CORONAPANDEMIE

Brennpunkt Untere Brücke

Viele, vornehmlich junge Feiernde halten sich wieder auf der Unteren Brücke auf. Offensichtlich unbeeindruckt von den Corona-Gefahren. Die Stadtoberen rufen zur Vernunft auf.

Hinweise der Stadt scheinen wirkungslos zu bleiben

Bei gutem Wetter versammeln sich wieder häufiger Menschen im Freien. In Bamberg zeigen sich die Treffen ohne Masken oder Abstände auf der Unteren Brücke und auf der Kettenbrücke als Brennpunkte. Ähnliches ist in der Theuerstadt und auf der ERBA- Insel zu beobachten.
Zurzeit sinken die Corona-Inzidenzwerte im Raum Bamberg. Das und die (ab und an) wärmeren Temperaturen verlocken offensichtlich zum Feiern in der Öffentlichkeit. Hierbei scheinen auch die Hinweise der Stadt wirkungslos zu bleiben, dass durch Verstöße gegen Hygieneregeln und Alkoholverbot die Corona-Infektionen wieder stark zunehmen können.
Auf der Unteren Brücke stehen oder sitzen hunderte Menschen dicht gedrängt beieinander und genießen die Sonnenstrahlen. Die Feiernden verstoßen dabei nicht nur gegen das Alkoholverbot, sondern auch gegen Abstandsregeln und die Maskenpflicht.
Vor einigen Tagen hat Oberbürgermeister Andreas Starke in einem offenen Brief die Feiernden aufgerufen Rücksicht zu üben. »Wer die Regeln nicht einhält, riskiert, dass der Inzidenzwert in Bamberg wieder über 100 steigt mit der Folge, dass die Schulen wieder eingeschränkt werden«, mahnt Starke und fügt hinzu, dass eine steigende Inzidenz dazu führe, dass »die KiTas nicht mehr für alle geführt werden und die Außengastronomie wieder geschlossen werden muss.«

Polizeifeindliche Grundstimmung festgestellt

In der Nacht zu Samstag soll es zudem zu einem besonderen Vorfall gekommen sein. Auf der Unteren Brücke war der Einsatz eines Rettungsdienstes eskaliert. Ein 21-Jähriger sollte wegen einer Schnittverletzung behandelt werden. Er verweigerte aber die Behandlung, wurde aggressiv und trat mehrfach gegen den Rettungswagen. Daraufhin nahm ihn Polizei in Gewahrsam. Umstehende Passanten solidarisierten sich mit dem 21-Jährigen. "Die aggressive polizeifeindliche Grundstimmung konnte nur durch Hinzuziehung weiterer Einsatzkräfte eingedämmt werden", heißt es in der Mitteilung wörtlich.
Auch in den Nachmittagsstunden habe die Polizei bereits etliche Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz im Bereich der Unteren Brücke erstattet.
Am morgigen Montag könnte es seitens der Stadt bzw. des städt. Ordnungsamtes weitere Maßnahmen geben. So könne - wie bereits im vergangenen Sommer - der To-Go-Verkauf von Alkohol wieder in Betracht gezogen werden. Laut einer FT-Mitteilung (14.5.) soll das Zweiter Bgm
Jonas Glüsenkamp (Grünes Bamberg), erklärt haben. Zudem verweise er auf die Möglichkeit, die örtlichen Polizeikräfte durch Einheiten der Bayerische Bereitschaftspolizei zu ergänzen.

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16.5.21 Bilder: Unt. Brücke=Archivfoto; webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+8 # Werner 2021-05-16 17:52
Bei allem Verdruss über die Zustände und vor allem den Hinterlassenschaften, sollte man eins nicht vergessen: alle waren monatelang eingesperrt und das bisserle Aussengastro ist auch nur Symbolpolitik. Vom ‚Schwache‘ war nichts anderes zu erwarten.

Und der Glüsenkrampf macht seiner Partei gleich wieder mal alle Ehre: verbieten! Und droht noch dazu mit der den Grünen ach so verhassten Polizei. Mensch Leute, reisst Euch mal zusammen! Wie weit sind wir nur gekommen, wenn man das gesellige Zusammenstehen gleich dermaßen sanktioniert und kriminalisiert, während andersorten zur gleichen Zeit antiisraelische, gewaltsame und terrorverherrlichende Kundgebungen stattfinden - hier nennt bis auf wenige, private Medien niemand Ross&Reiter.

Mit Freunden auf der unteren Brücke einen sundowner trinken soll also verboten werden. Ungestraft wäre es demnach also auf der oberen Brücke eine Davidsternflagge zu verbrennen?

Kommt mal zu Sinne..und an die Brückensteher gerichtet: räumt halt Euern Müll auch auf!
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-1 # cityman 2021-05-16 23:13
Werner, so was Blödes habe ich schon lange nicht gehört. Dabei ist es doch ganz einfach: Vernunft, Vernunft und nochmals Vernunft. Und die fehlt hier!
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0 # Lichtfetzen 2021-05-25 17:42
...wer vernünftig ist, bleibt sowieso zu Hause. Bei den Infektionszahlen ist ein Fahrradunfall wahrscheinlicher. Die Gesundheitsdiktatur ist nicht mehr aufzuhalten....
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+3 # Bergradfahrer 2021-05-17 07:55
Sehe es genauso. Der Müll ist Mist, der Rest ist ok und ist auch für den Menschen notwendig. Wir brauchen Kontakte, funktionieren seit Beginn der Menschheit nur in der Gruppe.
Ein Blick selbst in die fahrlässig (oder vorsätzlich?) schlecht geführten Daten zeigt, dass einerseits "Ansteckung" draußen irrelevant ist und andererseits eine klar definierte Risikogruppe existiert. Darüber muss keine Diskussion mehr geführt werden.

Alles, was über deren sinnvollen Schutz durch nachweislich wirksame Schutzmaßnahmen hinausgeht, ist eine illegale Grundrechtseinschränkung.
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+9 # Lenny 2021-05-17 10:11
Volle Zustimmung zu Werners Kommentar!
Alle anderen, sperrt euch daheim ein. Es zwingt euch niemand euer Heim zu verlassen. Bestellt bei Amazon und Co und geht den Rest nicht auf den Keks mit eurem Gesundheitsfetischismus!

Wer zuviel Geld hat kann es mir gerne schenken.
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