Auf einen guten Tag

 

Solange du nicht Frieden machst mit der Person, die du bist, wirst du niemals zufrieden sein mit dem, was du bist.

Doris Mortman

So wie es aussieht, wird es im kommenden Jahr kein Canalissimo mehr geben. Der Festbetrieb am Kanal scheint an den mittlerweile hohen Auflagen gescheitert zu sein. Stadt will Gespräch wieder aufnehmen.

Heuer wurden drei € Eintritt verlangt

Maßgeblich wegen der Begrenzung auf 1.800 Besucher/innen gleichzeitig könnten sich Standbetreiber und Veranstalter nicht über Wasser halten, heißt es. Andererseits gehen einigen Anwohnern die Richtlinien dagegen noch nicht weit genug.
Während der vier Feiertage am vergangenen Wochenende wurden die Besucher/innen mit einem komplexen Zählsystem mit Lasern und Kameras an den neun Zugängen rund um das Festgelände erfasst. Etwa 15 000 € kostet alleine diese Maßnahme. Deshalb wurden heuer drei € Eintritt verlangt. Die Wirkung war klar zu erkennen: Gähnende Leere an den Nachmittagen und (zumindest) am Samstagabend bereits um 20.30 Uhr Einlass-Stopp.

Zwei Mediationsverfahren mit den Beteiligten

Dass heuer nur max. 1800 Menschen gleichzeitig im Festbereich anwesend sein dürfen, geht naturgemäß auf einen Bescheid der Stadt zurück. Der Grund hierfür ist die seit Jahren bestehende Forderung der Anwohner nach strengeren Sicherheitsregeln. Nach ihren Beobachtungen würden sich zeitweise 5-6000 Besucher auf den Uferstreifen aufhalten. Als Bemessungs-Kompromiss habe man sich dann – angeblich auf Vorschlag des Veranstalters – auf 1800 Besucher/innen gleichzeitig als Obergrenze geeinigt.
Canalissimo gibt es seit 15 Jahren. In dieser Zeit waren Anwohner, Stadtverwaltung und der Veranstalter immer wieder ins Gespräch gekommen. Zur Vorbereitung der Veranstaltung 2019 gab es diesmal zwei Mediationsverfahren, geleitet von der Richterin Dr. Ursula Redler (gleichzeitig Stadträtin der Bamberger Allianz). Obgleich man zu einem einvernehmlichen Ergebnis gekommen sei, gibt es jetzt Kritik an diesem Gesprächsverfahren. Während die Anwohner von einem Erfolg für die Sicherheit der Bürger sprechen, beklagt der Veranstalter die angebliche Einseitigkeit der Stadt.
Der Gegensatz wird deutlich, wenn man vergleicht, dass die Anwohnergemeinschaft weiterhin eine Reduzierung der Veranstaltung auf drei Tage wünscht, andererseits aber in den vergangenen Jahren der Festbetrieb stets gewachsen ist und sich weiter kommerzialisiert hat.

