WIRTSCHAFT - GEWERBE

Bosch-Standort mit Zukunft

Am ZOB arbeitet die zukunftsweisende Brennstoffzellen-Technologie im Echtbetrieb. Die zukünftige Ausrichtung der Firma Bosch auf den Wasserstoffbereich hat Auswirkungen auf das Werk Bamberg.

Gute Nachrichten für Bamberg

Im März dieses Jahres wurde am Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) eine stationäre Brennstoffzelle installiert. Sie zeigt, wie eine dezentrale, klimafreundliche Energieversorgung der Zukunft aussehen kann. Die zwei Meter hohe kühlschrankgroße Anlage erzeugt rund 10 Kilowatt Strom, mit dem der Strombedarf von mehr als 20 Vier-Personen-Haushalten im Stadtquartier um den Busbahnhof gedeckt werden kann. Das Kleinkraftwerk ist ein Ergebnis enger Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken Bamberg und der Firma Bosch.

Die zukünftige Ausrichtung der Firma Bosch auf den Wasserstoffbereich und dem Einsatz der Brennstoffzelle hat auch Auswirkungen auf das Werk Bamberg. Laut einer Mitteilung des städt. Presseamtes traf sich dazu kürzlich Oberbürgermeister Andreas Starke mit Dr. Volker Wetekam, dem Leiter Konzernstrategie und Geschäftsentwicklung der Robert Bosch GmbH, und Dr. Martin Schultz, Werkleiter in Bamberg. Anlass war die zukünftige Ausrichtung der Firma Bosch im Wasserstoffbereich und die Auswirkungen auf das Werk Bamberg. „Wenn wichtige Teile der mobilen und der stationären Brennstoffzelle in Bamberg entwickelt und gefertigt werden, dann sind das sehr gute Nachrichten für unsere Stadt“, erklärte der OB vor den Teilnehmern. “Die enge Zusammenarbeit zwischen Bosch und den Stadtwerken ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft.“

Bayern fördert Wasserstoff-Programm mit insgesamt einer Milliarde Euro

In der Pressemitteilung wird darauf hingewiesen, dass für den weiteren Erfolg der stationären Brennstoffzelle Bosch nun auch auf die Unterstützung von Bund und Ländern bauen kann. „In Bayern ist im Rahmen des IPCEI-Wasserstoff-Programms eine Förderung von insgesamt einer Milliarde Euro vorgesehen. Bosch ist eines der sechs ausgewählten Unternehmen, die hier für die Industrialisierung der stationären Brennstoffzelle eine Förderung erhalten“, so Dr. Martin Schultz. „Die Förderung kommt auch dem Standort Bamberg sowie der Region Oberfranken zu Gute und sichert die weitere Entwicklung der Wasserstofftechnologie“, sagt Dr. Volker Wetekam im Rathaus.
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Kommentare   
+7 # Bamberger 2021-07-12 12:46
Ich frage mich, wann man endlich mal mit dieser Haushaltsrechenmethode aufhört.
Ja, wenn man die Summe der erzeugten Kilowattstunden (Arbeit) auf ein Jahr betrachtet, kann man damit 20 Vierpersonenhaushalte versorgen.
Aber die Arbeit ist nur eine Betrachtungsweise und nützt einem nichts, wenn die 20 Haushalte alle Sonntag Vormittag den Ofen für den Sonntagsbraten an machen. So ein Ofen braucht gerne 2-3 kW. Man merkt, da kommt man schnell mit den 10kW an seine Grenzen und die Brennstoffzelle reicht gerade mal für 4 Sonntagsbraten gleichzeitig. Wichtig ist nämlich vor allem die Leistung bei Spitzenlasten.

Ich verstehe durchaus, dass man den Leuten, die in Physik lieber aus dem Fenster geschaut haben als dem Lehrer zugehört, anschaulich darstellen will, wie toll so eine Brennstoffzelle ist. Aber wenn man komplexe Dinge stark vereinfacht, schafft man damit nicht mehr Information sondern Halbwahrheiten, die sich ausbreiten.

Was nicht heißen soll, dass Brennstoffzellen, gerade für die Grundlast, ein wichtiger Baustein sein können um die Energiewende zu stemmen.
Aber 1000 solche Brennstoffzellen in Bamberg würden bei weitem nicht reichen um die 80.000 Einwohner zu jeder Uhrzeit mit Strom zu versorgen.
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+6 # CFRA2 2021-07-12 16:14
Der "Kobold" erzeugt halt dann den Strom!
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+3 # Clavius1970 2021-07-12 18:01
Wird im Netz gespeichert. :-)
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