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     EINZELHANDEL

Karstadt Bamberg bleibt gefährdet

Keine so gute Weihnachtsnachricht. Das Bamberger Warenhaus sollte unter den 47 Filialen von Galeria-Karstadt-Kaufhof sein, die der Onlinehändler “buero.de” übernehmen wollte. Tut er aber nicht.

Filialen in sechs fränkischen Städten vom möglichen Aus betroffen

Über verschiedene Medien wurde die Nachricht verbreitet, die zahlreiche Städte betrifft. Die mögliche Schließung von Galeria-Karstadt-Kaufhof (GKK)-Filialen droht auch sechs Städten in Franken: Bamberg, Coburg, Bayreuth, Schweinfurt, Aschaffenburg und Erlangen. Durch die Nachricht, dass der potenzielle Investor, der Detmolder Onlinehändler "buero.de", sein Übernahmeangebot für 47 der bundesweit 131 Filialen zurückgenommen hat, ist nun wieder unklar, wie es in den von einer möglichen Schließung betroffenen Filialen weitergeht.

Die Beschäftigten sind der größte Schatz des Unternehmens

Anlass für die neuen Turbulenzen sollen Pläne des Noch-Konzerns GKK sein, aktuell bis zu 90 der 131 Warenhäuser zu schließen. Daraufhin soll der Chef von Buero.de, Markus Schön, seinen Rückzug u.a damit begründen, dass durch die Schließungen zu viel qualifiziertes Personal verloren gehen würde. Dies sei nur schwer zu ersetzen und unverzichtbar für den neuen Zweck. Markus Schön wird zitiert: „Wir haben immer gesagt, die Beschäftigten sind für uns der größte Schatz des Unternehmens. Ohne diese qualifizierten Kräfte sind wir nicht mehr von den Erfolgschancen einer Übernahme überzeugt.“ Die entlassenen Mitarbeiter würden sich andere Arbeitsplätze suchen und schwer zurückzugewinnen sein. 
Jetzt muss Galeria Karstadt Kaufhof offenbar auf einen neuen Retter hoffen. Auch für Karstadt Bamberg bleibt die Lage unsicher.

Geschrieben:  -mdwvBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto); 

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Baba Yaga
Um das Geschäftsmodell tut es mir nicht leid. Tiefgarage einstampfen. Maxplatz entsiegeln und begrünen. Ganzflächig.
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Bewertungsbilanz 31.12.22: +5/ 18-

-22
lenny
Dem Wechselbalg kann ich aus Erfahrung nur zustimmen.

Erinnert sich jemand an die Fusion mit Quelle.

Das Karstadt Management übernahm die Leitung, kurz darauf wurde gejammert und der Staat um finanzielle Hilfe gebeten. Stück für Stück wurde die Quelle zerlegt und veräußert und der Rest in die Insolvenz geschoben und zur Leichenfledderei.

Quelle stand damals gar nicht so schlecht da, aber Karstadt schon. Die Fusion habe ich nie verstanden, bis meine Exfreundin selbst vor ihrer Kündigung stand und sie war da kein kleines Tier.

Der Konzern ist nur noch eine Subventionsschlampe, bis die letzte Immobilie gewinnbringend für jeden Manager der da mal waltete abgestoßen wurde.

Es geht seit Jahren nicht um die Arbeitsplätze, das machen dann die Subventionen. Aber die Kommunalpolitiker lassen sich alle samt vorführen, weil keiner auf den "Innenstadtmagneten" verzichten will, denn keiner hat eine Lösung wie diese Lücke zu füllen wäre.

Unzählige umgebaute Kaufhäuser die zu Einkaufszentren umgemodelt wurden gibt es schon, die fast alle leer stehen.
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Bewertungsbilanz 31.12.22: +15 / 1-

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gablmann
Herrmann Tietz würde sich im Grab rumdrehen...
Vielleicht hat Wechselbalg gar nicht unrecht. Die Immobilie mitten in der Stadt samt eigener Tiefgarage ist bestimmt gewinnbringend umzunutzen.
Vielleicht hat ja auch die Uni interesse. Die belegt doch eh schon die halbe Stadt und kauft sogar alte Schwimmbäder...cry
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Bewertungsbilanz 29.12.22: +10 / 1-

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Peter
Woher stammt eigentlich die Schließungsliste? Das Unternehmen hat sich ja noch gar nicht dazu geäußert. Da heißt es, es ist auch eine Frage, ob sich ein Vermieter an den Umbaukosten beteiligt. Ansonsten hört man da wenig. Meinem Kenntnisstand nach hat Herr Schön von buero de mit irgendwelchen Filialen jongliert, obwohl keiner weiß, ob sie überhaupt auf der Schließungsliste stehen.

Antw. WeBZ. Die "Schließungsliste" wird in der Tat nebulös behandelt. Das steht halt überall so geschrieben... Es entspricht realem Geschäftsgebaren.
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Bewertungsbilanz 29.12.22: +5/ 0-

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Bamberger
Kaufhof ist insolvent.
Diese Liste entstammt der Idee von Schön gewisse Filialen zu übernehmen. Daher gab es diese Liste. Der Insolvenzverwalter macht zu Geld was er los bekommt. Im Grunde ist jede Filiale, die nicht gewinnbringend agiert akut von der Schließung bedroht. Denn eine Prognose zum Weiterbetrieb ist negativ. Die Immobilien sind i.d.R. nicht in der Insolvenzmasse, sondern nur von Kaufhof gemietet.

Spannend wird sein, wie lange der Insolvenzverwalter die Bälle noch in der Luft halten kann. Die Gläubiger werden eher früher als später eine Lösung sehen wollen. Jetzt wo Schön abgesprungen ist, ist die Prognose für Bamberg noch dunkler geworden.

Allerdings muss man so ehrlich sein und sagen: Das Geschäftsmodell ist gestorben und zwar schon vor 20 Jahr. Schließen. Umbau zu einem Mall-Konzept mit vielen kleineren Läden und Neustart, wäre das Beste für Bamberg.
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Bewertungsbilanz 04.01.23: +6 / 1-

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der wechselbalg
karstadt bamberg bleibt nicht gefährdet, der ist schon platt, nur keiner hat es gemerkt oder will es wahrhaben. bei karstadt geht es nicht um die sanieirung, sondern um die immobilien und sonst nichts.
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Bewertungsbilanz 29.12.22: +13 / 1-

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Landkreisbewohner
Richtig, es geht nur um die Immobilien, sonst nichts.
Siehe auch Stadt Hof, was da mit Galaria Kaufhof-Filiale passiert ist. Das letzte große Verkaufshaus auch noch der Innenstadt geraubt...

Oder noch besser, diesen Film ansehen, das trifft den Nagel auf den Kopf, sehr guter Film:
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_König_von_Köln
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Bewertungsbilanz 06.01.23: +1 / 0-


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