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Auf einen guten Tag

 

Nicht weil es so schwer ist wagen wir es nicht. Sondern weil wir es nicht wagen ist es so schwer.

unbekannt

 

Eine kritische Diskussion ist beendet. Der Finanzsenat hat entschieden, dass der städt. Schlachthof zu einer nach privatwirtschaftlichen Prinzipien organisierten Tochterfirma der Stadt wird.

Anregungen und Forderungen weitgehend übernommen

Die Stadtverwaltung hatte ursprünglich wohl die Absicht, die Umwandlung der Rechtsform des bisher als Eigenbetrieb organisierten Schlacht- und Viehhofes klammheimlich vorzunehmen. Wider Erwarten kam aus der CSU-BA-Fraktion der maßgebliche Widerstand gegen diese Vorgehensweise. Im Zuge der Auseinandersetzung schlossen sich noch die Einzelkämpfer Dr. Günter Brünker (Volt) und Stephan Kettner (BaLi) an. In der Sitzung des Finanzsenats vom 10.11.20 wurden vorläufig letztmals die Argumente ausgetauscht, bevor die Vollversammlung des Stadtrates einen endgültigen Beschluss fassen wird.
In das Thema führte zunächst Finanzreferent Bertram Felix ein, der auf eine schriftliche Tischvorlage verwies, in der letzte Änderungen eingearbeitet worden seien. In der darauffolgenden Debatte zeigte sich maßgeblich CSU-BA-Stadträtin Dr. Ursula Redler, als bisher hartnäckige Kritikerin der Umwandlung des Schlachthofs in eine GmbH, mit den Änderungen zufrieden. Sie sah ihre Anregungen und Forderungen weitgehend übernommen und nahm das letztlich »entgegenkommende Verhalten der Verwaltung« an. Positiv bewertete Redler den Verbleib der „Immobilien in den Händen der Stadt“ und den Schutz des städtischen Haushaltes durch das Insolvenzrecht, weil im Falle einer Pleite die Stadt Bamberg nicht zwingend einspringen muss. Die CSU-BA-Rätin trat weiter dafür ein, die Vergütung der Aufsichtsräte »relativ niedrig zu bemessen«, und möglichst bald eine Info-Veranstaltung für die Bürgerschaft und insbesondere für die »Erzeuger und Metzger« durchzuführen. Nur bedingt zufrieden zeigte sich Redler damit, dass erst im Sommer 2021 eine „Strategiediskussion“ stattfinden solle. Minderte diese Notwendigkeit aber durch den Hinweis, dass das Risiko wegen der Abhängigkeit von wenigen Großkunden »so oder so« bestehen bleibe. Der Stadtrat müsse in Zukunft auch zeigen, dass er seine verbliebenen Einflussmöglichkeiten auf das Geschäftsverhalten des Schlachthofs nutze.

Zukünftigen Einfluss der Großschlächter befürchtet

Maßgeblich die Sprecher von Grünes Bamberg und SPD äußerten sich weitgehend positiv zu dem Vorhaben. Wolfgang Grader (Grünes Bamberg) betonte, dass eine Schlachthof-GmbH »schneller und effizienter auf das Marktgeschehen reagieren kann«. Heinz Kuntke (SPD) verlangte, dass für die Beschäftigten des Schlacht- und Viehhofs »keine Nachteile« entstehen.
Weitgehend an seiner bisherigen Kritik hielt Linke-Stadtrat Stephan Kettner fest. Er fürchtete, dass »durch die Privatisierung die zukünftigen Arbeitnehmer schlechter gestellt werden« und wegen des zukünftigen Einflusses der Großschlächter einen Anstieg der Schlachtzahlen. Sein Antrag, erst im Januar 2021 zu entscheiden, wurde abgelehnt.
Einigkeit bestand bei allen Fraktionen, dass der Bamberger Schlachthof nur regional tätig sein soll. Der Beschlussantrag wurde gegen eine Stimme angenommen.

Hinweis: Die Position der Stadtverwaltung wurde bereits gestern vorgestellt.

11.11.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+21 # Suberbus 2020-11-11 12:40
Man sollte meinen, dass sich zumindest die Grünen mehr um dieses Thema gekümmert hätten. Oder bereiten sie schon die nächste Resolution an die UNO vor.
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+12 # Simon 2020-11-12 08:58
Die CSU-Fraktion scheint sich dafür ganz neu zu entwickeln. Vielleicht hat sie aus der Klatsche vom Frühjahr gelernt. Das wäre angesichts dieser neuen Grünen und der altersschwachen SPD ein wirklicher Lichtblick.
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+22 # Bürgerin 2020-11-11 21:41
Die Grünen werfen alle ihre Prinzipien über Bord seit sie die Macht geschmeckt haben und begnügen sich mit Fahrradthemen und Symbolpolitik...
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+3 # supisupi 2020-11-12 16:44
# Suberbus
nun was soll man von einem personenkreis erwarten, dessen strom aus der steckdose kommt, dessen fleisch und wurst vom metzger und der rest aus diversen supermärkten und der mit einem alten vw bus supertoll in der gegend rum fährt und dem der dieseldreck der hinten raus kommt völlig egal ist.

# Bürgerin
ja was soll man denn von völlig prinzipienlosen leuten erwarten, die nur salbungsvoll in der gegend herum schwafeln und sonst nur ihren eigenen interessen sich verpflichtet fühlen
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+7 # Werner 2020-11-12 21:24
Genau, liebe Finanz- und Wirtschaftswissenschaftler von den Roten und Grünen, ganz Eurer Meinung. Man muss das Geld einfach zum Fenster rausschmeißen, damit es zur Tür wieder reinkommt. Genau mein Humor. Die Sozpäds und Konsorten ham keine Ahnung davon, höchstens der hochbrilliante Bergradlfuzzi kann Euch das Wasser reichen, aber nur in der Symphoniker-Pause.
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+1 # gablmann 2020-11-17 16:37
Wenn ich richtig gelesen habe, verbleiben die Grundstücke eben NICHT in Städtischen Händen.
Auszug:
Die Verwaltung schlägt daher vor, alle im Lageplan grün umrandeten Grundstücke unentgeltlich in die Schlachthof Bamberg GmbH einzubringen
!!!

Und das ist gar nicht gut, wenn die GmbH pleite gehen sollte. Warum verpachtet die Stadt die Grundstücke nicht?
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+2 # Clavius1970 2020-11-18 20:21
#gablmann
Weil man dann die Grundstücke beleihen oder verscherbeln kann, ohne sich öffentlich und transparent mit lästigen Stadtratsmitgliedern rumschlagen zu müssen. ;-)
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Mächsd an Bindä noo? Machst du eine Krawatte um?

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