ist, ob die Verdrängung der örtlich ansässigen Metzger aus dem Schlachthof auch dazu geführt habe, dass die Steuerzahlungen dieser Großschlachter in erster Linie an deren Firmensitze fließen und nicht mehr nach Bamberg? Zudem will man wissen, ob es stimmt, dass die bereits eingerichtete Stabsstelle zur Privatisierung beziehungsweise Umstrukturierung des Schlachthofes von einem Tönnies-Mitarbeiter wahrgenommen wird.

Neben der Personalsituation geht es auch um das Tierwohl

Vor dem Hintergrund der in den vergangenen Tagen auch in Deutschland aufgetretenen Afrikanischen Schweinepest wollen Neller und Redler sich über die derzeitige Aufsichtsstruktur im Bamberger Schlachthof informieren lassen. Im Schreiben der beiden Stadtratsmitglieder heißt es: »Das Veterinäramt ist unseres Wissens nach in Bamberg in das Ordnungsamt eingegliedert worden. … Wir bitten darzulegen, ob und wie das Veterinäramt seine fachlichen Aufgaben eigenständig durchführen kann.«
Konkret beziehen sich die beiden CSU-BA-Stadtratsmitglieder auf Hinweise die besagen, »dass der Ablauf bei der Schlachtung der Rinder so viel Zeit beanspruche, dass die Tiere teilweise bei der Schlachtung wieder aus der Betäubung aufwachen würden«. Im Antragstext heißt es weiter: »Dies läge an den örtlichen Gegebenheiten und insbesondere am zu langen sogenannten Zutrieb wie es auch schon vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) angemahnt worden sein soll.« Redler und Neller verlangen, dass ihnen die Abmahnung der LGL zugänglich gemacht wird.
Zur Absicht der Verwaltung, die (Teil-)Privatisierung des Schlachthofs möglichst bald umzusetzen, stellen die CSU-BA-Stadträte auch Fragen zur Personalsituation. Unter anderem, ob das Vorhaben der Bundesregierung die bisher in Schlachthöfen praktizierten Werkverträge abzuschaffen, ein Motiv sein könne. Das würde nämlich bedeuten, dass die Beschäftigten der dort tätigen Subunternehmen, die im Auftrag der Stadt tätig sind, nicht mehr für ca. 6 €/Stunde arbeiten würden, sondern für 9,35 € Mindestlohn direkt bei der Stadt beschäftigt werden müssten.
14.9.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+1 # supi 2020-09-17 18:34
Kein faktencheck, sondern wie und in welcher rechtsform geht es mit der einrichtung weiter, das ist die entscheidende frage
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 Bamberchä Deutsch  

Redensarten und Redeweisen

Altes Bambergerisch wird kaum noch gesprochen. Hier handelt es sich zudem um die Gärtnervariante. Zusammengestellt von Wolfgang Wußmann (†), übersetzt von mdw.

B 82

Broich: Bräuche.

Däs sän olda Broich. Das sind alte Bräuche.

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broichäd: bräuchte.

Eä broichäd hald a schdorgga Händ. Er bräuchte halt eine starke Hand.

Eä broichd si scho long amol widdä. Er bräuchte sie schon lang einmal wieder.(= müsste geschlagen werden)

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broichd: braucht.

Iä müssd oich hald rüän, wänn dä wos broichd. Ihr müsst euh halt rühren/auf euch aufmerksam machen/euch einmischen, wenn ihr was braucht.

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broing: brauchen.

Miä broing niggs! Wir brauchen nichts! (z.B. zum Hausierer).

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Broidla: Bräutchen.

Si woä a schöss Broidla. Sie war ein schönes Braütchen (bei der Erstkommunion).

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Broiss, Broissn: Preuße(n).

Wos willn deä Broiss? Was will den der Preuß? 

Aa Broiss is scho dsävill, dswaa Broissn, däs is scho a Soichn. Ein Preuße ist schon zu viel, zwei Preußen, das ist schon eine Seuche.

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Broissn|wiäsching: Preußenwirsing. gekräuselter Wirsing.

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