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Quelle: Bay. Landesamt f. Gesundheit u. Lebensmittelsicherheit

Unzweifelhaftes Bild von Bayerlein

An der eindeutigen und fast schon schockierenden Haltung zum Nationalsozialismus von Fritz Bayerlein kann es keinen Zweifel mehr geben. Eine erneute Studie kommt zum gleichen Ergebnis.

Stellungnahme des Stadtarchivars

Die CSU-BA-Fraktion hatte im August des Jahres beantragt, vor weiteren Entscheidungen die Causa Bayerlein gründlich prüfen zu lassen. Dazu hat die Fraktion Fragen und Aufgaben gestellt, um insbesondere die eigentumsrechtlichen und politischen Aspekte zu klären. Im Sinne des Antrags hat Oberbürgermister Andreas Starke den Leiter des Stadtarchivs, Horst Gehringer, beauftragt, entsprechende Recherchen anzustellen. In der Sitzung des Kultursenats des Stadtrats am 15.10.20 war die Beantwortung des CSU-BA-Antrags auf die Tagesordnung genommen worden. Schwerpunkt des Sitzungsvortrags der Stadtverwaltung dazu war nunmehr die Stellungnahme des Stadtarchivars, allgemein wurden darüber hinaus folgende Feststellungen getroffen: Der Sitzungsvortrag dient zur Darstellung der rechtlichen Situation. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass dem Verbleib der Bayerlein-Bilder im Besitz der Stadt Bamberg selbst dann nichts im Wege steht, wenn der Stadtrat mehrheitlich beschließen sollte, den Weg umzubenennen. (Eine mögliche Umbenennung des Fritz-Bayerlein-Wegs wurde von der Tagesordnung abgesetzt.) Die Abhängung der Gemälde im Großen Sitzungssaal und im Trauungssaal sind zudem gänzlich unabhängig vom Erbe, da in drei Fällen (die großformatigen Gemälde) eine Auftragsarbeit und in einem Fall eine Schenkung vorliegt.

»Ich wurde aber trotzdem kein Demokrat«

Die akribischen Darlegungen des Stadtarchivars umfassen mehrere Seiten und können hier als PDF-Datei aufgerufen werden. Ergänzend soll allerdings gesagt werden, dass anlässlich der vorletzten Auseinandersetzung über Bayerlein im März 2017 der Bamberger Stadtheimatpfleger Prof. Dr. Andreas Dornheim schon wissenschaftliche Erkenntnisse zum Leben und Wirken des Malers zusammen- und vorgetragen hatte. Die offizielle Auftragsarbeit von Horst Gehringer ist jetzt umfassender und geht auch auf die rechtlichen Fragestellungen ein, kommt aber zu ähnlichen Erkenntnissen wie Dornheim. Gehringer zitiert unter anderem aus den „Schriftlichen Äußerungen Fritz Bayerleins“: »Für die „sog[enannte] Entnazifizierung“ mußte ich 7000 M bezahlen, wurde aber trotzdem kein Demokrat. Man kann seine Gesinnung nicht von heute auf morgen wechseln wie ein Hemd.«
Im Kultursenat wurden die Darlegungen zum vorliegenden CSU-BA-Antrag zur Kenntnis genommen.
16.10.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+20 # Werner 2020-10-16 20:50
Ohne den Text oben zu lesen: HABT IHR KEINE ANDEREN PROBLEME????
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+18 # Eisenbahner 2020-10-17 08:49
Nöö, da kann man so schön von den wahren Problemen ablenken! (Schlachthof, Konversion usw.)
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+2 # Bergradfahrer 2020-10-17 09:48
Eins muss man dem Herrn zugutehalten, er war ehrlich. Andere Zeitgenossen haben sich nach Art der Aale durch eine Reihe von Spruchkammerverfahren laviert, bis sie endlich als Mitläufer eingestuft oder gar entlastet wurden.

Was ich mich frage, das nur noch selten angewandte Wort "Gesinnung" im Sinne einer durch Werte und Moral festgelegten Grundhaltung, wie viele der Ratsmitglieder haben das verstanden?
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+1 # gablmann 2020-10-21 17:15
Freut mich, dass Sie mal Pluspunkte erhalten haben. Allerdings nur für den ertsen Absatz.
Beim zweiten halte ich dagegen und nenne die "Gesinnung" wie Sie ja auch einfach "Grundhaltung."
Wo ist das Problem? Es erinert mich an "Mohrenhaus+Gender"
Da gehts doch bloß um schöner ausdrücken, sont nix.
"Ich habe eine positive Grundhaltung zum Biertrinken und bin dem Gerstensaft wohlgesonnen. "
Kapiert???
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+2 # AnDer 2020-10-17 09:56
Es wird Zeit, dass das Thema abgeräumt wird. Als wirklichen Nazi müsste man die Straße umbenennen.
Die Bilder im Sitzungssaal dagegen sind/waren aus meiner Sicht eine Kleinigkeit. Da ging es aber manchen nicht schnell genug.
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+13 # cityman 2020-10-17 23:45
......und wenn jetzt Hubert Zollner auch nicht in das Schema passt, muss man die Zollnerstrasse doch auch umbenennen. Und, "Hinterer" und "Vorderer" bei Bach und Graben ist ja auch diskriminierend oder usw. Also , macht mal, das sind schoooon Probleme.
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-11 # supi 2020-10-18 17:12
Wo ist das problem, dass man die sache wie bei kühen ständig wiederkäuen muss, bilder weg zurück an die erben und strasse umbenennen
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+6 # Michael Bosch 2020-10-21 17:01
Die beiden Bilder im Sitzungssaal sind/waren wunderschöne alte Bamberger Ansichten. Mich haben Sie oft angehalten über die heutige überfrachtete und nur wirtschaftlich orientierte Stadtentwicklung nachzudenken. Die Bilder haben mich quasi oftmals „geerdet“. Bei der Betrachtung der Darstellungen kam mir zu keiner Zeit die Gesinnung des Malers in den Kopf.
Wenn man will kann man sich über alles aufregen. Das heißt aber lange nicht dass man es muss.
Den Sitzungssaal des Bamberger Stadtrates zum modernen Ausstellungsraum umzukrempeln halte ich für unwürdig. Einen gewissen Heimatbezug stellten die Bilder definitiv dar. Aber wie viele der Räte haben denn noch diesen Bezug? Die Hälfte?
Ich wünsche mir die „alten Grünen“ zurück. Das waren keine Protagonisten.
Gretchenfrage zu den entfernten Bildern:
„Von welchem Standort aus wurde die süd-östl. Ansicht mit Blick auf die sieben Bamberger Hügel angefertigt“?
Eine kleine „katholische Hilfestellung“ folgt…
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-4 # Bergradfahrer 2020-10-22 20:00
Gell, so schön is sie die naiv historisierende Ansicht, der guten, alten Zeit da ham's sicher auch an Bergwald mit Auerhahn und Hirsch daham an der Wand. ;-)
Sorry, über Geschmack kann man ja streiten und lästern, und die Vorlage war zu verlockend.
Die Pinseleien des alten Nazis gehören entweder anständig dokumentiert in ein Stadtgeschichtsmuseum oder in eine Auktion, Erlös zu Gunsten der Opfer des Nationalsozialismus.
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