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CORONA - WIRTSCHAFT

Corona-Hilfe-Schexs vergünstigt ausgeben

Bamberger Stadtgutscheine sollen der regionalen Wirtschaft helfen. Die Stadtratsfraktion BaLi/Die Partei will 1 Mio € zur Revitalisierung der Innenstadt und sozialer Hilfe ausgeben.

Ein Stadtgutschein soll von der Stadt mit 50% bezuschusst werden

Nachdem die Corona-Maßnahmen insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen der Bamberger Wirtschaft getroffen haben, beantragt die Stadtratsfraktion Bamberger Linke/Die Partei – entsprechend dem Erlanger Vorbild – die vergünstigte Ausgabe von Stadtgutscheinen in Form der bestehenden „City Schexs“.
In einem Schreiben an Oberbürgermeister Andreas Starke wird ausgeführt: “Zur Revitalisierung der Bamberger Wirtschaft soll zwischen dem 15.08. und 30.11.2021 ein Kontingent von insgesamt 100.000 Stadtgutscheinen (mit einem Nennwert von jeweils 10€) von Seiten der Stadt angeboten werden. Um den Anreiz zum Kauf und Einsatz dieser Stadtgutscheine zu erhöhen, wird der Kauf eines Stadtgutscheins in dem vorab genannten Zeitraum von der Stadt Bamberg mit 50% bezuschusst. Der Verkaufspreis beträgt mithin nur 5 € pro Gutschein. Die Kostenbeteiligung der Stadt beträgt maximal 500.000 €.
Der Einsatz der Gutscheine ist an allen 400 Akzeptanzstellen der Bamberger „City Schexs“ Gutscheine möglich. Das Stadtmarketing Bamberg wird in dem angegebenen Zeitraum keine Einlösegebühren erheben, so dass alle Unternehmen – unabhängig ihrer bisherigen Teilnahme am „City Schexs“ Modell – an der Aktion „Stadtgutschein“ teilnehmen können.

