Auf einen guten Tag

 

Ein Einzelner hilft nicht, sondern wer sich mit vielen zur rechten Stunde vereinigt.
Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter

 

Ein Missverständnis? Die Kommunikation zwischen Stadtrat und Stadtverwaltung ist oft umfangreich – und vielleicht besonders bei heiklen Sachverhalten leicht missverständlich.

Ergebnisse, die immer auf große Anerkennung gestoßen sind

Die Fraktion der Bamberger Allianz hat sich für ein besonderes Modell der Bürgerbeteiligung stark gemacht. Das sog. Filderstadter Modell gilt als Vorlage für Handlungskonzepte verschiedener Städte. Die Stadt Filderstadt ist eine Kommune mit etwa 45.000 Einwohnern.
Das dortige Bürgerbeteiligungsmodell wurde bereits Anfang der 2000er Jahre entwickelt und ist mittlerweile bundesweit bekannt. Vgl. WeBZET-Bericht v. 19.2.2019 Auf der Basis einer neuen Methodik.
Das Konzept zeichne sich dadurch aus, dass es Repräsentativität beanspruchen darf. Durch das Zufallsprinzip würden mehrere hundert Bürger für eine "Denkfabrik" ausgewählt, von denen sich dann letztlich eine wieder überschaubare, repräsentative Anzahl für die gemeinsame Aufgabe gewinnen ließen. In Filderstadt habe man bisher damit gute Erfolge erzielt, die auch schon in mehreren Fernsehbeiträgen gewürdigt worden seien.
Ein wichtiges Ergebnis dieses Formates sei, dass sich auch sonst die Kommunalpolitk ablehnende Bürgerinnen und Bürger gewinnen ließen und konstruktiv an dem Thema mitarbeiteten. Die OB-Kandidatin der Bamberger Allianz, Ursula Redler, bemerkt dazu: »Am wichtigsten aber ist die Tatsache, dass die Ergebnisse der Filderstadter "Denkfabrik" in der breiten Bevölkerung immer auf große Anerkennung gestoßen sind.«

Nicht ein Modell 1:1 übernehmen, sondern ein eigenes „Bamberger Modell“ entwickeln

Nachdem anfänglich die BA-Stadtratsfraktion den Eindruck gewann, ihr Vorschlage werde ebenso wie manch anderer von der Stadtverwaltung einfach abgeschmettert, zeigt sich die diese doch interessiert. Vielleicht auf ein Missverständnis zurückzuführen ist der Umstand, dass in einer Stellungnahme der Verwaltung (10.07.2019) diese sich grundsätzlich positiv zu der Konzeptidee geäußert hat. In dem Schreiben heißt es: »Nach Auffassung der Verwaltung stellt dieses Konzept einen guten Ansatz für die Ausarbeitung eines künftigen „Bamberger Beteiligungskonzeptes“ dar. Die Entwicklung von Leitlinien für die Erstellung eines solchen Konzeptes und Abstimmung mit den zuständigen Gremien stellt eine der ersten Aufgaben des neuen Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit dar. Die Verwaltung wird zur weiteren Erarbeitung und Umsetzung entsprechender Leitlinien für die Stadt Bamberg weiter berichten.«
Es sei allerdings nicht vorgesehen, ein solches Modell 1:1 zu übernehmen, sondern vielmehr ein „Bamberger Modell“ zu entwickeln. Hierzu werden die Erfahrungen möglichst vieler Städte und Gemeinden mit Beteiligungs- und Partizipationsverfahren, wie beispielsweise der Stadt Heidelberg oder der Stadt Köln, abgefragt bzw. mit in die eigenen Entwicklungs- und Gestaltungsüberlegungen einbezogen. Auch in Filderstadt stand am Beginn des Prozesses die Entwicklung von Leitlinien, wie es auch für Bamberg vorgesehen ist.
Ziel sei die nachhaltige Etablierung einer Beteiligungskultur in der Stadt, um das Vertrauen der Bevölkerung in politische Prozesse, Entscheidungen und die Verwaltungsarbeit zu stärken und, wo es verloren gegangen sein sollte, wieder zu gewinnen.
Konkret soll im Winter 2019/2020 mit der Entwicklung von Leitlinien für eine Bamberger Bürgerbeteiligung begonnen werden.
Aus dem Schreiben der Verwaltung lässt sich schließen, dass tatsächlich ein Bürgerbeteiligungskonzept entwickelt werden könnte, dass helfen kann, die Zukunftsaufgaben der Stadt zu lösen.
11.11.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

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