Bargeldlos im Bus bezahlen 

“So einfach geht’s” heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke Bamberg. Selbst Kleinbeträge können einfach und bequem bargeldlos per Geldkarte oder über Smartphone-Apps bezahlt werden.

Ohne lästiges Kramen nach dem passenden Kleingeld

Am Bamberger ZOB.

Spontan und ohne Bargeld in der Tasche den Bus zu nehmen, ist in Bambergs Stadtbussen kein Problem. Fahrgäste können selbst Kleinbeträge einfach und bequem bargeldlos mit Giro- oder Kreditkarte sowie über Smartphone-Apps wie Apple Pay oder Google Pay begleichen. Beim Einsteigen ist lediglich anzugeben, welche Strecke man fahren möchte; die Geldkarte oder das Handy muss dann an das Lesegerät gehalten werden und schon kann der Fahrschein entnommen werden – vollkommen kontaktlos und ohne lästiges Kramen nach dem passenden Kleingeld. So heißt es in der PM der StWB. 

Diese Dienstleistung, die die Zahlungsabwicklung im Bus besonders leicht machen soll, wird gemeinsam von den Stadtwerken Bamberg und der Sparkasse Bamberg in sämtlichen Stadtbussen angeboten.

Das E-Ticker “egon” ist besonders interessant 

Wer seinen Einzelfahrschein oder sein TagesTicket als HandyTicket in der App “VGN Fahrplan & Tickets” oder im VGN Onlineshop kauft, kommt in der Regel preislich günstiger. Der Kauf ist bis kurz vorm Einsteigen möglich; das Ticket sofort gültig.

Für alle, die ab und zu mit dem Bus fahren, kann auch das E-Ticket “egon” interessant sein: Der Fahrpreis setzt sich aus einem Tagesgrundpreis und den tatsächlich gefahrenen Kilometern (Luftlinie) zusammen. Man zahlt also nur, was man fährt. Am Ende von 31 Tagen wird der Fahrpreis bequem abgebucht. Je öfter Sie den Bus nehmen, desto höher der Rabatt.

Die Stadtwerke gehen mit der Zeit – sie müssen mitgehen! Aber besonders für die älteren Fahrkunden ist das nicht so einfach. Ich werde zunächst noch bei der 4-Karte  bleiben. Sie soll es bitte noch lange geben.

Geschrieben: PM-mdw; veröffentlicht: 16.04.24; Bilder v. webzet (Titelbild ist i.d.R. Symbolfoto);

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14 Gedanken zu “Bargeldlos im Bus bezahlen 

  1. also ich brauch weder das eine noch das andere, ich fahr seit jahren kostenlos, und wenn man weiss, in welchen linien und wann die kontrolleure unterwegs sind, mei dann fährt man halt nen bus vorher oder später, ist doch kein problem.

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  2. Ich bin der Meinung, dass der ÖPNV für Jugendliche unter 18 Jahren und Rentner grundsätzlich kostenlos sein sollte. Das würde das Problem des bargeldlosen Bezahlens weitgehend vereinfachen. Denn das Bezahlen mit dem Handy ist nicht nur für ältere Menschen problematisch. Es gibt nämlich bei allen Digitalen Bezahlsystemen auch Altersbeschränkungen, so können die ganz jungen (bis 8. Klasse), welche auf den ÖPNV angewiesen sind nur mit Bargeld bezahlen.

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    1. Wenn sie für Kinder (unter 18 Jahren) das Busfahren kostenlos machen wollen, aber gleichzeitig schreiben: “das Bezahlen mit dem Handy ist nicht nur für ältere Menschen problematisch”, wie soll unsere Jugend denn dann jemals den Umgang mit Bargeld lernen?

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      1. Sie haben es wieder einmal überhaupt nicht verstanden. Für die Älteren ist das Bezahlen mit dem Handy ein Problem, weil sie es nicht können. Für die Jungen, weil sie es nicht dürfen. Das ist ein eklatanter Unterschied. Ausserdem lernen Kinder den Umgang mit Bargeld dort, wo sie es seit Generationen tun: am Schwimmbadkiosk, an der Eisdiele, und in der Spielwarenabteilung vom Müller und bestimmt nicht im Bus! Und glauben sie mir, sie wollen nicht, dass jedes Kind, das in einen Bus einsteigt seinen eigenen Geldbeutel raus holt und anfängt, Kleingeld zu zählen. Ein kostenloser ÖPNV für Teile der Gesellschaft wäre aus mehreren Gründen sinnvoll. Der Wegfall des Bezahlvorgangs wäre lediglich eine Folge davon.