Ein Sonderkontingent soll bestimmten Personengruppen angeboten werden

In einer Pressemitteilung (PM) heißt es ergänzend: “Die Ausgabe der „Stadtgutscheine“ erfolgt über die Infothek der Stadt Bamberg. Der maximale Ausgabebetrag für die Gutscheine liegt bei 100 € pro Person (ab 18 Jahre). Natürlich dürfen auch geringere Beträge, wie 80, 60, 40 oder 20 € bestellt/ausgegeben werden.
Dass es der Fraktion nicht nur um die regionale Wirtschaft geht wird durch die Sätze klar: “Zur Unterstützung wirtschaftlich benachteiligter Personen und Familien, kann die Stadt – bereits im Vorfeld des offiziellen Verkaufsbeginns – das Sonderkontingent entsprechenden Personengruppen anbieten. Auch sollen weitere Personen und Berufsgruppen wie z.B. Pfleger/innen, Busfahrer/innen, Reinigungskräfte, Sozialleistungsempfänger/innen, Wohngeldbezieher/innen, Alleinerziehende, Auszubildende, Erwerbslose, Kurzarbeiter/innen die Möglichkeit erhalten, im Vorfeld des offiziellen Verkaufsbeginns die „Stadtgutscheine“ bei der Stadt zu beziehen.
Offenbar auch zur Sicherstellung der Finanzierung heißt es in der PM: Eine zusätzliche Unterstützung durch die regionalen Finanzdienstleister „Sparkasse“ bzw. „VR Bank Bamberg“ sowie die Nutzung bestehender Fördermittel aus dem Bund, Land oder Bezirk sollen von Seiten der Verwaltung berücksichtigt werden.
Dabei wird die Teilnahme der Einzelhändler/in und Gastronomen sowie Dienstleister wird als unabdingbar betrachtet und weitere Beteiligungen sind ausdrücklich erwünscht. Wie es heißt, soll dadurch "ein Gemeinschaftsgefühl gestärkt und die Unternehmer/Innen dazu bemächtigt werden, sich selbst und andere zu unterstützen."
Insgesamt soll diese Aktion von weiteren Unterstützungsmaßnahmen flankiert werden. Sie gilt jedoch als “ein geeigneter Schritt zur Revitalisierung der Innenstadt”. … “Die Kampagne soll die Bürger und Bürgerinnen zu einem verstärkten lokalen Kaufverhalten bewegen.”
Zur Finanzierung heißt es lapidar, dass diese aus der städt. Rücklage entnommen werden soll. “Die Finanzierung wird sich teilweise durch die zurückfließende Steuer aus der Stärkung der Innenstadt-Geschäfte amortisieren.”
In einem Bericht der Webzet v. 25.6.21 aus dem städt. Finanzsenat wird der Hinweis der Regierung von Oberfranken erwähnt, dass die Rücklagen der Stadt Bamberg mittlerweile auf das gesetzlich festgelegte Mindestmaß abgeschmolzen seien. 
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Kommentare   
+10 # Bergradfahrer 2021-07-22 07:59
Wir sprechen hier über Wirtschaftsförderung, nicht über caritative Zwecke, oder?
Wenn sich das bei einer wohlwollenden Kalkulation nur "teilweise" amortisiert, wieso es dann bei der aktuellen Finanzlage erwägen?
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+7 # Paule 2021-07-22 11:54
Wie soll sich denn ein Zuschuss von 50% auf den Nennwert eines Gutscheines für die Stadt amortisieren?
Bsp: Ich kaufe als Bürger einen 100 EUR Gutschein und muss dafür nur 50 EUR bezahlen. Gehen wir mal davon aus, ich kaufe etwas für 100 EUR in einem Laden (mache also Umsatz). Die Stadt erhält doch von dem Laden hauptsächlich die Gewerbesteuer, welche ca. 14% vom Ergebnis (Achtung: nicht Umsatz) macht. Mit 100 EUR Umsatz wird der Ertrag je nach Unternehmen (Gastor, Handel etc.) doch eher nur bei 10-50% sein, also 10-50 EUR Ertrag; davon 14% zurück an die Stadt (in unserem Beispiel 1,40 bis 7 EUR), heisst: die vorher investierten 50 EUR können sich für die Stadt niemals amortisieren.
Sie sind also eine aktive Unterstützung und kein Geschäft (Amortisation einer Investition).
Oder hab ich einen Denkfehler?
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+9 # störbeleuchter 2021-07-22 22:14
Das hört sich so an, als ob sich die Stadtratsfraktion "Bamberger Linke/Die Partei" für Klausi prostituiert und seine Idee im Stadtrat einbringt.
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+2 # Ines 2021-07-23 12:48
Wenn man mit dem Gewinn bzw die Wirtschaftslage des Einzelhandel mit dem City Schexs bringen würde. Würde die Witschaftslage für jeden Einzelhandel in Bamberg könnte mit der Spende ein kleiner Aufschwung sein. Der Aufschwung von den ganzen Einzelhandel fehlt und mit dem City Schexs ist das ganz und gar keine Lösung, so wie sich der Herr Stieringer sich das vorgestellt hat. Er möchte mit sein Stadtmarketing und mit seiner Partei einen Namen machen.
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 Bamberchä Deutsch  

Redensarten und Redeweisen

Altes Bambergerisch wird kaum noch gesprochen. Hier handelt es sich zudem um die Gärtnervariante. Zusammengestellt von Wolfgang Wußmann (†), übersetzt von mdw.

B 82

Broich: Bräuche.

Däs sän olda Broich. Das sind alte Bräuche.

-

broichäd: bräuchte.

Eä broichäd hald a schdorgga Händ. Er bräuchte halt eine starke Hand.

Eä broichd si scho long amol widdä. Er bräuchte sie schon lang einmal wieder.(= müsste geschlagen werden)

-

broichd: braucht.

Iä müssd oich hald rüän, wänn dä wos broichd. Ihr müsst euh halt rühren/auf euch aufmerksam machen/euch einmischen, wenn ihr was braucht.

-

broing: brauchen.

Miä broing niggs! Wir brauchen nichts! (z.B. zum Hausierer).

-

Broidla: Bräutchen.

Si woä a schöss Broidla. Sie war ein schönes Braütchen (bei der Erstkommunion).

-

Broiss, Broissn: Preuße(n).

Wos willn deä Broiss? Was will den der Preuß? 

Aa Broiss is scho dsävill, dswaa Broissn, däs is scho a Soichn. Ein Preuße ist schon zu viel, zwei Preußen, das ist schon eine Seuche.

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Broissn|wiäsching: Preußenwirsing. gekräuselter Wirsing.

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