STADTENTWICKLUNG - GEWERBE

»Da ist viel Positives dabei«

Neues Leben in vorwiegend alten Mauern. Das Fachmarktzentrum am Laubanger (gegenüber OBI ) steht seit geraumer Zeit weitgehend leer. Neue Fachmärkte sollen entstehen.

»Zu aufgeregt«, wirkt »unordentlich«

Der Niedergang des - noch gar nicht so alten - Fachmarktzentrums am (Bamberger) Laubanger nahe der Stadtgrenze zu Hallstadt ist augenscheinlich. Die Anlage entspricht nicht mehr den heutigen und zukünftigen Anforderungen an einen modernen Einzelhandelsstandort. Zur Wieder-Nutzbarmachung des weitgehend leerstehenden Bestandes und um neue Perspektiven für zukünftige Nutzer aufzuzeigen, will der Eigentümer und Vorhabenträger, die FIM Immobilien Holding Alpha GmbH (Luitpoldstraße, Bamberg), den voll erschlossenen Einzelhandelsstandort im Bamberger Norden neu beleben.
Der mit der Planung beauftragte Architekt, Matthias Bornhofen, erläuterte in der Sitzung des städt. Bausenats am 7.7.21 das Vorhaben. Bornhofen stellte zunächst die Schwachpunkte der bestehenden Anlage heraus: Der Baukörper ist »zu aufgeregt«, wirkt »unordentlich«, die »Schaufenster sind von Kfz-Parkplätzen verstellt«. Die Attraktivität sei nach hinten immer schwächer. Als Verbesserungsmaßnahmen nannte Bornhofen: teilweiser Abriss, Parkplätze an anderer Stelle, fußläufige Erreichbarkeit erleichtern, Fahrrad-Abstellmöglichkeiten, die Fassaden mit vertikalen Aluminiumelementen verkleiden.

»Es kann dort nur besser werden«

Verbesserungen will der Architekt erreichen durch die Zurücknahme eines Teilabschnittes der südwestlichen Fassade, wodurch der Gebäudekomplex eine neue, homogene Erscheinung erhält. Zugleich werde durch die Neu-Anlage von Fahrrad-Stellplätzen (auch Lastenräder) auf eine Veränderung des Mobilitätsverhaltens gesetzt. Der übrige, überwiegende Teil der Anlage bleibt in seiner Kubatur unverändert.
Flächen der Dachlandschaft, die nicht als Parkierungsanlagen oder für notwendige technische Aufbauten genutzt werden, würden extensiv begrünt, bzw. zur Nutzung erneuerbarer Energien (PV-Anlagen) vorgehalten. > Bilder r.

