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Auf einen guten Tag

 

Was dem Einzelnen nicht möglich ist, vermögen viele.
Friedrich Wilhelm Raiffeisen, dt. Sozialreformer

 



 

Konsequent! Nach dem Beschluss, die sog. Bayerleinbilder im Rathaus abzuhängen, wird jetzt darüber nachgedacht, den Fritz-Bayerlein-Weg im Berggebiet umzubenennen.

Die Kritik am Bayerlein-Weg war bisher dem Bilderstreit nachgeordnet

Die rd. 100 Meter lange Sackgasse zweigt kurz vor der Aral-Tankstelle von der Würzburger Straße ab. Viele Häuser und Anwohner gibt es hier nicht. Der Name der kleinen Straße hat auch kaum jemanden gestört. Wer war schon Fritz Bayerlein? Ein Künstler mit zweifelhafter Vorgeschichte – es hat (fast) niemanden gekümmert. Zur Erinnerung: Bayerlein war von Hitler 1939 persönlich zum Professor ernannt worden. Eine Auszeichnung, die offensichtlich noch 25 Jahre später gewirkt hat, denn Bayerlein (1872 bis 1955) hat sich noch zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs als klarer Nazi zu erkennen gegeben. Deswegen wurde er allerdings nicht von vielen Bambergern geschätzt, sondern doch wegen seiner Malerei. Seine Landschafts- und Bamberg-Bilder sind auch heute noch sehr beliebt.
Nachdem die Grün-Rosa-Rote-Mehrheit im Stadtrat die Verbannung der Bilder aus dem Rathaus beschlossen hat, werden die abgehängten Landschaftsgemälde für die Zwischenlagerung im Depot vorbereitet. Zwar soll nach dem Beschluss des Stadtrats irgendwann eine Ausstellung zur Auseinandersetzung mit Bayerlein und seiner Kunst stattfinden. Doch das steht wegen der befürchteten Kosten von bis zu 400.000 € noch in den Sternen. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass der Streit um die Bilder ausgestanden ist.

Die CSU-BA-Fraktion will sich einer „vernünftigen“ Lösung nicht verweigern

Dafür werden jetzt Überlegungen für eine Umbenennung des Fritz-Bayerlein-Wegs angestellt. Auch dazu gibt es eine einschlägige Vergangenheit. Schon in den frühen 1990iger Jahren war ein Antrag zur Umbenennung des Weges gestellt und abgelehnt worden. Die Kritik am Bayerlein-Weg stand dabei immer nachgeordnet hinter dem Bilderstreit im Rathaus. Vergessen oder übersehen war der Weg zwar nicht, aber man wusste, dass zuerst die Debatte über die Bilder geführt werden muss und dann sollte die Umbenennung des Weges kein Problem mehr sein.
Jetzt kann es soweit sein. Denn – wie man hört - würde sich auch die CSU-BA-Fraktion einer „vernünftigen“ Lösung nicht verweigern. Die Fraktion hat sich beim Bilderstreit zwar für die Trennung von Werk und Person eingesetzt, aber bei einem Straßennamen geht es anders als bei den Bildern um die Person. Laut Gemeindeordnung geht es darum, „dass für Straßennamen verdiente Persönlichkeiten der Stadtgesellschaft gesucht werden sollen“. Da kann der NS-Hintergrund von Bayerlein ausschlaggebend sein.
Ein Problem könnte allerdings entstehen, wenn sich die Anwohner gegen eine Umbenennung „ihrer“ Straße wenden würden. Auch, weil eine Veränderung einen Rattenschwanz Bürokratie mit sich bringt.
2.8.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+39 # mireille 2020-08-03 10:34
Also, tut mir echt leid aber ich muss mich wirklich fragen, ob es überhaupt noch Hirn bei gewissen Leuten gibt. Ist den "Oberen" langweilig? Gibt es keine anderen Probleme in Bamberg? Merkt denn keiner von den hochgebildeten Herrschaften, wie lächerlich das ist? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Muss wohl vom Corona kommen....das greift ja bekanntlich das Hirn an!
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-23 # guckindieluft 2020-08-03 13:59
genau... aber das hätten sie uns nicht extra beweisen müssen

es ist eh schon dubios und wohl der CSU-Mehrheit über Jahrzehnte geschuldet, dass die Nazi-Straßen noch nicht geändert wurden.
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+30 # Sapperlot 2020-08-03 13:04
In der Sitzung des Stadtrates am 22.7. hat sich doch tatsächlich so ein der Grün-Roten-Koalition zugehöriger Einzelkämpfer dazu verstiegen, dass jeder der dafür ist, die Bilder hängen zu lassen, für ihn ein "Nazi" ist.
Bamberg, wohin bist du gekommen?

