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Neue stark ansteckende Corona-Variante!

Zwei Fälle der neuen Corona-Variante “Omikron” sind in Bayern bei Reiserückkehrern aus Südafrika aufgetreten. Der Virus-Mutant Omikron B.1.1.529  soll stark ansteckend sein.

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HISTORIE

Verschärfte Argumentation zum Fritz-Bayerlein-Weg

In der Zwickmühle sah sich das städt. Kulturamt. Die Anwohner wollen einstimmig den Straßennamen des umstrittenen Malers Fritz Bayerlein behalten - im Stadtrat hält man nicht viel davon.

Auch die künstlerische Qualifität des Malers Bayerlein wird bezweifelt

In den vergangenen Tagen (!) war noch eine Online-Mehrheit für eine Umbenennung des Fritz-Bayerlein-Wegs zustande gekommen, nachdem es bis vor wenigen Tagen noch umgekehrt war. In der Sitzung des Kultursenats gestern (14.10.) spielte diese Kehrung insofern eine Rolle, weil die grün-rote Mehrheit der Stadtratsmitglieder eher auf einen Konfrontationskurs zusteuerten als auf einen bürgerfreundlichen Lösungsweg. Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar bemühte sich zwar um den zweiten Weg, musste aber hinnehmen, dass ihre Argumentation beziehungsweise Lösungsvorschläge für die Änderung des Straßennamens Fritz Bayerlein (> vgl. BaBlo-Vorbericht “Umbenennung zunächst nicht vorgesehen” v. 13.10.) wesentlich verschärft wurde. Insbesondere in den Diskussionsbeiträgen.
Namens der Fraktion Grünes Bamberg relativierte Vera Mamerow das Wort “zunächst” im Beschlussantrag der Verwaltung. Aus ihrer Sicht sei maßgeblich, dass Bayerlein ein Nazi gewesen sei: »das bleibt Fakt« (was auch von keinem/r anderen Redner/in bezweifelt worden ist). Mamerow betonte, dass sie und ihre Fraktion »die Vergangenheitsbewältigung nicht als Marginalie« betrachtet. Die neu eingesetzte Straßennamenkommission soll sich baldmöglichst mit der Umbenennungsfrage beschäftigen: »Wir haben noch einige Straßennamen in der Pipeline.« Mamerow bezweifelte die künstlerische Qualität der Werke von Bayerlein (Nachtrag: Die Bezeichnung Historienmaler hält sie in Hinblick auf Bayerleins Schaffen für nicht haltbar), und beantragte auch deswegen eine Neufassung des Textes auf dem anzubringenden Erläuterungsschild.
Stadtrat Stefan Kuhn (CSU/BA) beurteilte die Grundproblematik so wie im Sitzungsvortrag dargestellt. Die Straßennamenkommission soll ihre Arbeit aufnehmen und problematische Straßennamen - so wie beschlossen - in drei Bewertungstufen einteilen. Dann könne man in einem Schritt entscheiden. Wenn jetzt im Falle Bayerlein vorgegriffen werde, dann »zäumt man das Pferd von hinten auf«. Kuhn betonte allerdings, wie wichtig ihm die Entscheidung der betroffenen Bürger sei. Insgesamt hätten sich an der Online-Bürgerbeteiligung nur 0,1% der Bürgerschaft beteiligt.

