Die Brennstoffzelle weckt Hoffnungen

Bosch will einen Millionenbetrag in Festoxid-Brennstoffzellen investieren. Davon könnten einige deutsche Standorte profitieren. Auch Bamberg. 500 Arbeitsplätze könnten entstehen.

Dieselgeprägte Produktion wird weiter verringert

Vor einigen Tagen hat die Firma Bosch bekannt gegeben, dass in Bamberg mit der Serienfertigung von stationären Brennstoffzellen begonnen werden soll. Nicht gleich, erst ab 2024, dennoch ist das eine Topmeldung für den Wirtschaftsstandort Bamberg.
Das Bamberger Traditionsunternehmen muss und will die dieselgeprägte Produktion weiter verringern. Durch das Wachstum der Elektromobilität ist die Beschäftigung stark bedroht. Mit der Wasserstoff-Technologie soll die heimische Wirtschaft wieder Impulse erhalten. Immerhin könnten bis zu 500 Arbeitsplätze entstehen, heißt es zumindest in diversen Medienberichten.
Der Freistaat Bayern hat die fränkische Initiative zur Brennstoffzelle mit viel Geld forciert. Dennoch muss auch der Stiftungskonzern viel Geld investieren. Laut diverser Verlautbarungen aus der Fachwelt hat Bosch angekündigt, in vier Jahren mit der Serienfertigung der neuen Technologie beginnen zu wollen. In den kommenden Jahren soll dafür ein dreistelliger Millionenbetrag in die Marktreife der sog. Festoxid-Brennstoffzelle investiert werden.

                                                  Antrieb zunächst nur für Lkw auf der Langstrecke

Mit stationären Brennstoffzellensystemen will der Technologiekonzern ein neues Geschäftsfeld aufbauen, in dem Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Service aus einer Hand kommen. Diese Technologie gilt als ein möglicher Baustein für nachhaltige Energiegewinnung in der Zukunft und kann für eine vernetzte, dezentrale Energieversorgung - zum Beispiel auch von Städten - dienen.
Das Prinzip der Brennstoffzelle wird auch als möglicher Antrieb der Zukunft für Autos gehandelt, konnte sich bislang vor allem wegen des hohen Preises des Antriebsaggregats aber nicht wirklich durchsetzen. Zudem liegt der Wirkungsgrad bislang nur bei 60 Prozent und damit deutlich unter dem von reinen Batteriefahrzeugen.
Vorteile fürs Klima hat der Antrieb nur, wenn der Wasserstoff – wie auch der Strom beim Elektroauto – nachhaltig aus regenerativen Quellen erzeugt wird.
Aber Bosch hat sich zur Brennstoffzellen-Technologie als Antrieb entschlossen - zunächst allerdings nur für Lkw auf der Langstrecke.
Bosch kooperiert bei der Umsetzung der Projekte mit der schwedischen Firma Powercell und mit dem britischen Unternehmen Ceres Power, das hauptsächlich für die technologische Seite verantwortlich zeichnet.
13.12.20 Bilder: webzet; Boschpresse. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.