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STADTWERKE - BÄDER

Schön ist es an der Buger Spitze

Schon mehrmals in den vergangenen Jahren wurde gefordert, das Baden an den Ufern der Regnitz und am M-D-Kanal freizugeben. Jetzt haben Grüne und Co. die Forderung erneuert.

Das Badeverbot an der Buger Spitze soll weg

Der Unterschied ist nicht groß, ob man im Hainbad (Hainbadestelle) oder hundert Meter davor am Flussufer liegt und vielleicht sogar eine Runde schwimmen geht. Und es gibt noch weitere beliebte Plätze, z.B. am Schiffbauplatz nahe der Konzerthalle oder an der Kaimauer des Alten Kanals gegenüber der Buger Spitze. Bei letzterem soll das Baden legalisiert werden, so haben es Grüne, ÖDP und Volt beantragt.
Tatsächlich scheint es auch niemanden mehr zu interessieren, dass die Badefreuden an dieser Stelle der Stadt verboten sind und bei (nicht) stattfindenden Kontrollen saftige Bußgelder drohen. Vornehmlich junges Publikum versammelt sich dort und altersmäßig könnte es sich vorwiegend um Studierende handeln, die solchen Regeln schon immer skeptisch gegenüberstanden. Die Grünen könnten unter Druck geraten.

Jetzt will das o.g. Bündnis zumindest das Badeverbot an der Buger Spitze beseitigen lassen, wohl noch verdrängend, dass dies ein Anfang sein kann, auch alle anderen Badestellen am Fluss und Kanal offiziell zuzulassen.

Für Bamberger Verhältnisse ist die Kostenfrage gewaltig 

Natürlich gab es bei früheren Überlegungen etwa die Regnitz zum Badegewässer zu erklären, immer wieder Gründe, das nicht zu erlauben. Ein Argument sollte mittlerweile ganz wegfallen, nämlich dass das Wasser nicht sauber genug sei. Ist es jetzt aber, nachweislich.
Wer sich allerdings an die Kämpfe um die Rettung des Hainbads vor mehr als 10 Jahren erinnert, wird aber wissen, dass damals wesentliche Konfliktpunkte waren, die Sicherheit im Hainbad und die Zuschüsse für die öffentlichen Bamberger Bäder insgesamt. Die Frage der Sicherheit stellt sich immer dann, wenn eine Gemeinde Gewässer in ihrem Bereich zum Baden freigibt und mutmaßlich nicht genug auf die Wasserfreunde aufpasst. Beim Hainbad wurde das Problem teilweise durch eine geänderte Rechtsform gelöst - es heißt seitdem auch Hainbadestelle - und durch aufwändige Investitionen bei den sachlichen Sicherheitsvorkehrungen.
Ebenso wie in früheren Jahren stellt sich auch jetzt vordergründig wieder nur die Kostenfrage. Die aber ist für Bamberger Verhältnisse gewaltig.
Im Fränkischer Tag (19.6.21) wurde aus einem Sitzungsvortrag des Stadtrates vom vergangenen Jahr zusammengefasst, “was eine Aufhebung des Badeverbots bedeuten würde: Kosten in mittlerer sechsstelliger Höhe, unter anderem 100 000 € für eine Gewässersanierung, 125 000 € für einen Rettungsweg am Ufer, 20 000 € für mehrere Ein- und Ausstiegstreppen und erhebliche Betriebskosten Jahr für Jahr”.
Dabei fehlen noch Folgebeträge, wenn aufgrund der Freigabe bisheriger “Wild-Badebereiche” die Bamberger Bäder weniger zahlende Gäste hätten. Das von den Stadtwerken jährlich auszugleichende Defizit würde noch weiter steigen...

Ohne Zweifel: Schön wär’s schon, wenn die geeigneten Flächen zum Sonnen- und Wasserbaden freigegeben würden.
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22.6.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.