210408Titelbild-1200

        Aktuelles zur Corona-Situation im Bamberg. > öffnen!

CORONA - EINZELHANDEL - GASTRONOMIE

Hilfen für Einzelhandel und Gastronomie beschlossen

Weder „to Go“ noch Lieferservices oder „Click&Collect“ Angebote konnten dramatische Umsatzverluste verhindern. Welche Unterstützungsleistungen kann die Stadt erbringen?

Sechs Fraktionsanträge mit Unterstützungsvorschlägen

Die Stadt kann nur begrenzt helfen. Jede/r weiß, Entscheidendes können nur der Bund oder das Land bewirken. Und da herrscht weiterhin oft Ungewissheit und die Betroffenen brauchen viel Geduld. Deshalb will die Stadt bzw. der Stadtrat das unternehmen, was ihr/m möglich ist. In der Sitzung des Finanzsenats am 24.3.21 wurde deshalb viel diskutiert, aber auch ein Maßnahmenpaket beschlossen. Dem umfangreichen Sitzungsvortrag der Stadtverwaltung lagen sechs Vorschläge aus dem Stadtrat vor, vier von der CSU-BA-Fraktion und je einer von SPD und BuB/FW/FDP-Fraktion.

Das städt. Wirtschaftsreferat hat in seinem Sitzungsvortrag für sich beansprucht, “bereits letztes Jahr verschiedene Maßnahmen angestoßen und umgesetzt” zu haben. Dennoch: “Weder „to Go“ noch Lieferservices oder „Click&Collect“ Angebote können die dramatischen Umsatzverluste wettmachen.” Die nun von dem bereits seit Monaten andauernden Lockdown am stärksten betroffenen Unternehmen seien Einzelhandel (außer Lebensmittel) und Gastronomie.

Und hier setzten auch die Vorschläge der genannten Fraktionen an. Die Anträge der CSU/BA-Fraktion befassten sich mit der generellen Unterstützung von Einzelhandel und Gastronomie, z.B. durch “Sondergenehmigungen von Pop-Up-Flächen” und für “Aufsteller”; durch großzügige Regelungen von Parkflächen oder durch die temporäre Genehmigung sog. Heizpilze im Freien aufzustellen. Die FW/BuB/FDP-Fraktion schlug Maßnahmen vor, um den “Einzelhandel zu stärken” bzw. “die Innenstadt zu beleben”; die SPD-Fraktion verlangte die “kostenfreie Genehmigung von Außenflächen für Gastronomie und Handel”.

Kompletter Verzicht auf Gebührenerhebung rechtlich nicht zulässig

In der Sitzung fand eine lebhafte und längere Diskussion statt. Für Wolfgang Grader von Grünes Bamberg geht es bei vielen Einzelhändlern und Gastronomen um »reale Existenznöte«. Die Stadt »muss versuchen, möglichst umfassend zu helfen«. Konkreter wurde Dr. Ursula Redler (CSU/BA). Sie zeigte sich zunächst zufrieden, »dass viele unserer Vorschläge positiv bearbeitet wurden«. Die Hilfen seien nicht nur sinnvoll für die Empfänger, sondern weil deren Existenzsicherung später wieder Einnahmen für die Stadt bedeute. Unzufrieden war hingegen Heinz Kuntke (SPD). »Unseren Vorschlägen wird zu wenig entsprochen!«, meinte der SPD-Redner. Er bekräftigte die Forderung seiner Fraktion, Sondernutzungsgebühren und Gebühren für Freischankflächen zu erlassen, ebenso die Mietzahlung für städt. Liegenschaften. Kuntke forderte die Hilfen nach dem Prinzip »Was geht - und nicht, was nicht geht!« zu behandeln.
Wirtschaftsreferent Dr. Stefan Goller mischte sich ein, und wies darauf hin, dass der komplette Verzicht auf Gebührenerhebung rechtlich nicht zulässig sei. Nur max. 50 % Nachlass seien möglich.
OB Andreas Starke betonte, dass man über eine »Stundungs-Vereinbarung mit Einzelfallprüfung für die Zahlung« reden könne.

Kontroverse Wortmeldungen gab es zur Absicht Heizpilze für die Außengastronomie aufstellen zu lassen oder weitere Freischankflächen auf öff. Kurzzeit- Parkplätzen zu erlauben. Das Generalthema und offen gebliebene Konfliktpunkte sollen in einer Sondersitzung des Stadtrates am 28. April 21 behandelt werden.
Die von der Verwaltung gestellten Beschlussanträge wurden größtenteils angenommen.

