Im Jahre 2018 wurde die Sandkerwa erstmals mit gesellschaftsrechtlicher Beteiligung einer städtischen Tochtergesellschaft durchgeführt. Dem Stadtrat wurde Bericht erstattet.

Der Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer ist unverzichtbar

Mit 49,9 % ist die Bamberg Congress+Event Service GmbH (BSG) an der Bamberger Sandkerwa Veranstaltungs GmbH (BSV) beteiligt; mit 50,1% der Bürgerverein 4. Distrikt Bamberg. Ein gemeinsamer Aufsichtsrat, paritätisch besetzt mit Vertretern des Bürgervereins sowie des Stadtrates wurde eingerichtet. Ebenso ein zweiköpfiges Geschäftsführer-Kollegium, bestehend aus Herrn Jürgen Wirth (Bü-V) und Herrn Horst Feulner (BSG). Auf Basis dieser organisatorischen und gesellschaftsrechtlichen Änderungen war die Sandkerwa im Jahr 2018 - nach dem Ausfall im Vorjahr - wieder durchgeführt worden.
Horst Feulner erstattete in der Vollsitzung des Bamberger Stadtrates am 23.1.19 den ersten Bericht. »Das von uns gemeinsam erstellte Konzept ist voll aufgegangen«, war sein Fazit. Die Sandkerwa 2018 verlief ruhig und ohne außergewöhnliche Vorkommnisse. Die Stimmung sei fröhlich und unbeschwert gewesen; auch das durchwachsene Wetter habe dem keinen Abbruch getan. Es kamen insgesamt etwas weniger Besucher als in den Vorjahren. Die Anzahl der Gäste lag aber immer noch über 200.000. Die Wirte und Standbetreiber waren trotz der geringeren Besucherzahlen mit den Umsätzen zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten verlief reibungslos. Das Sicherheitskonzept mit hoher Präsenz von Security-Mitarbeitern, Taschen- und Rucksackkontrollen und dem Verbot, hochprozentigen Alkohol mitzubringen, sei voll aufgegangen. Der Festabzeichen-Verkauf konnte im Vergleich zu den Vorjahren gesteigert werden, blieb aber dennoch hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere der Verkauf an den Eingängen in den Abendstunden könne noch besser werden. Es konnten eine Reihe von Sponsoren akquiriert werden, welche mit ihrem Engagement wesentlich zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Sandkerwa beigetragen hätten. Besonders hervorzuheben sei der immense Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Bürgervereins 4. Distrikt. Ohne deren Engagement wäre die Durchführung der Sandkerwa nicht möglich. Ihnen gelte ein besonderer Dank.

Die Einbeziehung von Sponsoren hervorgehoben

Als besonderer Erfolgsmesser wurde in der kurzen Debatte des Stadtrates hervorgehoben, dass der von der Stadt Bamberg vorgehaltene „Rettungsschirm“ (Betriebskostenzuschuss) zugunsten der BSV in Höhe von bis zu 125.000 € voraussichtlich nicht in Anspruch genommen wird. »Auf Grundlage einer vorläufigen Hochrechnung gehen wir davon aus, dass die BSV im Geschäftsjahr 2018 kein Defizit erzielt hat«, konstatierte Feulner nicht ohne Stolz. Positiv der Zuspruch aus den Reihen der Stadtratsmitglieder. Die Sprecher von SPD und CSU hoben besonders die Einbeziehung von Sponsoren hervor. Klaus Stieringer (SPD) sagte: »Wenn hier Profis am Werk sind, dann kann die Sandkerwa auch finanziert werden.« Wolfgang Grader (GAL) meinte dazu: »Solang die ehrenamtlichen Leute des Bürgervereins mit dabei sind, ist mir um den Erhalt des Charakters der Sandkerwa nicht bange.« Dank und Anerkennung auch von Dieter Weinsheimer (BA). Er nannte allerdings auch einige wenige Problempunkte - »es ist nicht alles Gold, was glänzt!«, meinte aber, dass es bei den weiteren Festen diese beseitigt oder verringert werden könnten.
24.1.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.