In der Debatte trafen die Vorstellungen des Architekten überwiegend auf Zustimmung. »Da ist viel Positives dabei«, meinte Grünen-Sprecher Christian Hader. »Was uns aber nicht gefällt, ist die mangelnde Flächeneffizienz«. Etwa weil ein Drittel der Fläche von ebenerdigen Parkplätze eingenommen werde. Seine Fraktion plädiere für mehrere Geschosse. Dr. Franz-Wilhelm Heller meinte: »Es kann dort nur besser werden.« Rein baurechtlich gesehen, könne man aber nur die »Kriterien des geltenden Bebauungsplans auffrischen«. Gravierende Änderungen können nicht einfach verlangt werden. Ihm stimmte Heinz Kuntke (SPD) zu. Dieser sagte: »Änderungen stehen nicht in unserer Macht. Wir sind an die Realität gebunden!«
Die entsprechenden Beschlussanträge wurden gegen vier Stimmen (Grüne und Linke) angenommen.
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13.7.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto); Arch.-Büro Bornhofen. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+9 # Ostler 2021-07-13 10:48
Vorschlag
Wie wäre es mit bezahlbaren Mieten?
Und mindestens 50 Lastenfahrräder Parkplätzen ! :-)
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-3 # Bamberger 2021-07-13 13:10
Bamberg braucht soooo dringend mehr Gewerbeflächen. So, so, so dringend. Jetzt sofort!
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+12 # Bergradfahrer 2021-07-13 15:26
Hoffentlich kommen da noch wenigstens zwei Bubbletea- und Shishaläden rein.
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+11 # supi 2021-07-13 14:36
was die diskussion wegen fehlender gewerbeflächen anbelangt, scheint mir mehr dass flächen schon vorhanden sind, nur es fehlt am gewerbe
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+4 # Bamberger 2021-07-13 19:13
Man hätte ohne Weiteres dort Zwei- oder gar Dreigeschossig bauen, wenn der Bedarf nach Gewerbeflächen so gigantisch ist. Man hätte den riesigen Parkplatz mit Hilfe von Parkplatten besser nutzen können. Wenn das der Lackmustest ist was mit Gewerbeflächen auf der Muna passieren wird, dann gute Nacht Marie.
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+9 # Patrickus 2021-07-13 22:47
Lieber Bamberger, ihnen merkt man immer wieder an, dass sie zum grünen Lager gehören. In dem Artikel wird doch ganz deutlich, dass man zwar Wunschträume haben kann, der Bauherr aber auf einen rechtskräftigen Bebauungsplan bestehen kann. Wie wird der Herr Kuntke zitiert: »Änderungen stehen nicht in unserer Macht. Wir sind an die Realität gebunden!« Heißt: Wunschträume sind in diesem Fall Fehl am Platz!
In einem Rechtsstaat muss sich der Eigentümer=Bauherr auf rechtskräftige Beschlüsse verlassen können. Auch wenn diese vor 20 oder mehr Jahren gefasst wurden.
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+9 # Eisenbahner 2021-07-14 09:54
Man darf auch nicht vergessen, daß als dieses Fachmarktzentrum gebaut wurde, das Atrium noch bestand. Ich kann mich noch an damalige Diskussionen erinnern, in denen es darum ging weder die Innenstadt noch das Atrium zu schädigen, um nicht all zuviel Kaufkraft abzuziehen.
Das wissen natürlich viele, die für „Die jungen frischen Grünen“ im Stadtrat sitzen nicht, da sie damals wahrscheinlich noch in der Grundschule saßen, oder, schlimmer, gar nicht in Bamberg wohnten!
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-2 # Bamberger 2021-07-14 11:55
Lieber Patrickus,
sie werden mir Zustimmen, dass ein Bauherr, der die dreifache Fläche an Gewerbeflächen vermieten/verkaufen kann, das ohne auch nur einmal drüber nachzudenken tun wird, sofern er kann.
Also frage ich mich: Wenn so viel Gewerbeflächen gebraucht werden in Bamberg. Wieso schlägt der Bauherr diesen Reibach aus? Wenn er denn an den Stadtrat heran tritt und sagt: "Ich würde gerne die bestehenden Gebäude aufstocken", wer sollte etwas dagegen haben den Bebauungsplan zu ändern?
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+4 # Bernd 2021-07-14 23:14
Da haut jemand gleich mehrere Themen durcheinander. Glauben Sie wirklich, der Bauherr und sein Architekt haben sich vorher keine Gedanken gemacht. Allerdings auf der Basis der Rechtssituation. Von der sie offensichtlich keine Ahnung haben. Gottseidank können Grüne und Linke nicht einfach geltendes Recht nach ihrem Gusto missachten.
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+8 # Hartman FMJ 2021-07-13 17:35
Hmm...
Wenn der ganze Komplex noch nicht soooo alt ist, warum genügt er den jetzigen Anforderungen auf einmal nicht mehr?
Wäre gut gewesen, beim Bau und vorher in der Planung in die Zukunft zu sehen, und evtl. auf Multifunktionalität zu setzten, anstatt rumzuheulen.
Kein Geschäft, keine Firma, kein Gewerbe bleibt für ewig an einem Platz. ( Ausser richtig große wie Bosch usw. und selbst da kann man sich nicht mehr sicher sein)
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+5 # supi 2021-07-15 16:45
»Da ist viel Positives dabei«
also da beginnt man den artikel zu lesen und ob dessen was dort ausgeführt wird, macht sich in anbetracht der schlimmen derzeit herrschenden gesamtumstände wirklich eine positive grundstimmung breit. ja es geht voran, es geht aufwärts. und dann der tiefschlag im lerzten absatz, da taucht er auf der name, verbunden mit viel negativem und verboten vor ort, der die ganze positive grundstimmung mit 5 buchstaben kaputt macht, ja HADER steht da, aber gott sei dank hat ja die stadt bamberg ne anlaufstelle für RADikalisierung eingerichtet, wohin man sich wenden kann.
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