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Mit einer klaren Mehrheit hat die Mitgliederversammlung des Bürgervereins Sand einem neuen Organisationskonzept zugestimmt. Die Stadt ist jetzt Mitveranstalter.

Sandkerwa 2018 wird nicht anders aussehen als 2016

Symbolhaft. Bei der Mitgliederversammlung des Bürgervereins (BüV) hat die langjährige Vorsitzende Gisela Bosch noch begrüßt und die Veranstaltung eröffnet – dann aber die Leitung an ihren Stellvertreter Jürgen Wirth abgegeben. Die Versammlung ist harmonisch abgelaufen und nach der mehr oder weniger akzeptierten Beantwortung einiger kritischer Fragen wurde das neue Trägerkonzept mit 73 : 43 Stimmen beschlossen. Auf die vielleicht wichtigste Frage, ob es denn schon neue, andere Vorstellungen für die Sandkerwa 2018 gebe, antwortete tags darauf – in einer Pressekonferenz > Bild l.  – Ko-Geschäftsführer Horst Feulner: »Aufgrund der knappen Vorbereitungszeit wird die Sandkerwa 2018 nicht wesentlich anders aussehen als die in 2016.«
An der Pressekonferenz heute früh (10.1.17) nahmen seitens der Stadt Oberbürgermeister Andreas Starke und Horst Feulner (Geschäftsführer der städt. Congress- und Event-GmbH) und als Vertreter des Bürgervereins die Vorstandsmitglieder Simone Franke und Jürgen Wirth teil.
OB Starke begann seine Darstellung mit den Worten »gestern war ein guter Tag für Bamberg«. Und er meinte damit die Mitgliederversammlung des BüV. Er danke all jenen, die an der jetzigen Lösung mitgewirkt haben. »Die Sandkerwa ist gerettet«, heißt nach den Worten des Oberbürgermeisters: »Ein Stück Bamberg ist gerettet.« Er dankte dazu auch dem Stadtrat, der in seiner Sitzung vor der Jahreswende noch einen »Rettungsschirm« in Höhe von 125.000 € beschlossen hatte.

Spannungsverhältnis zwischen Tradition, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit auflösen

Ko-Geschäftsführer Horst Feulner sah als zunächst wichtigste Aufgabe, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sandkerwa zu schaffen. Nach seinen Worten gehe es darum, dass »Spannungsverhältnis zwischen Tradition, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit aufzulösen.« Die Sandkerwa sei kein Volksfest wie viele andere, sie müsse ihre Besonderheiten bewahren. Feulner betonte, dass »die Rollenverteilung zwischen Veranstalter und Sicherheitsbehörde (=Stadt) weiter bestehen muss«.
OB Starke stellt kurz dar, dass der neue Aufsichtsrat der Trägergesellschaft Sandkerwa paritätisch besetzt sein wird. Stadt und BüV werden je drei Vertreter bestimmen. Wer das sein wird, müsse zum Teil noch festgelegt werden. Man werde bestrebt sein, auch die personellen Fragen »im gegenseitigen Konsens« zu regeln.
> Nähere Darlegungen zur Neuorganisation der Sandkerwa-Trägergesellschaft können den WeBZet-Artikeln „Konturen für die neue Sandkerwa zeichnen sich ab“  und "Die Sandkerwa wird jetzt wohl städtisch werden" entnommen werden.
10.1.18 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

 

Kommentare   

+3 #11 supi 2018-01-13 14:32
20.000,- € an den bürgerverein pro jahr unabhängig vom geschäftsverlauf, was läuft denn hier ab
+9 #10 cityman 2018-01-11 22:53
#9
RICHTIG! !! Das habe ich schon zum "Problem" Sandkerwa gepostet. Ich bin so ein Urfranke, sogar Urbamberger und will in meiner Heimat bei Festivitäten nur einheimische Kost, Bier, Bratwürscht oder Leberkäs und nette ruhige Tischnachbarn zum Quatschen. Und als Innenstadt-Bewohner kann ich gern auf den Dreck vor der Haustür verzichten. Pasta!!!
+13 #9 Baba Yaga 2018-01-11 15:25
Diese Dichte an Massenveranstaltungen verträgt sich einfach nicht mit einer fränkischen Lebensart. Das gilt sowohl qualitativ als auch quantitativ.
+5 #8 Ein Bamberger 2018-01-11 14:56
@#7 Man kann es einfach zusammenfassen

Klasse statt Masse!

Die Idee mit dem Mittelaltermarkt ist gut. Die alte Hofhaltung würde sich anbieten.
+2 #7 Frau Holle 2018-01-11 09:45
#3:
Bei den von #4 aufgezählten Veranstaltungen hebt sich das Canalissimo in Sachen Schönheit positiv ab. Mit den Massen wird es dort abends leider sehr unangenehm, aber gut, von mir aus. Das Kontakt ist ein Kulturprojekt außerhalb der Innenstadt, kann meinetwegen auch bleiben. Blues und Jazz hat leider eine sehr komerzielle Ausstrahlung und sich von seinen Ursprüngen sehr entfernt, hebt sich aber in Sachen Publikum positiv ab, das zumindest ist sehr vorbildlich.
Der ganze Rest kann aber wirklich weg. Dann hätten wir ein Pensum, das einer Stadt von der Größe Bambergs einigermaßen angemessen ist.