Das Presseamt der Stadt teilt aktuell mit, dass das Ordnungsreferat zu einem „Runden Tisch“ mit Veranstalter, Anwohnern und Verwaltungsvertretern einladen werde. Man wolle eruieren, welche Schlussfolgerungen sich aus dem Ablauf des Fests am vergangenen Wochenende ergeben und unter welchen Voraussetzungen eine Durchführung des beliebten Fests im kommenden Jahr 2020 wieder möglich sein könne.
31.7.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+12 # R. Pfaff 2019-07-31 09:46
Die Zahl beruht meines Wissens auf Angaben die mehrere Jahre zurückliegen. Wer an den Tagen vor Ort war, weiß, dass das Areal mindestens die doppelte bis zweieinhalbfache Personenzahl vertragen hätte.
Die Begrenzung der Besucherzahl dürfte zwar die wesentliche Bürde für den Veranstalter gewesen sein. Die einzige war es nicht.
Was bleibt ist der Eindruck, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Im heutigen FT argumentiert der Geschäftsführer der BCE, die seit diesem Jahr maßgeblich an der Durchführung der Sandkerwa beteiligft ist: "anders als bei Canalissimo seien die Voraussetzungen im Sandgebiet andere... Das Zählen
ist schwierig ... weil wir keine umzäunte
Veranstaltung haben.“ Als Bamberger reibt man sich da schon verwundert die Augen. Zum einen, wenn man zurückdenkt und sich daran erinnert, wie man über eine halbe Stunde für 100 Meter Sandkerwa gebraucht hat. Und zum anderen wenn man sich erinnert, dass es beim Canalissimo bis letztes Jahr weder Zäune noch Zählsysteme gab, sondern lediglich ein ganz normales Starßenfest.
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+3 # Frau Holle 2019-07-31 11:32
Ganz ehrlich - das ist doch völlig egal.
Bei der Veranstaltungsinflation war es nur eine Frage der Zeit, dass der Spaß sich langsam aber sicher dem Ende zuneigt. Es bringt nichts, dieses Zeug mit aller Gewalt am Leben halten zu wollen.
Nach all den Jahren kann man es Anwohnern nicht verübeln, die Schnauze von diesem Kram gestrichen voll zu haben. Wer Abweichendes behauptet, denkt nicht lebensnah.
Freilich soll nicht verschwiegen werden, dass andere Feste gewisse Beschränkungen noch nötiger hätten.
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+1 # Eisenbahner 2019-07-31 15:16
Schön, daß sich die Anwohner um meine Sicherheit sorgen. Aber, ich bin alt genug, ich kann schon auf mich selbst aufpassen und brauche sicherlich keine Unterstützung durch solche "Spaßbremsen"!
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+11 # Bergradfahrer 2019-07-31 19:29
Bei Ihnen vor der Haustür wird wahrscheinlich aber auch nicht gefeiert, oder?
Wenn man am Ende der Welt oder gar Bamberg-Ost wohnt, wo eh keiner freiwillig hin will, dann hat man leicht reden. ;-) da geht man da hin, wo es schön ist und lässt die Sau raus.
Der Spaß des einen endet dort, wo das Recht des anderen anfängt. Ein Menschenrecht auf Party gibt es nicht!
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+9 # Eisenbahner 2019-08-01 10:00
Doch, leider haben wir das Kulturfest vor der Haustür!
Den Plärrer hatten wir auch, sowie das Deutsch-Ami, also früher!
Von daher weiß ich schon wovon ich rede und schreibe. Die Frage ist, ob sie ein Fest vor ihrer Haustür haben, oder nur schlau daherschreiben!
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+4 # Bamberger 2019-08-01 11:25
Das ist sicher richtig, aber das Argument "Sicherheit" vorzuschieben ist gerade in Anbetracht dessen, was an der Sandkerwa los ist, einfach lächerlich.
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+13 # CFRA2 2019-07-31 17:33
Für die 15.000€ die allein das Zählsystem gekostet haben soll, kann man den zwei alten Damen und den Rest der Anwohnerinitiative wesentlich billiger während Canalissimo einen Urlaub anbieten.
Dann könnten diese Anwohner und der Veranstalter miteinander auskommen.
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+4 # Baba Yaga 2019-07-31 22:35
Das wäre das Mindeste. Zuständig dafür wäre übrigens auch die Stadt, die sich an dieses Festzeugs klammert als gäb's keinen Morgen mehr.
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+3 # supi 2019-07-31 18:33
was sollen die ständigen gespräche, das ist gelabbere, vertane zeit. mediation hat stattgefunden, wohl auch nicht zum angedachten erfolg geführt. nehmen wir zur kenntnis, die einen wollen die veranstaltung um jeden PREIS verhindern, die anderen müssen diese um jeden PREIS durchführen. dazwischen gibt es nichts. fazit die stadt muss sich ganz einfach entscheiden, welcher seite sie zu neigt und dies dann knochenhart durch ziehen.
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+2 # Simon P. 2019-08-03 07:56
IM FT HABE ICH HEUTE FRÜH EINEN SCHÖNEN SPRUCH ZUM THEMA GELESEN: Nur ein Kompromiss bei dem beide Seiten unzufrieden sind, ist ein guter Kompromiss. PASST HIER VOLL UND GANZ!
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+11 # rüpel ralle 2019-08-03 17:16
Nun wenn es eine Fortsetzung des Festes gibt, wird diese wohl über den guten Stieruínger laufen. Liebe Anwohner schon jetzt mein Mitgefühl. 1800 Besucher pro Stunde, nicht pro Abend, das ist die Zielvorgabe, ihr werdet euch noch die Finger nach dem gutmütigen Land lecken.
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+9 # Clavius1970 2019-08-04 20:55
Ich finde es immer wieder erschreckend, wie wenig über die wahren Ursachen für die Proteste gegen solche Feste diskutiert wird. Der Hauptgrund hierfür ist doch das teilweise mangelhafte Benehmen der Festteilnehmer. Saufen und Party bis der Doktor kommt. Der Anstand ist doch weitgehend verloren gegangen. Gilt nicht nur für Bamberg sondern auch für diverse Weinfeste, Kerwas etc. Diese Feierbiester können nicht mal ihren eigenen Dreck mitnehmen oder ordentlich entsorgen.
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+9 # Bürger dieser Stadt 2019-08-07 09:39
Das stimmt so nicht ganz, denn alle wissen, daß viele Festbesucher (die normalerweise nicht in die Stadt kommen) oftmals eben solches Verhalten an den Tag legen. Bei ihrem monotonen, wenn nicht sogar tristen Alltag ist es offensichtlich angebracht, mal so richtig "die Sau rauszulassen". Und das sind auch diejenigen, die bei jedem Protest gegen diesen BLÖDSINN gleich aufschreien und herumjammern, und ganz nebenbei dem Klausimausi die Illusion vermitteln, daß die Mehrheit so unglaublich geil auf seine wahnsinnig tollen Festchen ist (ganz nebenbei kann letzteres in dieser Pauschalität nicht stimmen).
Die wahre Ursache für die Verärgerung über solche Festchen ist, daß der Zweckveranlasser dieser Eskapaden (=Stadt, namentlich insb. Andi und Klausimausi) sich so dermaßen an diesen Blödsinn festgebissen hat, daß man schon fast einen Klapsmühlenverdacht gegen manche Protagonisten aussprechen kann. Es ist die Verhältnismäßigkeit, die nicht gegeben ist. Maxplatz blockieren wegen so einem unglaublichen BLÖDSINN. Anwohner übergehen wegen so einem unglaublichen BLÖDSINN. Die ganze Stadt und seine Geschichte beleidigen wegen so einem unglaublichen BLÖDSINN.
Nein, diese Festchen sind keine moderne oder gar liberale Veranstaltung. Das ist einfach nur ein einseitiges und uneinsichtiges Dogma mit Aufdrängungscharakter.
Es ist unglaublich, wie wenig Feingefühl an den Tag gelegt worden ist.
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