WIRTSCHAFT - BOSCH

Zuwachs im Bamberger Hafen

Das neue Bosch-Logistikzentrum kommt in den Hafen. Der Neubau wird erforderlich, weil die derzeitige Anlage an der Schwarzenbergstraße im Zuge des Bahnausbaus nicht mehr zur Verfügung steht.(98s)

Klares Signal für den Automobil-Standort Bamberg

Es war eine exklusive und erfreuliche Neuigkeit, die den Stadtratsmitgliedern am Mittwochnachmittag des 28.4.21 in der Sondersitzung „Wirtschaft“ verkündet wurde. Das Werk Bamberg der Robert Bosch GmbH wird ein neues Logistikzentrum auf Stadtgebiet im Bamberger Hafen eröffnen. »Das ist eine sehr gute Nachricht für die Beschäftigten von Bosch, die Zulieferer und die gesamte Region« , freute sich auch Oberbürgermeister Andreas Starke. »Es ist außerdem ein klares Signal dafür, dass der Standort Bamberg bei der Gestaltung des Transformationsprozesses in der Automobilindustrie eine bedeutende Rolle spielt«, so Wirtschaftsreferent Dr. Stefan Goller.

Der Neubau wird einerseits erforderlich, weil die derzeitige Logistikhalle an der Schwarzenbergstraße im Zuge des Bahnausbaus ab 2022 nicht mehr zur Verfügung steht. Zum anderen verweist Bosch auf den steigenden Platzbedarf durch neue Erzeugnisse. Bereits 2020 hatte Bosch den Start der Serienfertigung der stationären Brennstoffzelle in 2024 angekündigt. Das Herzstück der Brennstoffzelle, die sogenannten Stacks, werden im Bamberger Werk gefertigt. Dieses neue Produkt ist wesentlich größer und schwerer als die bestehenden Erzeugnisse.

Hochmodernes Palettenregallager mit 9.000 Stellplätzen

»Wir freuen uns, für unsere Logistik einen idealen Standort im Hafen Bamberg gefunden zu haben«, sagte der kaufmännische Werkleiter Dr. Martin Schultz (>Bild r.) in der Vollsitzung des Stadtrates. »Dies ist auch durch die gute Unterstützung der Wirtschaftsförderung der Stadt Bamberg und des Bayernhafens gelungen.« Das Logistikzentrum wird von der Bamberger Logistikfirma Herbst gebaut und mit Eröffnung in 2022 langfristig an Bosch vermietet.
In einer eigenen Pressemitteilung der Firma Bosch GmbH heißt es: „Das neue integrierte Logistikzentrum wird über ein hochmodernes Palettenregallager mit 9.000 Stellplätzen verfügen. Dabei werden neueste IT-Systemlösungen integriert, um unsere Logistikprozesse zukunfts- und wettbewerbsfähig aufzustellen“, so der Bosch-Logistikleiter Uwe Fischer. Die Lieferketten des Werkes von Lieferanten zu Kunden und im internationalen Bosch-Fertigungsverbund werden zukünftig vom Bamberger Hafen aus optimiert. Auf einer Fläche von 9.500 Quadratmetern werden 185 Mitarbeiter in Lager und Büro dafür sorgen, dass das Bamberger Werk, seine Schwesterwerke in aller Welt und die Kunden mit Material und fertigenErzeugnissen termingerecht und in Bosch-Qualität beliefert werden. „Dabei verstehen wir unsere Aufgabe darin, neben hoher Produktverfügbarkeit auch für Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu sorgen“, bekräftigt Uwe Fischer. Dabei unterstützt Herbst insbesondere durch Maßnahmen zur CO2-Reduzierung beim Bau des neuen Logistikzentrums.
1.5.21 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+4 # Hartman FMJ 2021-05-02 10:02
Hmm, ich denke wir haben keine Gewerbeflächen mehr... :-)
Unbedingt brauchen wir die Muna... ;-)
Wenn diese schon frei wäre, weiss ich ganz genau wo dieser 9500qm Klotz gelandet wäre.
Geht doch.
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+5 # Helmut B. 2021-05-02 13:02
Da wird wieder ein Mißverständnis oder schiere Polemik deutlich. Es geht nicht um "die Muna" oder gar "den Hauptsmoorwald". Es geht um den jahrzehntelang militärisch genutzten Bereich im Westen des ehem. Munitionsareals - mit Bebauung und wilden Lückenbewuchs. Das sollten anfangs 70 ha sein, jetzt geht es um >20 ha. Und das soll Vorratsfläche sein und das für viele Jahre.
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+6 # Hartman FMJ 2021-05-02 13:16
Polemik trifft es sehr gut. Ich streue gerne Salz in vorhandene Wunden, oder halte gerne den Spiegel vor.
Ich weiß auch zu gut worum es geht, finde aber auch, dass man gegenteiliger Meinung sein darf und dies auch Kundtun darf.
Wo kommen wir denn dahin, wenn alles abgenickt und durchgewunken wird... ;-) :-)
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+4 # Bergradfahrer 2021-05-03 07:58
Korrekt, man muss sich oft nur a weng bemühen, das Gehirn anstrengen, mit ein paar Leuten reden.
Wenn ich sehe, was teilweise so an "altem Gerutsch" an Gewerbeimmobilien am Stadtrand leer steht. Da könnte man mit etwas gutem Willen und Überredungskunst viel platt machen, kleinere Flächen zusammenfassen et voilà ein Gewerbegebiet. Es ist wie so oft die Bequemlichkeit einerseits und andererseits sich Meriten zu verdienen, indem man ein neues Gewerbegebiet aus der Taufe hebt und sich dafür preisen lassen will. Klar, mit dem kleinen Bauunternehmer X und dem Schlosser Y und dem Schreiner Z zu verhandeln ist nicht ganz so glamourös.
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+14 # Bamberger 2021-05-02 16:45
Bosch, welches keine Gewerbesteuer zahlt, seit Jahren, bekommt ein heißbegehrtes Grundstück. Gleichzeitig fordert die Verwaltung mehr Fläche für Gewerbeansiedlung um höhere Gewerbesteuereinnahmen zu erzielen.
Genau mein Humor!
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-5 # supi 2021-05-02 17:54
Na na na mal nicht so pingelig, dafür zahlen doch die arbeitnehmer lohnsteuer, da wäre es extrem ungerecht vom arbeitgeber auch noch zusätzlich gewerbesteuer zu verlangen.
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+8 # Bamberger 2021-05-03 11:31
Die zahlen auch Lohnsteuer wenn Bosch in Hallstadt oder Hirschaid dieses Logistikzentrum betreibt.
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+1 # supi 2021-05-03 14:58
.................aber davon hat halt leider bamberg nichts...........
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