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BROSE - WIRTSCHAFT

Grünes Bamberg gegen Brose-Pläne

Die Gründe: Brose lehnt es entgegen eines Beschlusses des Stadtrates bislang ab, Photovoltaik-Anlagen auf den Gebäudedächern zu installieren. Auch eine Dachbepflanzung soll es nicht geben.

Brose erweitert seine Entwicklungs- und Vertriebstätigkeiten

Die Grünen im Bamberger Stadtrat haben die Erweiterungspläne des Automobilzulieferers angelehnt. Vorerst, wie man schließen kann. Andererseits hat der Bau- und Werksenat in seiner Sitzung am 5.5.21 den Erweiterungsplänen mehrheitlich zugestimmt. Die zentralen Argumente waren, dass mit dem Investitionsvorhaben hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Stadt und finanzielle Gestaltungsspielräume für die Stadt gesichert werden.
Mit seiner Investition in Bamberg will Brose seine Entwicklungs- und Vertriebstätigkeiten erweitern. Entscheidende Gründe für die Wahl Bamberg sollen unter anderem die bessere Verkehrsanbindung und die vom Bamberger Stadtrat beschlossenen Vorleistungen für den Ausbau des Geländes sein. Der Stadtrat hatte im Laufe des vergangenen Jahrzehnts insgesamt mehr als 17 Mio € zur Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen für einen weiteren Ausbau des Brose-Standorts bereitgestellt.

Bamberg soll Hauptsitz des Autozulieferers werden

Wie die webzet-blog hat bereits in einem Bericht am 4.5.21 als weiteren Hintergrund für die Entscheidung von Brose genannt, dass sich der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung Michael Stoschek sich in seiner Heimatstadt Coburg mit Stadtverwaltung und Stadtrat zerstritten hat. Brose sieht sich nicht ausreichend unterstützt durch die Stadt Coburg für einen von der Firma gewünschten Ausbau der Bundesstraße B4 in unmittelbarer Nähe der Konzernzentrale. Michael Stoschek war daraufhin sogar aus “seiner Partei”, der CSU ausgetreten.

Die Firma wird dennoch in Stoscheks Heimatstadt und bisherigen Stammsitz Coburg ebenfalls investieren - in Bamberg soll jetzt aber der Hauptsitz des Autozulieferers werden.

Der Widerspruch der Bamberger Grünen lässt sich möglicherweise auch mit dem Zerwürfnis von Stoschek mit der Stadtratsmehrheit in Coburg begründen. Dort haben die grünen Brüder und Schwestern wacker gegen einen Straßenausbau gekämpft, ein Urthema der grünen Bewegung. Hätten die Bamberger mit Hurra Brose-Stoscheks Engagement in ihrer Stadt gut geheißen, dann könnte das als Verrat an der Sache gewertet werden.
6.5.21 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+12 # Jojo 2021-05-06 19:08
Die Grünen beweisen wieder einmal, dass sie eine Verbots- und Bevormundungspartei sind. Wie kann die bloß jemand ernsthaft wählen? Wenns nur um Umwelt geht, sind doch die anderen Parteien mittlerweile grün genug!
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-2 # Lemotto 2021-05-07 15:10
Die Solarpflicht für Gewerbebauten hat CSU-Söder eigentlich für 2021 angekündigt. Das diese kommt, ist also eine Frage der Zeit. Spätestens dann werden auch die Brose Erweiterungsbauten mit Photovoltaik ausgestattet werden müssen.
Klimaschutz funktioniert wie man sieht eben leider nicht, wenn die Wirtschaft freie Hand bekommt.
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+23 # CFRA2 2021-05-06 19:33
Würde Brose Fahradbügel herstellen, würde Glüsi sicherlich auch auf die Solarzellen verzichten. Aber so, ...
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+19 # Bamberger 2021-05-06 20:55
"Der Widerspruch der Bamberger Grünen lässt sich möglicherweise auch mit dem Zerwürfnis von Stoschek mit der Stadtratsmehrheit in Coburg begründen"