Diskussion mit den Anwohnern war »belastet«

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion Klaus Strieringer sagte, der Bayerleinweg zeige, dass man »in den 60iger-Jahren mit Vergangenheitsbewältigung noch nichts `am Hut`gehabt hat«. Die Straße müsste eigentlich sofort umbenannt werden.
Ein ganz neues Argument brachte BBB-Vertreter Norbert Tscherner in die Diskussion. Die Amerikaner hätten in Bamberg (wie anderswo auch) eine Entnazifizierung-Aktion durchgeführt. Wenn sich diese an den Namen Bayerlein gestoßen hätten, dann hätten sie eingreifen können.
Relativ scharfe Töne waren von BaLi-Vertreter Stephan Kettner zu hören. Die Diskussion mit den Anwohnern sei »belastet« gewesen, weil durch die Erwähnung von Umstellungskosten »frühzeitig eine Stimmung gegen die Umbenennung erzeugt worden ist«. Kettner bezweifelte die Berechtigung der Anwohner auf ein »letztes Wort«.
Vor dem Hintergrund der Diskussion stellte Ingeborg Eichhorn (SPD) zwei Änderungsanträge zum vorliegenden Beschlussantrag der Verwaltung. Der Passus “den Fritz-Bayerlein-Weg zunächst nicht umzubenennen” soll gestrichen werden (später 9 Stimmen dafür, 4 dagegen).
Die Straßennamenkommission soll sich zeitnah mit der Thema Fritz-Bayerlein-Weg befassen und sich spätestens in der ersten Kultursenatssitzung im neuen Jahr über Ergebnisse berichten (später einstimmig).
Schließlich wurde noch über eine Änderung des Textes für ein anzubringendes Zusatzschild einstimmig (> s. r.) befunden.

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15.10.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (r. Spalte u.) freigeschaltet.

Kommentare   
+22 # Gablmann 2021-10-15 14:40
Wenn sich nur 0,1 % der Bürger beteiligt haben kann man davon ausgehen, dass es dem Rest egal ist. Und zwar scheißegal! Aber die Beteiligten haben sich damit beschäftigt und dieses Ergebnis sollte zählen.
Das Anwohnergespräch war außerdem nicht "belastet" sondern die Anwohner werden belastet!
Und wenn die Frau Kunstsachverständige Mamerov noch die Kunst an sich kritisiert, hat das mit dem eigentlichen Thema gar nichts mehr zu tun.
Das ist eine einzige Wichtigtuerei.
Als Otto-normalo kann ich bloß noch mit dem Kopf schütteln welche Probleme GEMACHT werden und Energie verplämpert wird.
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-7 # Heinz 2021-10-15 16:48
soweit ich das verstanden habe, hat die Dame nur gesagt, dass Bayerlein kein Historienmaler war, dass man das rausnehmen sollte. Er hatte wohl in dieser Disziplin kein Talent. Daher steht da jetzt nur Landschaftsmaler. Dass sie die Qualität der Werke bezweifelte war nicht zu hören.
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+15 # FranzKe 2021-10-16 19:18
Die Wertschätzung die Bayerlein von vielen Bambergern früher und auch noch heute für seine Landschaftsbilder erhalten hat, wird jetzt auch demontiert.
Die Stadt Bamberg soll halt die Bayerlein-Bilder verkaufen, dann wird man sehen wie sehr sie gefallen.
Wir Bamberger werden immer mehr zu Deppen abgestempelt.
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+12 # Heiner 2021-10-17 09:20
Wieder ne Idee von den Grünen ? Macht doch mal was konstruktives, was etwas für die Bevölkerung. So kann man auch die Vergangenheit wegwischen!
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+3 # supi 2021-10-17 18:55
reines wunschdenken, dafür sitzen die nicht im stadtrat. nur zum reinen selbstzweck.
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+6 # cunningham 2021-10-18 15:29
Wenn die betroffenen Bürger (Anwohner) EINSTIMMIG den Wunsch äußern, den Namen beizubehalten, ist dies von der Verwaltung so umzusetzen. "Bürgerfreundliche Lösungswege" scheinen in dieser Stadt aber offensichtlich nicht gewollt. Die Straßennamenkommission, Mamerow, Stieringer, und noch einige andere Kandidaten sind sowas von überflüssig.
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0 # heinz 2021-10-18 16:00
wenn die Bürger wollten, dass man in der Straße Müllgebühren abschafft, ist das auch nicht so umzusetzen. Der Weg gehört halt zum Straßennetz und ist nicht privat.
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-4 # Gablmann 2021-10-18 20:14
Thema verfehlt. Setzen sechs.
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-3 # supi 2021-10-19 16:25
nun sagen wir mal so, es gibt für jede seite ganz gewichtige argumente, aber das intressiert nicht vor ort, was wir sehen werden, ist ein paradebeispiel gelebter bürgerbeteiligung, denn nur diese halten wir hoch.
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