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Neue stark ansteckende Corona-Variante!

Zwei Fälle der neuen Corona-Variante “Omikron” sind in Bayern bei Reiserückkehrern aus Südafrika aufgetreten. Der Virus-Mutant Omikron B.1.1.529  soll stark ansteckend sein.

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TRADITION & GLAUBE

Wie sich Bamberg verändert 

Es ist gar nicht so lange her, als Bamberg noch als christliche Stadt galt. Nach und nach sind christliche Gebote und Verbote gefallen. Jetzt sollen die “stillen Tage” geschleift werden.

Aus Allerheiligen wurde Halloween

Morgen, am 31. Oktober wird in Bayern Halloween gefeiert. Im Grunde für Deutschland etwas ganz Neues, das die Martinsumszüge mit ihren Laternen und Liedern verdrängt hat. In Bamberg soll’s allerdings noch welche geben. Als unzumutbar wird mittlerweile betrachtet, dass öffentliche Partys allerdings abrupt um 2 Uhr nachts enden. In der Nacht zum 31. Oktober tritt nämlich laut Feiertagsgesetz das Tanzverbot zu Allerheiligen in Kraft. Allerheiligen wird jedes Jahr am 1. November begangen, Allerseelen am 2. November. Beide Gedenktage der römisch-katholischen Kirche dienen dazu, an die Vergänglichkeit unseres irdischen Daseins zu erinnern. In Bamberg werden/wurden traditionell die Gräber der Verstorbenen besucht und in den Tagen vorher liebevoll gepflegt.
2013 wurde erstmals der Charakter an einigen der Stillen Tagen gelockert. Jetzt versuchen die Grünen erneut die Strenge dieser Tage weiter aufzuheben.

Grüne wollen Tanzverbot an stillen Tagen aufheben

Laut dem bayer. Feiertagsgesetz sind "öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen" mit fröhlichem Charakter an diesen Tagen in der Regel zwischen 2 Uhr und 24 Uhr untersagt. Das wollen die Grünen jetzt ändern: Sie fordern eine Gleichstellung aller Kultur- und Tanzveranstaltungen mit Sportereignissen – die sind, ausgenommen am Karfreitag und am Buß- und Bettag, erlaubt. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat die Grüne Fraktion nun im Landtag eingereicht.
Die kulturpolitische Sprecherin der Grünen, Sanne Kurz, wird in den Medien mit der Ansicht zitiert, dass die bisherigen Regelungen für die Stillen Tage “recht recht willkürlich” seien. Eine Schlechterstellung von Nachtkultur gegenüber Sport und anderen Bereichen des Lebens sei nicht mehr länger hinzunehmen, vor allem, nachdem der Bundestag im Mai 2021 Clubs als Kulturorte anerkannt habe, erklärte die grüne Sprecherin.
Von der Aufhebung des Tanzverbots wären noch weitere Stille Tage betroffen: Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karsamstag, Volkstrauertag, Totensonntag sowie Heiligabend.
Aus anderen Parteien sind noch keine Reaktionen bzw. Stellungnahmen bekannt geworden.

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30.10.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare freigeschaltet.

Kommentare   
+19 # Bergradfahrer 2021-10-30 08:24
Sie ist natürlich nicht rational begründet die Hegemonialstellung der einen oder anderen monotheistischen, abrahamitischen Religion hie und da. Sei es das Tanzen am Karfreitag in Bayern, der Alkoholverkauf in Jordanien im Ramadan oder das Verbot des öffentlichen Verkaufs gesäuerter Brote während Pessach in Israel. Alles etwas abwegig bis absurd von außen betrachtet.
Aber die Nachtkultur ins Rennen zu führen, das ist noch seltsamer. "Nachtkultur", allein das Wort ist unglaublich krampfig.
Worin um aller Heiligen (und des/der Propheten) Willen sieht die "kulturpolitische Sprecherin" das kulturelle Anliegen oder den Beitrag einer Diskothek oder Tanzbar, der schwerer wiegt das eine schlichte "Tradition" oder ein nicht greifbarer "Glaube". Alles nicht greifbar.
Ja, manches ist willkürlich, aber warum kann man manche Sachen nicht einfach mal so lassen?
Es werden millionenfache, gravierende Grundrechtseinschränkungen vor allem von den Grünen abgenickt und vorangetrieben, aber sich an Rumhopsen zu Elektrobeats als Grundrecht abarbeiten.
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+7 # Clavius1970 2021-10-31 12:10
Es wäre besser gewesen, man hätte noch viel mehr Dinge einfach gelassen wie sie waren. Fortschritt heißt aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und mit Weitsicht, Zuversicht, Vorsicht und Umsicht die Zukunft gestalten. Nicht mit blinder Ideologie ohne wertebasierte Lebenserfahrung,
Die Schriften der großen Weltreligionen sind, meiner Meinung nach im Kern Anleitungen um das Zusammenleben von Menschen auf eine regelbasierte Grundlage zu stellen. Sicher gibt es hier auch Schriftstellen die zweifelhaften Charakter haben und bei radikaler Auslegung, zu religiösen Fanatismus führen.
Die paar ruhigen Tage sollten die Nachtkulturschaffenden mal zum Ausruhen nutzen, damit Sie uns dann das restliche Jahr mit Ruhestörungen, Wildpinkeln etc. erfreuen können. Wenn sie es gar nicht mehr aushalten, können sie ja bei den Autoposern mitfahren. Die haben bestimmt auch an Allerheiligen einen Freifahrtschein.
Wer wissen will wie die ganze Nachtkultur endet soll sich mal in Großstädten umschauen.
Übertrieben ausgedrückt sind wir auf dem Weg nach Sodom und Gomorrha. Bezahlt wird die Fahrkarte mit dem Tanz um das Goldene Kalb. Leider ist kein Moses in Sicht oder ein Rausschmeißer für Zöllner und Geldwechsler (drucker).
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+13 # Eisenbahner 2021-10-30 09:11
Ja ja, die Grünlinge packen schon immer die wahren Probleme dieses Landes an!
Allerdings sind sie echt schlau, sie höhlen die jahrzehntelang gelebte Kultur eines Landes aus!
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+12 # Herbert A. 2021-10-30 10:33
"jahrzehnetlang"? Jahrhundertelang wäre treffender!
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+11 # Gablmann 2021-10-31 09:57
Helloween, des sin "amikrämpf".

