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    UKRAINEFLÜCHTLINGE    

  Ein vorbildliches Gästeverhalten

Ukrainische Geflüchtete sammeln aus eigener Initiative in Bamberg Müll, um sich für ihre Aufnahme zu bedanken. Fast 100 Personen, vornehmlich Frauen und Kinder, haben sich beteiligt.

In besonderer Weise Dankbarkeit ausgedrückt

»Ich möchte Bamberg und Deutschland danke sagen, dass wir hier so gut aufgenommen worden sind«, so wird Andrij Zaljuk (12 Jahre) in einem Exklusivbericht des Bamberger FT am 7.5.22 zitiert. Er und alt und seine Mutter Tatjana (44 Jahre) sind vor den russischen Kanonen geflohen. Sie kommen aus Kramatorsk im Bezirk Donezk im heftig umkämpften Donbass im Osten der Ukraine. Laut dem Berichterstatter haben sich die beiden, ausgerüstet mit Müllsack, Handschuhen und Greifzange, an die Arbeit gemacht, um zunächst am Leinritt die Ufer der Regnitz von Plastiktüten, Zigarettenkippen, Flaschenkorken und anderem Unrat zu säubern.
Fast 100 Ukrainerinnen und Ukrainer hatten sich der Müllsammelaktion angeschlossen, heißt es in dem Bericht. “um auf diese Weise ihre Dankbarkeit auszudrücken”. In der Mehrzahl seien es Frauen und Kinder gewesen, denn Männer im wehrpflichtigen Alter dürfen das Land nicht verlassen.
»Man hat uns mit offenem Herzen aufgenommen, wir haben hier so viel Hilfe bekommen hier – das möchten wir zurückgeben, zumindest so, wie wir es machen können«, sagte eine weitere 42-jährige Mutter, deren 16-jähriger Filius ebenfalls mitgemacht hat.

In dieser schwierigen Lage das Leben so einfach wie möglich machen

Nach einigen Wochen im Hotel sind die beiden jetzt in der städtischen Gemeinschaftsunterkunft in der Ludwigstraße untergebracht. Auch für Bambergs Zweiten Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (Grüne) ist die von den ukrainischen Menschen gestartete Initiative eine Herzensangelegenheit. »Wir freuen uns, dass Sie da sind. Wir versuchen das Beste zu tun, um Ihnen die Situation in dieser schwierigen Lage so einfach wie möglich zu machen«, sagt er zur Begrüßung. Müll sei in allen Städten ein großes Thema, in Bamberg gebe es zudem sehr viel Tourismus »und es bleibt immer mal was liegen – und deshalb ist Ihnen die Stadt Bamberg sehr dankbar.«
In dem FT-Bericht heißt es weiter: “Nach den Regnitzufern zogen die geflüchteten Menschen am Samstag in Putztrupps durch die Innenstadt und säuberten auch die Wege und Böschungen an den Ufern des Rhein-Main-Donau-Kanals.
Für Glüsenkamp zeigt die Aktion, wie Integration im besten Sinne funktionieren könne. »Das ist eine ganz tolle Idee, die auf Wunsch der ukrainischen Menschen entstanden ist. Sie sind so dankbar, dass sie selbst auf uns zukommen, um etwas zu starten.«
Umweltreferent Glüsenkamp kündigte an, dass es Sammelaktionen auch in diesem Herbst wieder geben soll. »Und dann sammeln alle Menschen mit, egal welcher Nationalität«, meint der Bürgermeister.

Im FT-Bericht heißt es, für Bürgermeister Glüsenkamp handele sich um “ein Beispiel für Integration im besten Sinne”. Er scheint dabei zu übersehen, dass die meisten Ukraine-Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurück wollen und sicher auch gehen werden. Um Integration kann es hier also (noch) nicht gehen. Sollten welche hierbleiben, dann ist allerdings ein guter Grundstein für Integration gelegt. 

Geschrieben: FT Bbg-mdwvBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Da die webzet Bilder aus der Tageszeitung nicht entnehmen kann, mussten Symbolfotos genommen werden  Webzet unter www.freie-webzet.de aufrufen und speichern!  >  STARTSEITE

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