#6:
Alternative Vorschläge sind z.B. weniger öffentliche Veranstaltungen. Man muss die Öffentlichkeit nicht mit allem auf die Nerven gehen. Ein guter Mittelaltermarkt könnte vielleicht noch passen, aber das ist nicht zwingend. Was eher fehlt, sind individuelle Möglichkeiten, die es ermöglichen spontan zu tanzen, in verschiedensten Formen. Aber auch gut, Bamberg ist nun mal nicht so groß.

Die Kerwa für sich genommen war früher vielleicht nicht immer beschaulicher, aber die Gesamtlandschaft in der Stadt schon. Insgesamt ist es mehr geworden. Außerdem geht es auch darum, dass ein Teil dieser Veranstaltungen immerhin mit Steuergeldern bezuschusst wird. Öffentliche Daseinsvorsorge ist das nun wirklich nicht.
+11 #6 von Sturmberg 2018-01-11 07:58
Ich kann mich mit den Teilen der in @4 genannten Veranstaltungen auch nicht identifizieren. Aber es gibt eine ganze simple Lösung hierfür: Fernbleiben und in dieser Zeit selbst Vorschläge für alternative Veranstaltungen ausdenken. Meine lauten Karpfenzüchtertage, Yoga-Festival, Graf von Stauffenberg Gedächtnis-Wochen, Kartoffelparade, Pan- und Querflöten-Fest... alles ohne Party und Musik versteht sich. Wer lacht, fliegt. Es wird doch niemand gezwungen, die Veranstaltungen zu besuchen.

Zur Sandkerwa sei gesagt, ich freue mich eigentlich, und das sag ich als direkter Anwohner. Warum eigentlich? Weil das Aufstellen des Baumes einfach zur Kirchweih-Tradition gehört und das Absperren des Rangersn am Leinritt durch Security mit Absperrbändern beim Feuerwerk jegliches Flair zerstört. Hier wird das Fest zerstört, nicht weil am Geyerswörth im Innenhof gefeiert wird.

Eine Sache muss hierzu endlich mal aus der Welt geräumt werden. Früher war definitiv nicht alles beschaulicher, kleiner und sicherer. Das mag für die ersten 10 Sandkerwas gelten, aber in den 70er und 80er Jahren war der Katzenberg von oben bis unten mit Biertischen zugepflastert, in den 90ern schon kein Vergleich mehr. Selbst in der Sandstraße gab es Buden und Sitzgelegenheiten vor den Häusern, das selbe gilt für den Leinritt und Seitengassen. Kleiner vielleicht aus räumlicher Sicht, aber ist das mit dem Blick auf die Sicherheit wirklich negativ?
+4 #5 Hans Beimer 2018-01-11 07:55
@ #4

Na sicher sind viele dieser aufgeführten Veranstaltungen = Party. Wäre auch unpassend, wenn diese eine Atmosphäre eines Karfreitag hätten.
Es gibt jedoch noch weitaus mehr kulturelle Veranstaltungen in Bamberg, die nicht den Party Charakter haben und wie gesagt, es gibt zum Glück auch keine Anwesenheitspflicht bei sämtlichen Veranstaltungen. Sollte schliesslich jeder erwachsen genug sein, selbst zu entscheiden, woran man teilnehmen möchte.
+3 #4 Ein Bamberger 2018-01-10 13:50
@ #3

Biertage -> Party
Weinfest -> Party
Canalissimo -> Party
Sandkerwa -> Party
Kontakt-Festival -> Party

Bamberg Zaubert -> Familien und Party!
Blues und Jazz -> ?
+5 #3 Hans Beimer 2018-01-10 13:11
@Frau Holle: Welche Art/welche Veranstaltung hätten Sie denn gerne, wenn schon Kritik angebracht ist?
Ich bin auch kein Fan aller Veranstaltungen, aber ich bin der Meinung, dass für die Größenordnung einer Stadt von Bamberg mehr als genug in ALLE Richtungen angeboten wird. Man wird ja schliesslich nicht gezwungen jede Veranstaltung zu besuchen ;-)
+8 #2 Frau Holle 2018-01-10 12:40
In Bamberg geht es vornehmlich um Party und Spaß, und das relativ einseitig und ohne nennenswerte Abwechslung im Angebot. Das sieht man auch an den Events von Klausimausi und am Basketball. Hier liegen die Prioritäten. Je unsinniger, desto heiliger.
Wenn man von panem et circenses spricht, trifft das voll und ganz zu. Wenn man aber irgendwas mit Tradition daherfaselt, kann ich darüber wirklich nur lachen.

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