29.11. SMARTCITY BAMBERG ??
Seit sieben Wochen ist die Internet- und Telefonverbindung der WebZ unterbrochen. Für den betroffenen Leitungsbschnitt ist die Deutsche Telekom verantwortlich. Vor zwei Wochen wurde unter einem Gehweg ein Kabel freigelegt - seitdem ruht die Baustelle. Die StW Bamberg als Anbieter haben eine provisorische Internetverbindung aufgebaut, durch die eine eingeschränkte Herstellung der WebZ möglich ist. Gegen die Telekom wird Schadenersatz geltend gemacht. Die WebZ ist nicht als einziger Anschluss betroffen. 

 

   STADTENTWICKLUNG

Braucht es in Bamberg mehr Luxushotels?

Der Tourismus ist für Bamberg wichtig. Das wird kaum bestritten. Infrage steht, wie sich Tourismus mit der alten Stadt und ihren Einwohnern verträgt. Ein Gutachten soll Antworten geben.

Hotel-Entwicklungs­konzept als Entscheidungshilfe und Informationsgrundlage

Anfang 2019 wurde auf Anregung des Stadtrates die Erstellung eines neuen Hotel-Entwicklungs­konzeptes (HE-Konzept) durch die Verwaltung beauftragt. Das bestehende HE-Konzept stammt bereits aus dem Jahr 2009 und entspricht daher - aus Sicht der Verwaltung - nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten und Erfordernissen. In der Debatte des Stadtrats meinte man eher, keine neuen Erkenntnisse gewonnen zu haben.
Das neue HE-Konzept behandelt u.a. folgende Aspekte:
- Markt- und Wettbewerbsanalyse des Gastgewerbes, des Tagungsangebots sowie von „Aufenthalt auf Zeit“-Angeboten
- Aussagen zum „Overtourismus“ in der Stadt
- Einschätzung zum Hotelbedarf
- Potenzielle, stadtverträgliche Standorte für neue Hotels

Das HE-Konzept soll sowohl als Entscheidungshilfe bei Anfragen an die Stadtverwaltung und für die Politik dienen, als auch Informationsgrundlage für Verwaltung, Politik, Akteuren im Gastgewerbe und Investoren sein.
In der Vollsitzung des Stadtrates am 23.11.22 stellte Heiko Rainer von dwif-Consulting GmbH die wesentlichen Ergebnisse des HE-Konzeptes vor.

Bamberg ist vergleichsweise teuer

Real zu beobachtende Tatsachen sind die mittlerweile geschätzt rd. acht Mio Tagestouristen in Bamberg. Die daraus folgende - bisweilen massive - Kritik am Flusskreuzfahrern und der Wunsch auf mehr Übernachtungsgäste und Qualitätstourismus. Wie schon in jeder Debatte zum Thema stellte sich auch jetzt wieder die Frage, wie der Tourismus entwickelt werden kann, ohne die Stadt und ihre Einwohner über Gebühr zu belasten. Weniger als früher stand der „Overtourism“ zur Diskussion, immer mehr scheint es um Umsatzzahlen etc. zu gehen. Scheinbar ganz vergessen ist die Frage, ob der Charakter der tausendjährigen Stadt mit dem Stolz auf ihre Geschichte einerseits und einer besonderen “Brotzeitkultur” andererseits zusehends verschwindet. Fast selbstverständlich scheint es genommen zu werden, dass die oft proppenvolle Innenstadt wohl weniger von Einheimischen besucht wird, als von Gästen verschiedener Provenienz.
Der Gutachter gab eine Analyse der Bamberger Hotelbetriebe, in denen Drei-Sterne-Häuser dominieren. Bamberg sei auffällig teurer geworden, mit Durchschnittspreisen von 90 bis 176 € pro Zimmer sei man deutlich über dem bundesdeutschen Schnitt. Heiko Rainer machte aber klar, dass es nicht die jetzt 3800 Hotelbetten seien, die das Gefühl von „Overtourism“ bewirken würden. Für Bamberg könne es Nachfrage nach weiteren Angeboten im “gehobenen Segment” geben. Zwingend mehr Hotels brauche man in Bamberg aber nicht.

In der Stadtratsdebatte gab es dann kaum Neues. Vera Mamerow (Grünes Bamberg) sprach von einem »Gefühl der Sättigung« und schob das Thema in die Fachsenate. Keinen Bedarf für eine weitere Behandlung des Gutachtens sah Peter Neller (CSU). »Wir können es herbeiziehen, wenn ein neues Hotelprojekt ansteht«. Heinz Kuntke (SPD) setzte sich für einen weiteren Ausbau des Qualitätstourismus ein. Klaus Stieringer plädierte dafür, die »Nachfrage zu bedienen«. Der »florierende Wirtschaftssektor Tourismus« trage dazu bei, »die Stadt funktionstüchtig zu halten«.

Geschrieben: PM SwWB-mdwvBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto); 

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gablmann
In der Hotelbedarfsanalyse von 2009 wurden die damals fehlenden Betten deutlich gemacht. Inzwischen ist der Bedarf gedeckt und dabei sollte es auch bleiben!
Bitte nicht noch mehr, mir reichts.
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Bewertungsbilanz 27.11.22: 8+/1-

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Grunling
Vorschlag: Das Karstadt-Haus zumachen, ein Luxushotel reinbauen, einen Hubschrauber-Landeplatz aufs Dach, den Autoverkehr aussperren, die Tiefgarage schließen, auf dem Maxplatz Bäume pflanzen u.n.m.
Die Zeche soll der Bund zahlen.
Oh, wie schön ist Pamberg!
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Bewertungsbilanz 27.11.22: +14/2-

12
der wechselbalg
pferderennbahn vergessen
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Bewertungsbilanz 27.11.22: 8+/1-

7
KarlOs
ES geht halt nur noch darum Geld zu machen. Die ehemals liebenswerte Stadt Bamberg ist nur noch Kulisse.
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Bewertungsbilanz 27.11.22: +26/0-

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