Brose-Chef Michael Stoschek will wieder mit seinem historischen Amphibienfahrzeug auf die Regnitz - diesmal aber mit Erlaubnis. Die Genehmigung durch die Stadt war diesmal ein Klacks.

Schwimmwagen VW 166, Baujahr 1942/44

2015 musste der mächtige Firmenchef wegen einer nicht genehmigten Spritztour auf der Regnitz während der Sandkerwa noch ein Bußgeld zahlen. In Jahr darauf hat er sich rechtzeitig eine Genehmigung geholt, um mit seinem VW 166, Baujahr 1942/44 auf dem linken Regnitzarm fahren zu dürfen. Die Stadt hatte ihm die Spritztour unter Auflagen erlaubt. Zu den Auflagen zählten, dass der Wagen das Wasser nicht verschmutzt und die Beleuchtung verbessert wurde. Ein erfahrener Mitarbeiter der Wasserwacht musste Stoschek in seinem Amphibienfahrzeug als Lotse begleiten und ihm bei Bedarf beraten. Zudem musste er einen Funktionär des Bayerischen Roten Kreuzes von der einen auf die andere Flussseite befördern. Für die Stadt wurde dadurch ein öffentliches Interesse gerechtfertigt. Ohne diesen formalen Akt wäre eine Genehmigung nicht möglich gewesen, verlautete damals die Stadt Bamberg.
2017 fiel bekanntlich die Sandkerwa aus und damit die Fahrt des neuen Bamberg-Förderers Michael Stoschek.

Keine Kinkerlitzchen so wie 2016

Nun will er es wieder tun - sich mit seinem Amphibienfahrzeug auf der Regnitz dem Publikum zeigen. Offensichtlich weil die Stadt sich nicht mehr mit Kinkerlitzchen wie 2016 offenbaren wollte, soll die Fahrgenehmigung heuer recht leicht gegeben worden sein - ohne besondere Auflagen. Offizielle Begründung: Bei der Sandkerwa handelt es sich um ein besonderes Ereignis. Reicht.
Nur einen Wunsch hat man dem Firmenchef auch heuer nicht erlaubt. Eigentlich wollte der den Deutschen Schwimmwagenverband einladen. Im Konvoi hätte dann die Truppe die Sandkerwa aufsuchen sollen. Daraus wird nichts, weil die städt. Genehmigung nur für ein Fahrzeug gilt.
Den einen gefällt´s, den anderen nicht. Wurscht. Ein Problem kann sich allerdings durch ein Gerücht entwickeln, dass oft zu hören ist: Stoschek bekommt seine Extrawünsche nur erfüllt, weil er beste Kontakte zur „Rathausspitze“ hat und die bisweilen auch ausspielen will. Kein weiterer Kommentar.
22.8.18 Bilder: privat. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare. > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. NEU: Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung > öffne Impressum l. Spalte ganz unten.