CORONA-APP

Die “Luca-App” bald auch in Bamberg?

Wie andere Bundesländer setzt jetzt auch Bayern auf die Luca-App zur Nachverfolgung von Corona.
Die CSU/BA-Stadtratsfraktion hat bereits einen entsprechenden Antrag gestellt. 2,2Min.

Wie arbeitet die Luca-App und was unterscheidet sie von der Corona-Warn-App?

Schon seit einigen Wochen kann jede/r die Luca-App zur Corona-Kontaktverfolgung kostenlos aufs Smartphone laden. Nun hat auch der Freistaat beschlossen, die Luca-App zu benutzen. In der Textausgabe BR24 des Bayerischen Rundfunks v. 7.4.21 wird begründet, was es bedeutet, dass die Luca-App in Bayern kommt.
Hier ganz kurz: Das bedeutet, dass die bayerischen Gesundheitsämter Informationen mit der App austauschen sollen. Bayern ist nicht das erste Bundesland, das die Luca-App einsetzt, auch Baden-Württemberg und Thüringen sind schon dabei.
Was ist der Gedanke hinter der Luca-App? Mit Luca sollen Restaurants und Veranstalter die "Zettelwirtschaft" ersetzen können, die beim Eintragen der Gäste entsteht. Anstatt jedes Mal beim Betreten eines Restaurants, eines Kinos, eines Stadions oder jeder anderen Gelegenheit, bei der Menschen zusammen kommen, erneut Namen, Adresse und Telefonnummer hinterlassen zu müssen, brauchen Veranstalter und Gast nur die App installiert zu haben und dort einmal ihre Daten zu hinterlassen.
Wer das Gelände betritt, scannt einen QR-Code, die Daten werden erfasst und können im Falle einer festgestellten Infektion mit den Gesundheitsämtern geteilt werden. Luca bietet eine direkte Schnittstelle zu den Gesundheitsämtern und soll damit für schnellere und einfachere Übertragungen sorgen.
Im Unterschied zur Corona-Warn-App, die passiv funktioniert – sie sucht nebenbei nach Kontakten, die uns nahe kommen, ohne dass wir etwas davon merken - wird die Luca-App aktiv benutzt: Wenn wir an einen Ort kommen, der die Luca-App unterstützt, können wir den Code scannen und unser Check-In wird registriert. Weitere Details können in dem BR24-Bericht nachgelesen werden.

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt einführen

Die CSU/BA-Fraktion im Bamberger Stadtrat hat schon vor rd. einem Monat bei der Stadt beantragt, “zur effektiven Bekämpfung der Corona-Pandemie auch im Stadtgebiet Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt die Luca-App einzuführen". Auch in dem CSU/BA-Antrag wird die Luca-App als “eine anonymisierte Software mit sehr strengen Datenschutzrichtlinien zur Registrierung von Menschen zur Verwendung bei Treffen” beschrieben. Als besonderer Vorteil wird herausgestellt, dass “bei Infektionen eine sofortige anonymisierte Information an die möglichen Kontaktpersonen erfolgt”. Dies ermögliche die “anzustrebende Öffnung der Gastronomie und Geschäfte und befördert damit die Rückkehr zu ersehnten Normalität”. Die Fraktion möchte, dass die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt den Einsatz der Luca-App prüft und spätestens in der Stadtrats-Vollsitzung am 28.4.2021 darüber berichtet. 409W/2,2Min
9.4.21 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+11 # Bergradfahrer 2021-04-09 13:35
Genau, scheißen wir einfach auf informationelle Selbstbestimmung den den lästigen Datenschutz und die übertriebene Datensicherheit! Melden wir irgendwelchen Datenhostern und den Behörden einfach immer wann wir wo und mit wem zusammen was gemacht haben. Wir haben ja schließlich nichts zu verbergen und zudem grassiert eine äußerst tödliche und extrem ansteckende Krankheit. Stimmt doch, oder?
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+12 # CFRA2 2021-04-09 14:20
So ausgereift scheint die Luca-App nun auch nicht zu sein, denn wie selbst auf der Luca-App Webseite zu lesen ist:

"Wenn ein Check-In QR-Code einer Location, wie hier vom Zoo in Osnabrück, öffentlich bekannt ist, können Nutzer:innen ihn einscannen und sich auch von zu Hause dort einchecken. Alternativ müsste man die GPS-Daten verpflichtend überprüfen. Das würde unserer Idee der Datensparsamkeit jedoch widersprechen, weshalb Luca das nicht umsetzen möchte. Luca setzt daher lieber auf Datensparsamkeit und Eigenverantwortung" (Quelle: https://www.luca-app.de/nachts-im-zoo-von-osnabruck-und-danach-im-modehaus-in-bohmte/)

Damit ist Mißbrauch Tür und Tor geöffnet, denn mit genügend Luca-Apps kann man auch einen Ort virtuell überfüllen, so daß keiner mehr hineindarf, auch wenn in Realitas keiner dort ist.

Gott sei Dank besitze ich kein Handi!
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+12 # Wau Holland 2021-04-09 15:32
https://www.heise.de/tp/features/Die-Luca-App-Dilettantisch-und-sinnlos-6007111.html
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+7 # Superbus 2021-04-09 16:57
Ich möchte mal wissen, ob man in diesem Land der Satten und Selbstgefälligen überhaupt noch was richtig machen kann!!
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+11 # Bergradfahrer 2021-04-09 19:57
Wenn man Scheißdreck nicht mehr als Scheißdreck bezeichnen darf, wird erst Mittelmaß und später Mist zum Maß aller Dinge. Leider ist das inzwischen ein weit verbreitetes Symptom, dass man jeden Furz wertschätzend und politisch korrekt würdigen muss.
Dieses Land ist auf einem steilen Abwärtspfad, sowohl in der längeren zeitlichen Betrachtung von Standortfaktoren wie z.B. wie Qualität und Gerechtigkeit der Bildung oder Infrastruktur als auch beim aktuellen Versuch sich im Corona-Wahn selbst zu versenken, indem Grundrechte und Wirtschaft mit einem autokratischen Federstrich zerstört werden.
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+12 # Werner 2021-04-09 22:36
Herrgottnochmal, was für Versager sind da am werken, angefangen von den Bürgermeisterchen, Landrätchen, MPs bis zur allmächtigen Mutti hoch. Ich bin bald soweit, dass ich dem nächstbesten, höhergestellten Politiker höchstpersönlich auf den Schreibtisch kacke. Solche Versager durch die Bank. Ich bin stinksauer, ich halte mich seit über einem Jahr an jeden Mist, bin aber weiterhin eingesperrt und die Kinder verblöden! Hab die Faxen und das Unvermögen dicke!
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+10 # GodFather 2021-04-11 10:28
Kaum macht ein lustiger Rapper Werbetour für ein halbseidenes Startup springen Politiker en masse übers Stöckchen und schmeißen das Geld mit Wonne aus dem Fenster. Als hätten wir nicht schon die Corona Warn App mit über 20 Mio. Downloads. Die derzeit auf genau diese Location Situation angepasst wird.
Wau hatte schon recht. Und hier noch ein paar Quellen für die CSU/BA Franktion die sich offenbar gerne das blaue vom Himmel herunterlügen lässt.
https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2021-03/luca-app-kontaktverfolgung-infektionsketten-corona-datenschutz
https://t3n.de/news/kritik-luca-app-qr-code-missbrauch-1370826/
https://www.golem.de/news/coronapandemie-luca-app-ermoeglicht-check-ins-von-beliebigen-orten-aus-2104-155530.html
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+7 # Eisenbahner 2021-04-11 19:49
Bamberg entwickelt eine eigene App? :sad:
Müssen die Überstundenabrechnungen verschleiert werden, oder ein verspäteter Aprilscherz gar?

https://www.fraenkischertag.de/lokales/bamberg/gesundheit/bekommt-bamberg-eine-eigene-corona-warn-app-art-31467
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+5 # supi 2021-04-12 17:01
Ganz ruhig leute nicht gleich hyperventilieren, hier droht überhaupt keine gefahr. So sicher wie das amen im gebetbuch, Bamberg bekommt nichts hin, nichts auf die reihe
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