Vielleicht aber auch deshalb weil vor Kurzem der Stadtrat beschlossen hat bei allen Neubauten auf die Installation von Photovoltaikanlagen "hinzuwirken". Vielleicht auch daran, dass diese Woche das CO2-Ziel Deutschlands verschärft wurde. Dass man dies bei erstbester Gelegenheit über Bord wirft, mag manchen Wendehälsen egal sein, manchen aber auch nicht.
Und bei den geplanten Gebäude wäre ohne Weiteres die Installation von PV machbar und auch optisch überhaupt kein Problem, da vom Erdboden aus schlicht nicht sichtbar. Dass man sich so dagegen sträubt, ich glaube das würde mancher als "Ideologie" bezeichnen. Oder wie würde man das sonst bezeichnen, wenn man eigenegenutzten PV-Strom für 5-10 Cent je kWh beziehen könnte, aber stattdessen lieber Gewerbestorm für rund 20 Cent je kWh bezieht?
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+19 # Superbus 2021-05-07 07:51
Die Grünen sind doch überhaupt kein Risiko eingegangen. Eine Mehrheit für Brose war sicher und sie konnten sich gegenüber ihren "Brüdern und Schwestern" als standhaft zeigen. Ein bisschen Politik haben die Neulinge also schon gelernt.
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+11 # supi 2021-05-07 18:00
na ja die wissen halt wie mans macht, wo es öferla am wärmsten ist, halt tarnung, deckung, täuschung
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+2 # R.Pfaff 2021-05-07 08:07
Die Haltung der Grünen ist einfach nur konsequent. Die Weigerung Stoscheks kann einen eigentlich nur wundern uns es wäre interessant zu erfahren, weshalb er sich Maßnahmen verschließt, die zum Klimaschutz global, wie regional beitragen.
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+16 # Werner 2021-05-07 21:53
Hut ab, das hätte ich wirklich nicht erwartet. Meine ganze Hochachtung, mein Hochachtung vor allem vor dem Sprecher des Bausenats, denn das hätte ich ihm wirklich nicht zugetraut. Schon allein deswegen nicht, weil ich immer dachte, dass Hader .... Physiotherapeut ist, der... gerne Rad fährt. NEIN, das ist er nicht, sondern ein international hoch-geachteter, anerkannter Bauherr und Spezialist einer internationalen Top-Klasse, der Ästhetik, Nachhaltigkeit und Moderne vereint, sowie ein Vorreiter der Klimaforschung in Verbindung mit Ökonomie und Ökologie.

Bei all dieser gehobenen Qualifikation frage ich mich, warum er auf seiner eigenen Bude keine PV-Anlage hat? Genauso wie die Sowa. Aber ich sags euch: bei der Energie-Effizienz, dem Kosten-Nutzen-Faktor und der reinen Ideologie rechnet es sich dann trotzdem nicht. Wirtschaftlichkeit, Amortisation und Wirkungsgrad sind den grünen Nichtsnutzen dann doch zu weit weg.

geänd. v. Webzet
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-3 # pipo 2021-05-07 22:21
auch wenn man auf ein solches Stammtisch-Gewaaf besser garnichts antwortet, Herr Hader hat eine PV-Anlage auf dem Dach.
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-4 # Heinz 2021-05-10 22:21
Sowa hat auch eine PV Anlage auf dem Dach.
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+3 # Bamberger 2021-05-08 17:44
Natürlich rechnet es sich. Es rechnet sich schon für Privathäuser mit kleiner Dachfläche. Und es rechnet sich erst recht für riesige Bürogebäude.
Oder glauben Sie die ganzen Leute, die sich eine Anlage aufs Dach bauen, können nicht rechnen?
Die Gestehungskosten einer KWh liegen bei einem Einfamilienhaus bei rund 10 Cent bei 20 Jahren Nutzungsdauer (die hat man von den Herstellern in der Regel garantiert, dass die Anlagen weit länger laufen sei dahin gestellt). Bei einem Bürogebäude bei 5-10 Cent. Und auf der grünen Wiese bei ca. 3 Cent.
Wo liegt gerade der Strompreis je kWh?
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+7 # Clavius1970 2021-05-09 11:05
Das haben Sie aber sehr schön auf den Punkt gebracht. Die Leute die sich einfach eine PV-Anlage auf das Dach gebaut haben waren auf Profit aus und sonst nichts. Meist sind das die Grünenwähler von heute. Da gibt es dann nach der BT-Wahl noch eine Wärmepumpenanlage fast kostenlos obendrauf.

Die Privathäuser sind aber nicht das Problem. Zum Beispiel bauten unsere hochsubventionierten Landwirte bis in die letzten Dörfer riesige Maschinenhallen und finanzierten sie durch den Betrieb von PV-Anlagen auf den Dächern. Und das in Dörfern deren größter Verbraucher die elektrische Kirchenbankheizung ist. Den Netzausbau für die Dörfer finanzieren dann über die EEG-Umlage die kleinen Leute. Nur ein Beispiel.

Die Energiewende nach deutschem Muster ist eine staatliche Umverteilung von unten nach oben, nicht durch Steuern, sondern ganz subtil durch Abgaben. Unsere großartige Klimakanzlerin musste dann auch noch den Energiekonzernen Milliarden für die frühzeitige Abschaltung von Atomkraftwerken hinterherwerfen.
Das kommt davon, wenn man 16 Jahre sein Fähnchen nach dem Wind hängt und sich von Lobbyisten am Nasenring durch die politische Arena ziehen lässt.