DIE WEBZET HAT ÜBERLEGT, OB SIE IN DIESEM FALL ZENSIEREND EINGREIFEN SOLL. ABER DER BERICHTERSTATTER IN DER SITZUNG HAT SELBST MITBEKOMMEN, DASS EINE SOLCHE ODER SO ÄHNLICHE ÄUßERUNG IM RAHMEN EINER ORDENTLICHEN WORTMELDUNG GEMACHT WORDEN IST. DIE WEBZET HAT DESHALB NICHT BERICHTET, WEIL DER REDNER IHR NICHT BEKANNT WAR. DAS GING AUCH ANDEREN SO. ES DAUERT SEINE ZEIT, BIS DIE VERTRETER DER EINZELNEN SPLITTERGRUPPEN IDENTIFIZIERT WERDEN KÖNNEN.
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+27 # supi 2020-08-03 15:01
nun diese - angebliche - aussage aus der sitzung des stadtrates war in der örtlichen presse nicht zu finden, aber wenn dem doch so sei, dann muss man inzwischen feststellen, dass sich der bamberger bürger bei den wahlen zum stadtrat im märz in grossen teilen eine ganz üble truppe an land gezogen hat
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-9 # guckindieluft 2020-08-04 13:27
und die Behauptung/Anklage können sie tatsächlich beweisen? ;-)

DIE WEBZET HAT ÜBERLEGT, OB SIE IN DIESEM FALL ZENSIEREND EINGREIFEN SOLL. ABER DER BERICHTERSTATTER IN DER SITZUNG HAT SELBST MITBEKOMMEN, DASS EINE SOLCHE ODER SO ÄHNLICHE ÄUßERUNG IM RAHMEN EINER ORDENTLICHEN WORTMELDUNG GEMACHT WORDEN IST. DIE WEBZET HAT DESHALB NICHT BERICHTET, WEIL DER REDNER IHR NICHT BEKANNT WAR. DAS GING AUCH ANDEREN SO. ES DAUERT SEINE ZEIT, BIS DIE VERTRETER DER EINZELNEN SPLITTERGRUPPEN IDENTIFIZIERT WERDEN KÖNNEN.
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+17 # Eisenbahner 2020-08-04 17:04
Muß man nicht beweisen, wenn man kein Realitätsverweigerer ist, dann merkt (las) man das schon!
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+17 # Werner 2020-08-04 17:10
Ohne es zu wissen was im SR tatsächlich gefallen ist, aber es mittlerweile gesellschaftlich anerkannt, dass einjeder, der keine grün-rot-linke Ideologie teilt, als Nazi bezeichnet wird, unabhängig von der Sachlage an sich. Anders herum: man bezeichnet diese Ideologen ja auch nicht als ‚Bolschewiken‘.
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+13 # supi 2020-08-05 16:54
nun wollen wir mal hoffen, dass die/der äusserer/in in überschaubarer zeit nun ermittelt wird, damit die erforderlichen schritte dann in die wege geleitet werden können
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-25 # Bergradfahrer 2020-08-03 14:59
Mei, der Herr Bayerlein war halt ein Nazi, wie viele Millionen Deutsche es waren in der Zeit des Nationalsozialimus. Kein Verbrecher per se, aber auch kein bemerkenswerter Künstler. Was um Himmels Willen gibt es zu diskutieren. Bei Gelegenheit benennt man den Weg mit einem Federstrich um. Solange man Friedrich-Förner-Gasse oder Johann-Georg-II.-Fuchs-Freiherr-von-Dornheim-Weg meidet, kann es ja nedd so schlimm werden. ;-)
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+28 # Alex 2020-08-03 16:04
Vermutlich werden demnächst in BA die Namen von sämtlichen Straßen, Wegen und Plätzen auf ihre historische Bedeutung überprüft werden.

Ulanenplatz, Schützenstraße oder Weißenburgstaße erinnern an Militarismus oder ehemalige Gefechtsorte und sind deshalb suspekt.

Denkbar wäre auch, dass Personen mit dem Famliiennamen "Mohr" oder "Neger" irgendwann gebeten werden, Kontakt mit der Verwaltung aufzunehmen, um gemeinsam über eine Namensänderung nachzudenken, da irgenwie auch Rassismus. Nach meinem Kenntnisstand wären dies in BA gegenwärtig etwa 50-70 betroffene Personen. Die Nationalsozialisten hatten übrigens ähnliche wahnhaften Vorstellungen und in der kommunistischen Welt wurden nicht nur Straßen und Städte, sondern sogar Berge umbenannt, beispielsweise in "Pik Kommunismus", der mit ca. 7.500 m. ehemals höchste Berg der Sowjetunion. Auch Umbennungen von Straßennamen wie "Straße der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft" oder "Karl-Marx-Straße" sind in der ehemaligen DDR vielerorts bekannt.

Meines Wisens waren es die Grünen, die vor längerer Zeit eine Umbennung der Panzerleite forderten, da es an Kriegsgerät erinnern würde. Ein kurzer Blick in historische Unterlagen hätte jedoch gezeigt, dass es sich bei "Panzer" dabei lediglich um den Namen eines ehemaligen Grundstücksbesitzers handelte (bereits um 1840 urkundlich erwähnt)

Sei es wie es sei.... wir werden noch häufiger mit diesem Thema konfrontiert werden.
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