WIRTSCHAFT - BROSE

Brose investiert in Coburg und Bamberg

Das Tauziehen zwischen Coburg und Bamberg um mögliche Brose-Erweiterungen ist zu Ende. Die Stoschek-Firma wird in beiden Städten investieren und bauen. Stammsitz bleibt Coburg.

Gut für die Stadtentwicklung in Bamberg-Ost

Was hinter den Kulissen gelaufen ist, wissen nur wenige. Da will/wollte Brose-Stoschek in Coburg unbedingt den Ausbau der B4 im Coburger Stadtteil Weichengereuth, der Stadtrat blieb hartnäckig dagegen. Der Streit eskalierte. Stoschek zieht persönliche Konsequenzen und tritt sogar aus der CSU aus. Inwiefern die Partner in Bamberg mit einem gewissen Entgegenkommen die Drohposition Stoscheks gegenüber Coburg gestärkt haben, ist das, was nur wenige genau wissen, viele aber vermuten.
Schwamm drüber. In einer Verlautbarung des Presseamts der Stadt Bamberg äußert sich Oberbürgermeister Andreas Starke erfreut über die Entscheidung der Gesellschafterversammlung der Brose Gruppe: »Ein herausragender Tag für Bamberg und die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt«, sagt er mit Blick auf Bamberg. In der Sache hat er recht. Der Unternehmensstandort in Bamberg am Berliner Ring soll für Entwicklungs- und Vertriebstätigkeiten sowie Zentralfunktionen ausgebaut werden. Das bedeutet die Sicherung und Entwicklung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen und eine gute Stadtentwicklung in Bamberg-Ost.

Bamberg hat sich die Ansiedlung von Brose viel Geld kosten lassen

Starke begründet das damit, dass »es goldrichtig war, die Rahmenbedingungen am Sonderflugplatz in Bamberg-Ost so zu gestalten, damit sich die Brose-Unternehmensgruppe in Bamberg entfalten kann«. In der Pressemitteilung erinnert er daran, dass der Stadtrat ein 6,1 Mio €-Investitionsprogramm für eine verbesserte verkehrliche Anbindung des Geländes an der Breitenau sowie ökologische Renaturierungs- und Ausgleichsmaßnahmen im Umfeld zur Verfügung gestellt hatte. Wieder eine respektable Summe, wenn man bedenkt, dass sich die Stadt die Ansiedlung von Brose bereits im letzten Jahrzehnt 11,5 Mio € hatte kosten lassen.
Dennoch kann der Oberbürgermeister mit Fug davon ausgehen, dass der Stadtrat in der bevorstehenden Sitzung des Bau- und Werksenates am kommenden Mittwoch (5.5.21) dem laufenden Bebauungsplanverfahren zustimmen wird.
Zwar standen die Grünen - besser die GAL - lange den Bebauungsplänen von Brose kritisch gegenüber, aber nun zeichnet sich auch dort eine Zustimmung ab. Vielleicht wird jetzt auch der verbliebene Wunsch erfüllt und Brose verzichtet auf „flächenfressende ebenerdige Parkplätze“ oder einige Dachflächen werden begrünt oder mit Photovoltaik ausgestattet.
Man wird sehen.
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Kommentare   
0 # Sven K. 2021-05-04 14:21
Bei manchem kommt es drauf an, was man ihm zutraut. Und so ergibt sich halt ein Gesamtbild.
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+8 # cunningham 2021-05-05 11:50
Stammsitz bleibt Coburg?
Der Äfdee schreibt: Bamberg wird Standort für neue Firmenzentrale - nicht Coburg.

webzet: Korrekt: "Künftig soll sich die Firmenzentrale des Unternehmens in Bamberg befinden," steht auch in anderen Medien. In der ersten der webzet zugänglichen Meldung war davon nicht die Rede. Me
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+4 # supi 2021-05-05 17:08
ja ja so gehts, so läufts und alles wegen einer blöden stadtautobahn, können wir froh seinn, dass unsere altvorderen in weiser voraussicht schon vor zig jahren mit dem berliner ring eine innerstädtische autobahn gebaut haben.
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+4 # McFly 2021-05-06 06:43
Gut für die Stadtentwicklung in Bamberg-Ost“

Ich schmeiß mich weg vor lachen lieber OB Starke
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+3 # cunningham 2021-05-07 09:40
Na klar ist das gut für die Stadtentwicklung BA Ost.

- Noch mehr Druck auf dem Wohnungsmarkt.
- Noch mehr Fläche zubetoniert.
- Noch mehr Verkehr auf der Straße, mit Lärm und Abgasen.

Ironie off.
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