ANKERZENTRUM - GEFLÜCHTETE

Widersprüchliches zum Ankerzentrum

Die Stadt Bamberg drängt auf Einhaltung der Vereinbarung zur Beendigung des Ankerzentrums bis spätestens Ende 2025. Grüne wollen “zusätzliche Geflüchtete” aufnehmen.

Grüne wollen „Buntes soziales Viertel statt Ankerzentrum“

Für den bayer. Innenminister Joachim Herrmann könnte es durchaus amüsant sein, mit Bambergs grün-roter Stadtspitze zu reden. „Wir verlangen vom Freistaat Bayern die Beendigung des Ankerzentrums bis spätestens 31.12. 2025, so wie vereinbart“, werden Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (Grüne) bei einem Treffen mit dem zuständigen bayerischen Innenminister Joachim Herrmann vor einigen Wochen zitiert. Herrmann weiß natürlich, dass sich die Parteien der beiden Auch-Parteivertreter  anfangs um das Aufnahme- und Rückführungszentrum für Bamberg gerissen haben. Auch jetzt heißt es in einem fast-aktuellen Bericht (Wiesentbote, 4.5.21) von Grünes Bamberg: “Auf dem Konversionsgelände wollen sie ein Wohnviertel mit bunter sozialer Mischung. ´Wenn wir das Ende des Ankerzentrums fordern, heißt das gerade nicht, dass wir Geflüchtete einfach nur aus Bamberg los werden wollen`, betont Sowa. Die Stadt Bamberg habe erst 2020 öffentlich ihre Bereitschaft bekundet, sich überdurchschnittlich zu engagieren und zusätzliche Geflüchtete aufzunehmen.”

Weiter im „engen und vertrauensvollen Dialog“ bleiben

Andererseits habe, laut einer städt. Pressemitteilung, Oberbürgermeister Starke bei dem Gespräch mit dem Innenminister ”die Einhaltung der getroffenen Vereinbarung” bekräftigt.
Innenminister Joachim Herrmann soll darauf hingewiesen haben, dass alle Ankerzentren in Bayern ein erfolgreiches Instrument sind, um die Flüchtlingssituation effektiv und sensibel zu organisieren. Überall in Bayern, wo es Ankerzentren gebe, seien mit den Kommunen Fristen über die Dauer des Betriebs vereinbart worden, ähnlich wie in Bamberg. Selbstverständlich bekenne sich der Freistaat Bayern zur Vertragstreue und stehe zu den eingegangenen Verpflichtungen, so der Innenminister. Jedoch könne niemand eine Prognose zur Lage der Asylbewerber und Flüchtlinge im Jahr 2025 abgeben. Wenn sich der gegenwärtige Trend fortsetze, dass sich immer weniger Menschen auf den Weg machen, sei die Beendigung des Ankerzentrums in Bamberg „natürlich leichter zu realisieren“. Komme es hingegen zu einer gegenläufigen Entwicklung, müsse der Freistaat seine gesamtgesellschaftliche Aufgabe lösen und die Flüchtlingsunterbringung sicherstellen. Es sei daher verfrüht, zum jetzigen Zeitpunkt entsprechende Erklärungen abzugeben, die nur zu Missverständnissen führen würden. Richtig sei es, dazu im „engen und vertrauensvollen Dialog“ zu bleiben.
Nichts Neues für den Bamberger Osten.

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Kommentare   
+27 # Jojo 2021-05-18 16:23
Man sieht ja, wer gerade gegen Israel demonstriert. Aber nur, wenn man nicht die Tagesthemen schaut. Dort wird nur von Demonstrationen gegen den Nahost-Konflikt gesprochen. Welch eine Farce! Das kann man doch nicht einfach ausblenden. Wollt ihr ernsthaft Antisemitismus in Deutschland steigern? Und nein, diesmal kommt er nicht von Rechts. Langsam muss es doch auch der Letzte kapiert haben.
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+20 # Joe 2021-05-18 20:29
#Jojo
Stimme voll zu. Ich glaube aber, dass man bald einen Migrationsbeauftragten fordern wird. Oder einen Schuldbeauftragten, der uns dann erklärt, dass wir Deutschen an allem Schuld sind
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+20 # Werner 2021-05-18 23:31
Die (veränd. v. webzet) Grünen und SED/KPD-Linken wollen das auch alles noch verstärken! Die kapieren auch nix und quatschen dumm daher.
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+29 # gablmann 2021-05-18 23:50
Die spinnen, die Grünen.

Frau Sowa, tauschen Sie halt.
Sie ziehen in eine kleine Wohnung in der Pödeldorfer Str. und lassen 5 Migrantenfamilien mit Kind und Kegel in Ihre Villa Kunterbund einziehen.
Sozial mischen ist möglich, machen Sie den Vorreiter. Bitte!

mission is possible

Oder soll das Konversionsgelände aus Sicht der Grünen "ein Wohnviertel mit bunter sozialer Mischung" werden, wo sich keiner ein Auto leisten kann? Am Ende ein Ansatz zum Umstieg aufs Rad. Ich "hadere" mit dem Gedanken.
Non Chapeau!
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+30 # Alex 2021-05-19 08:05
Grüne wollen "Buntes soziales Viertel " ??.

In meinem näheren persönlichen Umfeld habe ich zahlreiche Personen, die mit den Grünen sympathisieren, diese wählen oder sogar deren Parteimitglied sind. Interessanterweise fast nur Menschen mit Bachelor- oder Masterabschluss, oft im öffentlichen Dienst mit Beamtenstatus tätig. Keiner dieser Leute pflegt nach meinen Erfahrungen irgendwelche Kontakte zu Arbeitern, kleineren Angestellten oder Migranten.
Egal, ob beim Schließen neuer Freundschaften oder bei der Partnersuche - man selektiert und bleibt als Akademiker doch lieber unter sich. Es ist nunmal erheblich interessanter mit Prof. Dr. X oder Dipl.-Soz.päd. Y gemeinsam im Sommer einen Bamberger Bierkeller oder eine Gartenparty zu besuchen als mit dem Feldarbeiter aus Afrika oder der Näherin aus Bangladesch. Man findet, im Gegensatz zur gebildeteren Schicht, einfach nicht den geeigneten Gesprächsstoff, die gleichen Interessen oder Lebensvorstellungen Ausnahmen mag es hier und da natürlich sicherlich geben.

Von den Grünen wird daher jedenfalls kaum jemand in diesem "sozialen Viertel" Quartier beziehen und zur angestrebten sozialen Mischung beitragen.

Ein ganzes Berufsleben mit sozialen Randgruppen konfrontiert gewesen, sehe ich, sollte es nach den Wünschen unserer Grünen gehen, im Gebiet um das heutige Ankerzentrum auf längere Sicht ein weiteres Berlin-Neukölln oder Duisburg-Marxloh mehr und mehr anwachsen.
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+7 # supi 2021-05-19 19:24
nun sagen wir mal so, auf sich bedachte zweidimensionale wesen, die meinen, uns was erklären zu müssen
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