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Neuauflage eines Mundo Arabico?

Zusagen! Die Trägerschaft für Ankerzentren – in Bamberg wäre das die AEO – würde beim Freistaat Bayern bleiben. Die Obergrenze soll eingehalten werden. Das sagt ein CSU-Staatssekretär.

»Mittel- bis langfristig Entlastung«

Ein bundesweites Netz von rd. 40 – 50 Ankerzentren soll entstehen. Der Staatssekretär beim Bundesinnenministerium, Stephan Mayer, besuchte Bamberg, um sich ein Bild zu machen und Andeutungen über die mögliche Entwicklung der AEO abzugeben. Im Prinzip gab es nichts Neues. Mayer sagte einerseits, dass die AEO Bamberg ein Vorbild für die geplanten Ankerzentren ist, andererseits erwarte er für Bamberg »mittel- bis langfristig Entlastung«. Seine Parteifreunde vor Ort, Melanie Huml und Thomas Silberhorn, gaben sich jedoch optimistischer. Beide meinen, dass die Belegungszahl der AEO Bamberg auf unter 1000 Personen kommen könnte und der Freistaat sich an die Vertragslaufzeit bis 2025 halten wird.

OB: Wohngebäude aus der AEO dem Bamberger Wohnungsmarkt zuführen

Im Raum steht aber noch die vertragliche Vereinbarung, dass die Kapazitäten der Aufnahmeeinrichtung für 3400 Bewohner reichen. Glaubt man den SPD-Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz, dann soll der Bundesrechnungshof die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIma) gerügt haben. Grund: Die Gebäude, die der Bund den Ländern für die Unterbringung von Flüchtlingen mietfrei zur Verfügung stelle, seien nur zu rd. 40 Prozent ausgelastet. Das gelte auch für Bamberg. Schwarz meint, dass die BIma dem Freistaat den Mietvertrag für die nicht genutzten Kapazitäten für 2000 Menschen kündigen müsste.
Vielleicht passt diese mögliche Entwicklung zu einem wichtigen Inhalt eines Gespräches, dass Staatssekretär Mayer „nebenbei“ mit OB Andreas Starke geführt hat. Laut einer Mitteilung des Bamberger FT (30.4.18) soll Starke „die Gelegenheit genutzt haben, die städtische Forderung zu bekräftigen, wonach bereits renovierte Wohngebäude aus der AEO für die Bamberger Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden sollen“.
Ob er dabei an eine Neuauflage eines Mundo Arabico denkt, war der Pressenotiz allerdings nicht zu entnehmen.
2.5.18 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.