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Redensarten und Redeweisen

B 17

bäduuchd: betucht. reich.
Di sän scho vo früä heä bäduuchd. Die sind schon von früher her reich.
-
Bagaasch: Bagage. Gepäck, üble Gesellschaft.
Däs is dä a Bagaasch, wuusd doo midgäbrochd hosd. Das ist (schon) eine üble Gesellschaft, die du da mitgebracht hast.
-
Bageed, Bageede: Paket(e). Muskeln.
Deä hod dä Bageede droohänga! Der hat vielleicht (Arm-)Muskeln!
-
bägeenga: begegnen.
Schuld mä uns wos, wall mä u ns scho widdä bägeenga? Schulden wir uns etwas, weil wir uns schon wieder begegnen? 
Forts.

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Oft spricht man schon von der „kleinen Sandkerwa“, wenn die Rede von Canalissimo ist. Die größte Gemeinsamkeit besteht mittlerweile darin, dass es Widerstand aus der Anwohnerschaft gibt.

Live-Musik und Sommer-Gefühl

Es soll ja eines der schönsten Feste in Bamberg sein. Die vor einigen Jahren geborene Idee an einem Ufer des ehem. Ludwigkanals ein damals kleines Bürger- und Nachbarschaftsfest zu machen, war sicher ein Treffer. Mittlerweile sind beide Kanalufer für das Fest in Beschlag genommen – was entsprechende Auswirkungen mit sich gebracht hat. Zu Live-Musik und Sommer-Gefühl sammeln sich Jahr für Jahr im Juli immer mehr Besucher am Kanal in Bamberg.
Die Anwohnerschaft hat sich schon vor Jahren gegen die Entwicklung gestemmt. Insgesamt zwar recht erfolglos, aber etliche Sicherheitsanliegen der Anwohner müssen erfüllt werden: Der Steg wurde nachgerüstet, eine neue Risikoeinschätzung wurde vorgenommen, die Zugänge für Fahrzeuge gemessen. Ein Stand wurde an einen anderen Platz verschoben. Die Musiklautstärke, die Anzahl der Stände und die Öffnungs- bzw. Ausschankzeiten werden zurückgefahren.

Ab 1800 Personen muss das Festgelände abgeriegelt werden

In diesem Jahr fanden noch zwei Mediationsverfahren zwischen Anwohnern, Veranstalter und Vertretern der Stadt statt. Wie man hört, sollen diese beiden Verfahren zu guten Ergebnissen für beide Seiten geführt haben. Vielleicht auch deshalb, weil ein Stadtratsmitglied professionell als Mediatorin mitgewirkt hat.
Während sich die meisten Anwohner/innen im Zuge der Mediationsverfahren mehr oder weniger arrangiert haben, wollen sich zwei Anwohnerinnen mit den Ergebnissen nicht begnügen. Ginge es nach ihrem Willen, dann soll Canalissimo nur noch auf der linken Kanalseite (Villa Geyerswörth) stattfinden. Dabei machen sie die Anzahl der Festbesucher als Hauptkonfliktpunkt geltend. Nach ihren Beobachtungen sollen sich an gutbesuchten Tagen auf dem überschaubaren Areal bis zu 7000 Menschen aufhalten. Aus Sicht der Klägerinnen würden wegen des Andrangs Rettungsdienste und Feuerwehr länger für die Anfahrt brauchen. Zudem fehle es unter anderem an ausreichend breiten Fluchtwegen.
Im Mediationsverfahren haben sich Veranstalter und Ordnungsamt für „Canalissimo“ auf eine Höchstbesucherzahl geeinigt. Dazu wird es heuer erstmals ein elektrisches Zählsystem geben, um die genauen Besucherzahlen zu ermitteln. Ab 1800 Personen muss dann das Festgelände abgeriegelt werden.
Mit all den bereits getroffenen oder heuer noch vorzunehmenden Auflagen ist das Kanalfest „durchführbar“, stellt die Bamberger Feuerwehr fest. Der Veranstalter von Canalissimo betont allerdings, dass mit den neuen Auflagen die Grenze der Lukrativität fast erreicht ist.
24.6.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+12 # Baba Yaga 2019-06-24 10:14
Vorbehalte der Anwohnerschaft gegen diesen Unsinn sind berechtigt.

Ich würde es absolut verstehen, wenn sie die komplette Streichung dieser Festivitäten anstrebten (macht in Bamberg offenbar niemand, gerade Anwohner scheinen nicht als "Spaßbremse" auftreten zu wollen, die Schmerzgrenze scheint dort sehr hoch zu sein).

Die Dinge müssen aber ganz klar benannt werden: Die Stadt, namentlich die Stadtratsmehrheit, hatte und hat sie doch nicht mehr alle, die Stadt mit diesen Klausi- oder klausähnlichen Massanfestivitäten zu fluten. Das ist im Hinblick auf die Lebensqualität in einer Stadt unverantwortlich und es ist bekannt, dass das der Bamberger Mentalität so gar nicht entspricht.

