Tag der deutschen Einheit

Der 3. Oktober ist deutscher Nationalfeiertag. Gefeiert wird, dass an diesem Tag im Jahr 1990 die Bundesrepublik Deutschland und die DDR vereint wurden. Vorher war Deutschland als Folge des verlorenen 2. Weltkrieges mehr als 40 Jahre getrennt: im Westen gab es die Bundesrepublik Deutschland, im Osten die DDR.

 

FLÜCHTLINGSPOLITIK

Nachbarn der AEO üben harsche Kritik

Das Ankerzentrum in Bbg-Ost bereitet zusehends Sorgen. In einer “halböffentlichen” Veranstaltung machten sich die Nachbarn teils heftig Luft. Eine Vielzahl an Belastungen wurden angeführt.

Besonders “junge Männer zwischen 18 und 28” sorgen für Ärger

“Es ist unerträglich, wenn ich eine andere Wohnung bekäme, würde ich nochmal umziehen”, sagte eine 72-jährige in ihrer Wortmeldung. (Die Diskussionsteilnehmer/innen mussten ihre Namen nicht nennen; zudem waren nur die Nachbarn im unmittelbaren “Einflussbereich der AEO eingeladen.) Der Raum war voll, rd. 70 bis 80 Personen waren anwesend. In ihrer Eigenschaft als Sprecherin des städt. Ombudsteams leitete Stadträtin Dr. Ursula Redler die Versammlung. Sie konnte u.a. als Vertreter der Regierung von Ofr. Stephan Krug und Markus Oesterlein begrüßen, den neuen Chef der Polizeiinspektion Bamberg, PD Florian Mayer, die Vorsitzende des Bürgervereins Bbg.Ost, Gabriele Seidl, den Leiter der Stadtwerke Bamberg, Dr. Michael Fiedeldey, sowie den 2. Bgm Jonas Glüsenkamp.
Die zahlreichen Beiträge der anwesenden Bürgerinnen und Bürger waren harsch und bisweilen aggressiv. Grundlegende Ausgangspunkte der Kritik waren/sind die derzeit hohe Belegungszahl und die “Auswahl” der Bewohner des Ankerzentrums (AEO) in Bamberg-Ost. Die Beschwerden reichten von Lärm- und persönlichen Belästigungen, permanent belegten Parkplätzen, Bettelei, Reibungen im Stadtbus oder an den Haltestellen.
Im Einzelnen wurde u.a. vorgetragen, dass die Polizei bisweilen zu spät reagiere oder Polizeibeamte und Security-Kräfte die Auseinandersetzungen mit AEO-Bewohnern scheue. Angemerkt wurde, dass vornehmlich die zahlreichen “jungen Männer zwischen 18 und 28” für Ärger sorgten. “Der Unterschied ist, dass wir Deutschen für Fehlverhalten Konsequenzen hinzunehmen haben, während bei AEO-Bewohnern weggeschaut wird”, war die wiederholt geäußerte Klage. Zahlreiche Varianten von Eigentumsdelikten und Belästigungen wurden aufgezählt. Oft wurde darauf hingewiesen, dass in den Einkaufsmärkten eigene Security patrouillierten. Gefordert wurde, dass bei der Polizei Hilferufe zur AEO direkt zugeordnet werden und auch als solche in der Statistik auftauchen. Die Belegungszahl der Einrichtung müsse schnellstens gesenkt werden; die Verantwortlichen müssten auch darauf achten, dass sich oft auch nicht Berechtigte in der Anlage aufhielten.

"Objektive Sicherheitslage" und “subjektives Sicherheitsgefühl"

Die Vertreter der Regierung Krug und Oesterlen informierten über die Belegungszahlen und die Nationalitäten - man bemühe sich AEO-Bewohner in andere Bezirksbereiche zu verlegen. Was die Security-Mitarbeiter betreffe, so werde man diese auf die genannte Kritik ansprechen. “Wir nehmen die Problem ernst”, sagte PI-Leiter Florian Mayer. Er wies zunächst darauf hin, dass man zwischen “objektiver Sicherheitslage" und “subjektiven Sicherheitsgefühl” unterscheiden müsse. Er erkenne an, dass bei den AEO-Nachbarn das Sicherheitsgefühl leide. Die Einsatzhäufigkeit der Polizei habe sich zum vergangenen Jahr nicht wesentlich erhöht; erweise sich aber “in besonderen Aspekten als kritisch”. Man könne den Problemraum “nur im Rahmen der vorhandenen Ressourcen bestreifen”. Die Bamberger Polizei sei insgesamt gut aufgestellt. Dr. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer der Stadtwerke, räumte teilweise die Problemlagen ein: “Wir fragen bei unserem Personal nach und haben einen etwas anderen Eindruck.” Im Einklang mit Bgm Glüsenkamp räumte er ein, dass bei der Bus-Anbindung “akuter Handlungsbedarf” besteht. Als konkrete Maßnahme sei vorgesehen, die Bushaltestelle AEO in “unmittelbare Nähe zum Ein- und Ausgang der Einrichtung” zu verlagern. Der Bürgermeister sagte zu verschiedenen Aspekten, dass er sich bemühen - “telefonieren” - werde, um für Abhilfe zu sorgen. Das gelte besonders bei Vermüllung.
Nach rd. zweieinhalb Stunden schloss Veranstaltungsleiterin Redler die Versammlung, obgleich immer noch offenbar erregte Wortmeldungen anstanden.

 Die Feststellung von Bgm Glüsenkamp, dass “die Verantwortung nicht dauerhaft bei der Stadt Bamberg liegt”, mag für die Jetztzeit gelten. Wer aber weiß, wie die Einrichtung noch dazu in dieser Größe nach Bamberg kam, weiß auch, dass die Verantwortung dafür ausschließlich bei der Stadt Bamberg liegt.

 Geschrieben: mdwvBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto);

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supi
nun die nachbarn dürfen soviel kritik, gar harsche üben wie sie wollen, nur wird sich nichts ändern, denn diese zustände sind gewollt.
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cunningham
Der Stadtrat hat sich doch ausdrücklich und einstimmig dafür ausgesprochen, dass Bamberg für alle Flüchtlinge ein sicherer Hafen sei. Und Bamberg hätte genug Platz. Hier ist eine Stellungnahme des Stadtrates notwendig.
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Werner
Was hat denn der Stadtrat damit zu tun? Der braucht Lastenfahrräder und Stellplätze dafür. außerdem gibt es einen vorbestraften OB, dem geht Bamberg-Ost schon mal gar nichts an!
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CFRA2
Sorry, das ist aber doch sehr einseitig. Das ist nur der grüne Glüsi mi seinen Fahrradfreunden .
Das Willkommen mit dem sicheren Hafen haben auch andere Fraktionen damals verkündet!
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Ursula Redler
Das Treffen traf mit der Überfüllung des Ankerzentrums zeitlich zusammen und war überfällig. Das Ombudsteam organisiert daher alsbald einen weiteren Termin, zu dem frühzeitiger eingeladen und vorher Ideen von den AnwohnerInnen gesammelt werden. Hinsichtlich der gestern vorgebrachten Sorgen und Ideen drängen wir auf Prüfung und soweit möglich auf Umsetzung.
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Norbert a.G.
Was interessiert das die Leute, die weit weg von solchen Brennpunkten leben. Sie können sich weiter als Gutmenschen verstehen.
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H. Mutler
Das Problem ist nicht mehr in den Griff zu bekommen, weil die Flüchtlinge immer mehr werden. Sollte eine wirtschaftliche Krise hinzukommen, dann wird es in weiteren Kreisen rund gehen.
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