Auf einen guten Tag

                                    

An sich ist Müßiggang durchaus nicht eine Wurzel allen Übels, sondern im Gegenteil ein geradezu göttliches Leben, solange man sich nicht langweilt.

Søren Kierkegaard

 

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Neema mä di Rolldräbbm oddä dän Aufdsuuch?
Aufdsuuch = AufzugNehmen wir die Rolltreppe oder den Aufzug?
In dänn Aufdsuuch braugsd ned naufm Obäbörchämasda! = In dieser Kleidung brauchst du nicht beim Oberbürgermeister vorstellig werden!
-
Doo hom mä dä wos aufgädsoong!
aufdsieng = aufziehen, erziehen, hänseln
Da haben wir etwas aufgezogen!
Mid diä wä i andära Seidn aufdsieng. = In deiner Erziehung muss sich einiges ändern.
Dän hom si dä wos aufgädsoong = Den haben sie sehr oft gehänselt.
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„Kommunale Intelligenz!“ Anspruchsvoll. Die Schließung der Sparkassenfiliale am Graf-Stauffenbergplatz stößt neue Entwicklungen an. Ein Bürgerverein ergreift Initiative.

Die Grundversorgung und Dienstleistungen im Stadtteil erhalten

Ursprünglich Protest. Die Schließung der Sparkassenfiliale am Graf-Stauffenberg-Platz hat zu einer Debatte um die Qualität von Daseinsvorsorge durch die öffentliche wie die private Hand geführt. Beim Bürgerverein Bamberg-Mitte (BüV) hat man das zum Anlass genommen, sich Gedanken zu machen, wie eine Verbesserung der Situation aussehen könnte. Dabei war den Akteuren klar, dass die Sparkasse nicht einfach unter Leugnung wirtschaftlicher Realitäten weitermachen konnte wie bisher. „Es hilft niemandem, wenn irgendwann das ganze Unternehmen in Schieflage gerät“, heißt es in einem Bericht der Inselrundschau 2/17, die vom BüV Bbg-Mitte herausgegeben wird. Man fand es aber unbefriedigend, die Filiale komplett zu schließen und damit vor allem denen ein Problem zu verschaffen, die kein Online-Banking machen können oder wollen.
Man knüpfte an Ideen an, die vornehmlich auf dem Land entwickelt worden sind. Die Grundfrage lautet: Wie kann man langfristig Grundversorgung und Dienstleistungen (und somit Lebensqualität) in einem Dorf oder einem Stadtteil erhalten und verbessern?

Was bedeutet „Kommunale Intelligenz“?

Dazu muss zunächst der Bedarf geprüft werden – was wird benötigt, was fehlt? – und wie kann an bestehende Strukturen und deren Nutzbarkeit angeknüpft werden. Am Graf-Stauffenberg-Platz gibt es bereits ein kleines Zentrum mit Lebensmittelmarkt, Apotheke, Arztpraxis und einem Quartiersbüro der Sozialstiftung. Dieses Büro, bisher für Veranstaltungen und Beratungen der Sozialstiftung Bamberg (SSB) genutzt, bietet aus Sicht der Akteure sehr günstige Voraussetzungen zu einer erweiterten Nutzung. „Warum sollte die Sparkasse hier nicht ein eingeschränktes, flexibel handhabbares Angebot zur Verfügung stellen? Es reicht doch aus, wenn sich dieses auf die wichtigsten Dienstleistungen bezieht. Für speziellere und mit mehr Aufwand verbundene Bedürfnisse könnte dann ein gesonderter Termin vereinbart werden oder es wäre ein Besuch der Hauptstelle zumutbar. Auch müsste eine solche Stelle nicht täglich für acht Stunden besetzt sein; es reichen kürzere Zeitfenster, wenn sie zuverlässig eingehalten werden. Die Sparkasse profitiert so von reduzierten Personal- und Mietkosten und pflegt ihre Außenwirkung als innovatives und an den Bedürfnissen der Kundschaft orientiertes Unternehmen.“
Ziel ist, in die Gestaltung und Nutzung eines solchen Zentrums die Anliegen der Betroffenen einzubeziehen. Damit Menschen wieder die Erfahrung machen, selbst Einfluss auf die Qualität ihrer Lebensumgebung zu haben. In der Fachsprache bezeichnet man das als „kommunale Intelligenz“.
Möglich wurde das Konzept, weil der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Stephan Kirchner, ein offenes Ohr für die Idee hatte. Auch bei der SSB zeigte man sich interessiert.
So könnte, angestoßen durch die Filialschließung, eine Lösung entstehen, die gegenüber der alten Situation sogar eine deutliche Verbesserung darstellt.
Der Artikel kann ausführlich in der Inselrundschau nachgelesen werden; er wurde von Prof. Marc Redepenning, Prof. Clemens Renker und Reiner Dietz verfasst.
19.12.17 Bilder: Sozialstiftung Bamberg; Sparkasse Bbg; bundesregierung.de. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+7 #2 hollermöffel 2017-12-19 20:05
Der Kunde ist leider nicht mehr König!
+14 #1 Bürger dieser Stadt 2017-12-19 13:43
Das Prinzip ist nicht anspruchsvoll, sondern schlicht und vernünftig. Es ist nicht angebracht, dem Ganzen einen wissenschaftlichen Anstrich zu verpassen.

Die zentrale Botschaft ist ohnehin eine andere:
Viel zu oft wird, bewusst oder unbewusst, so getan, als ob das Internet selbstverständlich wäre. Das ist aber alles andere als selbstverständlich. Das betrifft einerseits natürlich z.T. ältere Menschen, die diese technische Entwicklung nicht mitmachen können oder - was ich eher vermute - als befremdlich bzw. abschreckend empfinden und deshalb einfach nicht wollen. Darüber hinaus gibt es weitere soziale Schichten, die nie einen Bezug zu EDV und Internet hatten. Diejenigen, die im Bereich der Arbeitsvermittlung / Arbeitsmarktintegration tätig waren, hatten vielleicht schon mal mit solchen Leuten zu tun.

Es wäre schön, wenn auch die Wirtschaft beherzigen würde, daß das Internet eben nicht bei jedem ein Bestandteil des Lebens ist.

Ich selbst brauche keine Bankberatung. Das ist in meinem Fall nicht nur überflüssig, sondern auch lästig. Aber ich bin eben nicht jeder.

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