Wenn das Alles so wunderbar ist, warum gibt es jetzt Probleme mit der Einspeisung von PV-Strom aus Altanlagen mit abgeschlossener, 20-jähriger Umverteilungsorgie.

Es soll sogar Bestrebungen geben für die Altanlagen die Einspeisung nicht mehr zu ermöglichen. Da braucht es sicher wieder Legionen von Beratern für unsere Bundesminister und Energiewendejonglierer um aus dieser Nummer wieder raus zu kommen-

Wenn es nur noch eine marktgerechte Einspeisungsvergütung gibt sind die Anlagen nicht mehr wirtschaftlich weiter zu betreiben. Beim ersten Invertercrash ist Schluss mit lustig.

Seit 25 Jahren betreibe ich eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung. Damals wurde ich von Bekannten angesprochen, warum ich diese Investition tätigte, die beim damaligen Heizölpreis von 30 Pfennig doch absolut unwirtschaftlch ist.

10 Jahre später hatten die gleichen, vorher um mein finanzielles Wohlergehen besorgten Bekannten, sich dann die Dächer mit PV-Anlagen vollgepflastert,

Dös wor haldd a Gschäffd.
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+2 # Bamberger 2021-05-10 10:37
Interessant. Macht man etwas weil es sich rechnet, ist man nur auf Profit aus. Macht man etwas, das sich nicht rechnet, ist man Ideologe.

Es gibt keine Probleme mit der Einspeisung bei Anlage die älter als 20 Jahre sind. Die Besitzer bekommen nur eben keine Einspeisevergütung mehr, sondern den Marktpreis. Dass der sehr niedrig ist, zeigt doch nur wie günstig PV-Strom ist. Viele Altanlagenbesitzer werden dann ebenso den Strom hauptsächlich für den Eigenverbrauch nutzen. Mit Elektroautos wird das Ganze dann nochmal interessanter. Eine vollständig abgeschriebene Anlage, die Strom zum Eigenverbrauch quasi zum Nulltarif liefert. Das nenne ich doch mal wirtschaftlich sinnvoll.

Wenn man natürlich Ideologe ist, und grundsätzlich alles ökologisch Sinnvolle ablehnt, wird man auch daran etwas auszusetzen haben.
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+17 # Clavius1970 2021-05-08 10:00
„Stammtischgewaaf“ hört sich, genauso wie "alte wei(ß)se Männer", für mich nach grünem Lifestyle-Rassismus an. Toleranz und Weltoffenheit predigen und selbst Ökodiffamierung betreiben, sollte man lassen.
Wenn die Grünen ihre phantastischen Vorstellungen vom Klimaschutz mit Energiewende und Mobilitätsumbau in der praktischen Umsetzung mal konkretisieren könnten, wären sie sogar für mich wählbar und würden das Land bestimmt gut regieren. Stellt man aber konkrete Fragen kommt nicht mal heiße Luft sondern man versteckt sich hinter ideologisch verblendeten Verbots- und Gebotsorgien.
Nur ökonomisch sinnvolle Ökologie, die uns weltweit, durch volkswirtschaftliche Stärke weiterhin Einfluss sichert, wird den Klimaschutz global voranbringen. Dazu gehören natürlich auch die Einpreisung von Folgeschäden etc. und reale Betrachtungsweisen.
Ich halte die Photovoltaikpflicht, natürlich mit Förderung, bei Gewerbebauten für durchaus sinnvoll. Leider kommt sie etwa 15 Jahre zu spät. Der Eigenstromverbrauch ist, bei meist tagsüber genutzten Firmengebäuden, um einiges höher als bei den nach Gießkannenprinzip, sinnlos geförderten Wohnhausanlagen.
Vielleicht sollte man es fachkundig mal mit Argumenten bei Fa. Brose versuchen. Argumente wären der hohe Eigenstromanteil und der Betrieb von Mitarbeiterladestationen für Elektromobilität. Durch finanzielle Staffelung bei den Ladepreisen für Mitarbeiter, könnte wahrscheinlich sogar ein fast vollkommener Eigenstromverbrauch erreicht werden.
Bei „per ordre de mufti“ werden sonst innovative Unternehmer eher störrisch, auch weil sie intelligent genug sind, volkswirtschaftliche Mängel zu erkennen. Unternehmer vom Schlage eines Michael Stoschek haben ein feines Näschen für argumentarme Ideologie.
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-5 # Georg Weber 2021-05-09 07:25
@ Jojo
Aufgrund dieses Artikels von einer "Verbotspartei" zu sprechen, erschließt sich mir wirklich nicht! Zudem: Was, bitteschön, ist denn so verwerflich daran, wenn für Umwelt- und Klimaschutz etwas Sinnvolles und Nachhaltiges gefordert wird!
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