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  STÄDTISCHE  GMBH    

Leiter des Schlachthofes geht

Der seit 2020 tätige Geschäftsführer Jan Werle-Emler verlässt den Betrieb. “Seine strategischen Vorstellungen hätten sich nicht verwirklichen lassen”. Das operative Geschäft ist sichergestellt.

Die “derzeitigen Rahmenbedingungen” sind das Problem

Bei der Schlachthof Bamberg GmbH kommt es zu einem Wechsel in der Geschäftsleitung. Dies teilt das Presseamt der Stadt Bamberg mit. am Donnerstag mit. Geschäftsführer Jan Werle-Emler stellt seine Position auf eigenen Wunsch zur Verfügung. Den Posten übernimmt interimsweise Prokurist Julian Schulz. Den reibungslosen Ablauf des operativen Geschäfts garantiert weiterhin der Betriebsleiter Marcellus Sohr, heißt es in der Presseinformation.
Jan Werle-Emler sei zu der Erkenntnis gekommen, „dass sich seine strategischen Vorstellungen für den Schlachthof Bamberg unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht verwirklichen lassen.“ Weiterhin sollen persönliche Gründe für seinen Rückzug eine Rolle spielen. Nach zweijähriger Tätigkeit endet seine Beschäftigung zum 31. Mai 2022 im beiderseitigen Einvernehmen, so das Presseamt.
Laut Oberbürgermeister Andreas Starke wurden bereits die Mitglieder des Aufsichtsrats zu einer Sondersitzung eingeladen, die in der nächsten Woche stattfinden soll. Dort sollen weitere Schritte beraten und beschlossen werden. Der Schlachthof Bamberg ist seit 1. Juli 2020 eine eigenständige GmbH und hundertprozentige Tochter der Stadt Bamberg. Soweit die PM des Presseamtes.

Welche “Rahmenbedingungen” sind die Gründe für den Abgang?

Der Bamberger Schlachthof hat in den vergangenen zwei Jahren mehrmals für Aufmerksamkeit gesorgt. Thema war die zum Jahresbeginn 2021 beabsichtigte Privatisierung des bislang städtischen Schlachthofs. Dabei sollen Überlegungen zum zukünftigen Wirken der Tönnies-Gruppe eine Rolle gespielt haben. Die Privatisierung wurde bekannterweise vollzogen und seitdem gibt es wie in anderen ehem. Eigenbetrieben der Stadt Bamberg einen Aufsichtsrat, der die Geschicke des Betriebs in stets nichtöffentlichen Sitzungen bekleidet. Viel Aufmerksamkeit erregte Anfang Februar 2022 die an die Presse durchgestochene Meldung, dass “der Preis für Tönnies pro Schwein bei acht bis zwölf € liegen soll, während die hiesigen Metzger rd. 26 € pro Tier berappen müssen”. > webzet-Bablog “Mit Großkunden Geld verdienen” v. 4.2.22
Dabei steht In der Gründungsakte der Schlachthof GmbH ganz vorne: die regionalen Metzger stärken, regionale Nahrungsketten erhalten, die regionalen Warenströme sichern. Naja! Wie sich die Preisfrage weiterentwickelt hat, davon war nichts mehr zu hören. Solche “Hindernisse” können aber durchaus ein Grund sein, um - wie in der städt. PM verlautet - zur “Erkenntnis zu kommen, dass sich “strategische Vorstellungen für den Schlachthof Bamberg unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht verwirklichen lassen.“
Was das bedeutet, ist nur schwer zu erfahren, weil - wie bekannt - die Mitglieder eines Aufsichtsrates sich hinter dem GmbH-Recht verstecken können, auch wenn sie gewählte Mitglieder des Stadtrates sind.
ANMERKUNG: Die aktuelle Tätigkeit von Werle-Emler (Soest) wird im Internet bis vor kurzem wie folgt beschreiben: Geschäftsführer - Schlachthof Bamberg GmbH, Geschäftsführer - WEEM Beteiligungsgesellschaft UG, Geschäftsführer - WEEM Verwaltung GmbH, Geschäftsführer (K) - WEEM Unternehmensberatung GmbH & Co. KG. 

> Lies heute (14.5.) im FT einen tiefergehenden Bericht über die mgl. Zukunft des Schlachthofes!

Geschrieben: PA Stdt Bbg-mdwvBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto);  Webzet unter www.freie-webzet.de aufrufen und speichern!  >  STARTSEITE

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