6 Tage im Jahr auf Party verzichten ist sehr wohl hinnehmbar. Im vergangenen Jahr ging das sogar viele Monate.... mit großer Zustimmung solcher Leute wie Fräulein Kurz.
Die soll froh sein hier leben zu dürfen. Es gibt Länder da würde sie für solche Traditions-Verstöße gesteinigt.
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-1 # zerberus 2021-11-01 19:17
Schauen wir doch mal den Realitäten ins Auge:
1. Niemand verbietet den Katholiken (und nur um diese geht es an Allerheiligen), ihren Traditionen zu huldigen.
2. Selbst in einer - früher! - erzkatholischen Stadt wie Bamberg haben die Katholiken längst nicht mehr die Mehrheit.
3. Und es werden jedes Jahr weniger. (Nach meinen Informationen sind 2021 bereits wieder mehr als 600 Personen aus dieser Glaubensgemeinschaft ausgetreten.
Aber diese Minderheit meint nach wie vor, den vielen anderen vorschreiben zu können, wie sie leben sollen.
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+4 # Herbert A. 2021-11-01 20:36
Bitte, schauen auch Sie der Realität ins Auge und entfernen den ideologischen Balken.
Verzichten wir auf den religiösen Aspekt und schauen wir zunächst auf Grabsteine als Dokumente der Stadtgeschichte. Wenn sie durch einen Friedhof gehen (würden), dann könnte ihnen auffallen, dass Grabsteine z.B. Namen und historische Berufe wachhalten. Dass man sich an Menschen, die man kannte erinnert und ihnen damit ein Gedenken gibt.
Für Familienangehörige zeigen die Gräber Dank, Respekt und Liebe zu Eltern, nahen Verwandten und manchmal auch Kindern.
Friedhöfe sind sichtbare Kulturgeschichte für unsere Gesellschaft, sie sind - wenn auch nicht förmlich festgelegt - ein immaterielles Kulturerbe. Ich bedauere und fürchte, dass Ihnen diese Bedeutung von Friedhöfen - gelebt an Allerheiligen und Allerseelen - leider nicht zugänglich ist und auch nicht zuteil wird.
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+5 # Bergradfahrer 2021-11-02 08:07
Bei einer Güterabwägung, wie schwer wiegt Rumhopsen zu Beats?
Die Intention der Gleichmacherei von allem, wie sie die Grünen leider inzwischen militant vorantreiben, hat ein trauriges Ergebnis. Wenn alles gleich ist, dann ist alles beliebig. Und der ganze Totalitarismus hat einen pseudo-individualistischen Anstrich.
Und es gibt halt Leute, die mögen das nicht.

Kennen Sie die wundervolle Szene auf "Das Leben des Brian" als er zur Masse spricht?

Brian:"Ihr seid alle Individuen!"
Die Masse unisono: "Ja, Herr, wir sind alle Individuen!".
...
Eine Stimme: "Ich nicht."
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0 # zerberus 2021-11-02 18:51
@ Herbert A.: Bitte nochmal meine Nr. 1 lesen. Alles, was in Ihrem Kommentar beschrieben ist, bleibt doch jederzeit möglich.
@ Bergradfahrer: Hier ist keinerlei Güterabwägung notwendig: Die einen feiern ihr Allerheiligen, die anderen hopsen zu ihren Beats. Und ich trinke mein Seidla. Ganz einfach: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Wo soll denn da das Problem sein?
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