Aber Hauptsache Eventproletariat mit (Bier-)Konsuminteressen anlocken und Parteyyy...
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+10 # DerBamberger 2019-06-24 23:47
da müssen Sie sich besser informieren. Tatsächlich gab es Klagen gegen das Fest. Die wurden vor Gericht abgeschmettert. Nun die Keule mit immer höheren Auflagen, die es für andere Feste - wie etwa Bamberg zaubert - nicht gibt. Unterschied ist hier: das eine Fest wird vom Stadtmarketing abgehalten, das andere nicht. Die Sache hat ein Gschmäggle, wie man so sagt. Im Übrigen tragen Stadtfeste sehr wohl auch zur Lebensqualität bei. Bei dieser Überflutung der Feste dann wohl eher nicht mehr. Das muss man einsehen. Bamberg ist für meine Begriffe eh überbevölkert und überbesucht. Ich meide solche Anlässe, weil die Gemütlichkeit schon lange auf der Strecke geblieben ist.
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+9 # Baba Yaga 2019-06-25 10:12
Gerichte kann man hier nicht ernst nehmen, die schmettern alles ab, alleine wegen des Zeitgeistes. Und Stadtfeste, wie sie aktuell in dieser Stadt abgehalten werden, erhöhen die Lebensqualität ganz sicher nicht. Dafür fehlt es, wie Sie sagen, an Überschaubarkeit und Gemütlichkeit. Und über diese Klausifestivitäten brauchen wir gar nicht erst zu diskutieren, die schießen akustisch und ästhetisch den Vogel endgültig ab.

Das alles hat auch noch den netten Nebeneffekt, dass Bamberg in in- und ausländischen (!) Medien nur noch als Eldorado des Bieres wahrgenommen wird.

Wenn man es so will...bitte.
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+2 # Eisenbahner 2019-06-26 18:18
Wobei man sich da mit der Anzahl der Brauereien noch nicht mal einig ist, wie die Diskussionen im Monopolblatt zeigen! ;-)
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+13 # Bamberger 2019-06-24 15:17
Ich denke das wird das Ende von Canalissimo sein. Vermutlich dann nächstes Jahr zum letzten Mal. Wenn dieses Jahr viel nicht rein kommen, weil die Grenze erreicht wird, werden nächstes Jahr viele es erst gar nicht mehr versuchen.
Ob das nun gut oder schlecht, sinnvoll oder nicht ist, darüber kann man sich streiten. Die Anwohner kann man sicherlich verstehen, dass das vor der eigenen Tür nicht schön ist. Und vermutlich wird keiner das einfach so hinnehmen, wenn vor der eigenen Haustür so etwas stattfindet.
Auf der anderen Seite hatte das Fest schon, zumindest in den ersten Jahren, einen gewissen Flair. Der ging mit der Kommerzialisierung leider mehr und mehr verloren.
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-1 # supi 2019-06-24 16:56
naja da wird dann wohl manchem auswärtigen, der da angelockt durch die werbung sich auf den weg gen bamberg zur party macht, die goschn vor der zählmaschine wässrig bleiben
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+30 # Werner 2019-06-24 20:06
Berichtigt mich, wenn ich falsch liege, aber meiner unbedeutenden Meinung zufolge hat die Stadtverwaltung und das Stadtmarketing selbst und höchstpersönlich das Canalissimo kaputt gemacht. Soweit ich weiss, waren die Organisatoren ursprünglich sowieso Bamberger und das Motto lautete ursprünglich Kulturfest am Kanal. Ein voller Erfolg über Jahre. Von Bambergern für Bamberger. Dass hat wohl einigen (im Stadtmarketing) nicht gepasst, weshalb Jahr für Jahr die Auflagen drastisch erhöht wurden und daher der ursprüngliche Veranstalter einfach keinen Bock mehr hatte. Und so hat man einen professionellen Promoter gefunden, der die Sau weiter ausschlachtet.

Das ist doch die Wahrheit.
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-3 # rüpel ralle 2019-06-25 18:54
Nun man kann es drehen und wenden wie man will, aber an dieser Vermutung läßt sich schon ein Körnchen, gar Korn der Wahrheit finden, besser umschrieben als Veranstaltungsneid
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+5 # hollermöffel 2019-06-27 20:28
Da gebe ich Werner schon Recht, kleine Vereinsveranstalter hatten teils höhere Auflagen als die Großfeste. Soweit ich weiß, ist Canalissimo das Erste, mit elektronischem Zählsystem als Auflage.
Früher gab es auch ein Judenstraßen- und Austraßenfest... heute ist jeden Monat irgendwas "Großes":) All die Partys wollten mal Leute hinlocken, Werbung für ihr Gebiet. Heute sind aber da überall schon sehr viel Besucher, Geschäfts-Ziel erreicht.
Die Veranstaltungsstruktur der Stadt müsste strategisch neu ausgerichtet werden. ( 8 Mio Besucher im Jahr? 75.000 Einwohner) Wer darf? Vereine, Profis, Kommerzielle? den öffentlichen Raum nutzen... und damit das Alltagsleben der Bewohner beeinträchtigen, etc
Viele Einwohner würden sich freuen, wenn mehr Ruhe im Welterbe einkehren würde und vielleicht auch die "Slow- Touris" mit Übernachtungen...
P.S.:
Canalissimo wäre aber sicher nicht das erste Großfest, dass ich aus dem Jahreskalender nehmen würde ;-)
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