 Webzet unter www.freie-webzet.de aufrufen und speichern!
25.3.21 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet

Kommentare   
+15 # CFRA2 2021-03-25 19:32
Wer sich kontroverse gegen Heizpilze geäußert hat kann man sich ja denken. Glüsi und Co würden es sicherlich besser finden, das sich die Gäste sich kalten Nächten "warmzittern".
Aber leider stößt dann dabei der Gast auch mehr CO2 aus!
Antworten | Dem Administrator melden
+9 # gablmann 2021-03-25 20:52
Heizpilze?
Jetzt im Frühling?
Ist künftig Außengastronomie schon erlaubt?
Retten Pop-up Flächen oder Aufsteller die Welt?
Spinnen die alle?
Antwort: Ja!
Antworten | Dem Administrator melden
+5 # ThoMü 2021-03-25 21:37
Als kleine Stadt kann man sowieso nicht viel machen. Wichtig erscheint mir der Wille und das Bemühen. Da brauch ich über Details nicht zu diskutieren.
Antworten | Dem Administrator melden
+7 # lenny 2021-03-26 07:31
Wie wäre es mit einfach alles aufmachen, siehe Texas. Nach 3 Wochen hat sich nach einem kurzen Anstieg wieder alles normalisiert!
Fraktion Gesundheit darf sich gerne wieder zu Hause einschließen.
Antworten | Dem Administrator melden
+1 # Bergradfahrer 2021-03-30 08:10
Au ja, ich erkläre mich auch ehrenamtlich bereit, drei Haushalten aus dem "Team Vorsicht" einmal pro Woche nach negativem Schnelltest die Einkäufe über den Gartenzaun zu werfen.
Antworten | Dem Administrator melden
-1 # GodFather 2021-03-30 09:57
In Texas sind 10% infiziert und 50% geimpft. Die sind fast bei der angestrebten Herdenimmunität. Dafür hat man aber auch 160 auf 100.000 Personen an Corona verloren.
Hier liegen wir bei unter 10% geimpft und 3% infiziert, mit wesentlich weniger Toten, Long Covid Folgen etc.
Sie sehen schon, dass Ihre Forderung mindestens äußerst naiv ist.
Antworten | Dem Administrator melden
Kommentar schreiben

 Bamberchä Deutsch  

Redensarten und Redeweisen

Altes Bambergerisch wird kaum noch gesprochen. Hier handelt es sich zudem um die Gärtnervariante. Zusammengestellt von Wolfgang Wußmann (†), übersetzt von mdw.

B 82

Broich: Bräuche.

Däs sän olda Broich. Das sind alte Bräuche.

-

broichäd: bräuchte.

Eä broichäd hald a schdorgga Händ. Er bräuchte halt eine starke Hand.

Eä broichd si scho long amol widdä. Er bräuchte sie schon lang einmal wieder.(= müsste geschlagen werden)

-

broichd: braucht.

Iä müssd oich hald rüän, wänn dä wos broichd. Ihr müsst euh halt rühren/auf euch aufmerksam machen/euch einmischen, wenn ihr was braucht.

-

broing: brauchen.

Miä broing niggs! Wir brauchen nichts! (z.B. zum Hausierer).

-

Broidla: Bräutchen.

Si woä a schöss Broidla. Sie war ein schönes Braütchen (bei der Erstkommunion).

-

Broiss, Broissn: Preuße(n).

Wos willn deä Broiss? Was will den der Preuß? 

Aa Broiss is scho dsävill, dswaa Broissn, däs is scho a Soichn. Ein Preuße ist schon zu viel, zwei Preußen, das ist schon eine Seuche.

-

Broissn|wiäsching: Preußenwirsing. gekräuselter Wirsing.

Forts

Die webzet-blog hat keine Mitglieder. Der Hinweis ist systembedingt.

Aktuell sind 30 Gäste und keine Mitglieder online

247 4/21-447-2363 1101 Insgesamt 1899690

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

Richtlinien für Kommentare

Die Kommentarfunktion der webzet-blog wird bei manchen Themen intensiv genutzt. Leider auch mit destruktiver Absicht. „Richtlinien für Kommentare“ sollen vor Missbrauch schützen. 

Weiterlesen ...

Copyright © 2015.