INNENSTADT - VERSORUNG

Post an der Promenade macht zu

Die Postbank-Filiale beim ZOB soll Ende Juni schließen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Doch es soll auch Ersatz in der Innenstadt geben. Ist jetzt der Promenaden-Parkplatz fällig?

Marktsituation und Kundenverhalten als Gründe

EPost Prom schliets ist die einzige Postbank-Filiale in der Bamberger Innenstadt. Ab Juli soll die Filiale in der Heinrichstraße 1 schließen. Der Standort müsse aus wirtschaftlichen Gründen schließen, heißt es von Seiten der Postbank. Dabei soll auch die Digitalisierung eine große Rolle spielen. Die Marktsituation und das Kundenverhalten habe sich dadurch verändert. Im Zuge der C-Pandemie habe sich dieser Trend noch verstärkt.
Teilweisem Ersatz für die Filiale an der nördlichen Promenade soll Am Kranen 12 a geben. Dort verkündet bereits ein Plakat: “Ab 23.6. erweitern wir unsere Dienstleistungen und werden die Postdienstleistungen vom ZOB übernehmen, d.h.die Filiale am ZOB wird geschlossen und bei uns integriert.” Dem Anschein nach können dort Kunden jedoch lediglich Dienstleistungen der Deutschen Post in Anspruch nehmen.

Paketpost mit dem Pkw anfahren kann schwieriger werden

Die nächstgelegene Filiale der Postbank hingegen befindet sich in der Ludwigstraße gegenüber dem Bahnhof. Dort können Kunden Bankgeschäfte erledigen und erhalten auch Leistungen der Deutschen Post und DHL.
Für Kunden der Postbank ist es jedoch weiterhin in der Bamberger Innenstadt möglich Bargeld abzuheben, z.B. in der Filiale der Deutschen Bank in der Langen Straße. Insgesamt werden aber nicht wenige Kunden bald längere Wege in Kauf nehmen müssen. Aber auch Geschäftsleute sind betroffen, die für Paketabgaben nun deutlich mehr Zeit einplanen müssen. Vor der Post an der Promenade konnte man bisher leidlich mit Fahrzeugen halten und kurzzeitig parken, das scheint an Am Kranen nun deutlich schwieriger zu werden.
Die Mutmaßung, dass Überlegungen der Grün-roten Koalition im Rathaus, die Kfz-Stellplätze an der nördlichen Promenade aufzulösen, hat sich bisher nicht erhärtet. (> vgl. webzet-Bericht v. 15.5.21 “Erlebnisplatz in der Innenstadt
7.6.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
-21 # Joshi 2021-06-07 11:57
Ohoh, Parkplätze in der Innenstadt könnten wegfallen, Deutschland brennt, Autofahrer fahren schreiend im Kreis, absolutes Chaos. Früher oder später wird die Innenstadt eh eine Autofreie Zone.
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+27 # Superbus 2021-06-07 13:23
Bei Ihnen kann man leicht erkennen, wess' Geistes Kind sie sind. Eine Innenstadt lebt von Gewerbe und Dienstleistung. Dazu gehört auch eine Poststation mit ihrem speziellen Angebot und Leistungen. Zum Bsp. Pakete aufgeben zu können oder Einschreibbriefe zu verschicken. Sie sollte dazu leicht erreichbar sein. Wenn die Postfiliale an der Promenade verschwindet und durch eine Poststelle Am Kranen mit Mindestangebot ersetzt wird, dann ist das ein Verlust.
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-8 # Bamberger 2021-06-07 13:55
Eine Innenstadt lebt von Aufenthaltsqualität.

Die Postfiliale am ZOB war ein Muster an Kundenunfreundlichkeit. Hat man versucht in der Mittagspause ein Paket oder ein Einschreiben abzugeben, ist es nicht nur ein oder zweimal passiert, dass einfach 2 der 3 anwesenden Mitarbeiter ihre Schalter geschlossen haben um selbst in Mittagspause zu gehen. Der dritte Mitarbeiter durfte dann noch Mietkautionssparbücher o.ä. eröffnen. Bei einer Schlange bis vorne zur Tür hinaus.
Dass sich mein "Kundenverhalten" dann ändert und ich zu einer Filiale gehe, wo Kunden noch als solche behandelt werden und nicht als Bittsteller, ist glaube ich nachvollziehbar.
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+8 # Bergradfahrer 2021-06-08 09:45
@Bamberger:
Die Arbeitszeitgestaltung und Personalplanung ist jetzt nicht zwingend in der Hand der Mitarbeiter. Wenn Sie sich dadurch von diesen persönlich gekränkt fühlen, ist das primär Ihr Problem. Man kann nicht erwarten, dass man überall sofort dran kommt. Und wenn einem die Zeit fehlt, dann muss man sich eben noch besser organisieren.

@Superbus:
Ich glaube, dass es schon eine ganze Menge an "Paketshops" über das Stadtgebiet verteilt gibt, so dass das Schleppen von schweren Paketen zum Kranen nicht zwingend notwendig ist.
Und es gibt auch Hilfsmittel: Jüngst habe ich eine kleine, alte, gebückt gehende Nonne von den Englischen beobachtet, die vom Holzmarkt kommend mit einer kleinen, wackeligen Klappsackkarre ihr Paket zur Post brachte. Bevor man ihr noch Hilfe anbieten konnte, war sie die Rampe nutzend oben in der Post. Hat geklappt, sie hat sich gefreut es geschafft zu haben und war guter Dinge.
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-9 # Bamberger 2021-06-08 11:46
Tja, mit der Einstellung "ist das primär ihr Problem", bekommt man das dann eben hin, dass solche Filialen schließen müssen. Wenn ich während der Öffnungszeiten ein Geschäft betrete, dann erwarte ich auch, dass ich während dieser Öffnungszeiten bedient werde. Und zwar nicht mit 30 Minuten Wartezeit. Wenn man so eine Lage hat, muss man erwarten, dass gerade in der Mittagszeit die meisten Menschen die Filiale aufsuchen.

Kein Selbstständiger käme auf die Idee Kunden im Laden stehen zu lassen und erstmal Mittagspause zu machen.
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+21 # gablmann 2021-06-07 14:30
Post und Bahn zu "privatisieren" war im Nachhinein gesehen der größte Fehler - der Steuerzahler zahlt ja immer noch den Verlust - außer dass sich die Mitarbeiter etwas freundlicher verhalten als der frühere Beamte der bei schlechter Laune das ovale Fensterchen zugeknallt hat.
Übrigens: Die Fensterchen hätten sich im letzten Jahr wieder bewährt......
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+1 # GodFather 2021-06-09 21:00
Sehen wir's positiv: am Kranen werden die Öffnungszeiten besser sein als in der Postbank. Nur für spezielle Sendungen wird es vielleicht dort etwas schwerer werden.
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