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  3. Bargeld geht ohne Strom, ohne Netzzugang, ohne Login und sonstige Hürden. Geld hat sich seit Jahrtausenden bewährt, es ist schnell, konvertibel und, was in heutigen Zeiten das Wichtigste ist: Es ist vor allem anonym und nicht verfolgbar.

    Gerade bei Kleinbeträgen sind die erfolglosen versuche digitalen Bezahlens ein stetes Ärgernis. In den finsteren Zeiten des Coronairrsinns bildete sich plötzlich der Wahn aus, Bargeld sei im Rahmen eines Erkältungsvirus brandgefährlich. Seitdem halten orthopädisch und motorisch Herausgeforderte zu “sicheren, kontaklosen Zahlung” ihr Kärtchen, ihre Äbblwodsch oder ihr Telefon so vor das auf dem Tresen platzierte Lesegerät, dass es ungefähr dreimal so lange wie ein regulärer Bezahlvorgang dauert. Ich habe auch schon einem jungen Mann, sein Semmela in bar mitbezahlt, weil es auch nach gefühlt zig Versuchen und diversen Eingriffen der Verkäuferin mit der kapriziösen 1000€-Chinauhr zu keiner Bezahlung kam.

    Im redundant designten Datacenter habe ich keine Probleme auf digitale Mittel zu vertrauen, draußen in der nicht mehrfach abgesicherten Welt, insbesondere im besten Deutschland aller Zeiten sind Bits und Bytes flüchtig wie Wahlversprechen. 😉

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    1. “Bargeld geht ohne Strom, ohne Netzzugang, ohne Login und sonstige Hürden.”

      Ach, wirklich? Transport, Logistik, Personaleinsatz, automatisierte Bereitstellung…
      Bargeld ist vor allem eins: Aufwändig und teuer.

      “(…) was in heutigen Zeiten das Wichtigste ist: Es ist vor allem anonym und nicht verfolgbar.”

      Ja, wenn man sich so wichtig nimmt, dass das bei diesen schieren und langweiligen Datenmengen überhaupt eine Rolle spielt, ist das tatsächlich das Wichtigste.

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    2. Anonym und nicht verfolgbar sind gute Stichwörter. Wissen Sie wie viele Leute Autos, Wohnungen oder gar Häuser mit Bargeld bezahlen möchten? Steuerhinterziehung und Gedlwäsche lassen grüßen. Auch in der Gastronomie, in der oftmals nur Kleinbeträge anfallen, wird fleißig Geld gewaschen und die Steuern werden hinterzogen. Jährlich entsteht deshalb ein brutaler Schaden. Deswegen ist es manchmal doch nicht so schlecht, wenn die Wege verfolgbar sind.

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      1. Es gibt einige Situationen, da ist digitales Zahlen besser, andere, da ist echtes Geld besser. Aber das erfordert Flexibilität vor allem im Gehirn und keine parteipolitisch stramme Haltung. Im Bus muss es schnell gehen, da gibt es oft kein Netz, da ist es schwachsinnig!

        Aber, Sie und ihre totalitären Freunde der Durchsichtigkeit des Bürgers wieder. Gerade das Recht auf Intransparenz und Privatsphäre ist ein unabdingbares Grundrecht und unterscheidet freie Bürger von Knechten autoritativer, totalitärer Systeme.
        Wir haben eine der höchsten Steuerlasten überhaupt, diese Regierung brüstet sich mit ihren immensen Ausgaben, die sie den Steuerzahlern abgenommen hat. Hierzu die unvergessliche Maggie Thatcher (https://www.youtube.com/watch?v=WS_hOOVPSww)

        Ja, ich finde dieser Staat hat aktuell bei weitem nicht verdient, was er sich nimmt. Die Verschwendung für irrsinnige Projekte, sei es der Endsieg im Osten oder Gendergaga hier oder in Afrika muss aufhören. Und das wird sie nach den Wahlen. 😉

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        1. Es geht hier ums bargeldlose Bezahlen im Bus, heißt ja nicht, dass das Bargeld wegfällt. Ist doch gut wenn man mal kein Geld einstecken hat und die Karte dabei hat, dann kann man trotzdem Bus fahren. Und meinen Sie wirklich die Bank checkt jeden Tag Ihren Kontostand und gibt diesen bis in die oberste Etage der Politik? Sie sind vermutlich auch nur wie ich ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es wird sich kein Mensch dafür interessieren ob Sie 2,20 € für eine Busfahrt mit der Karte oder in bar gezahlt haben. Interessant wäre das vl. für Russen oder Iraner, da simmer aber net. Und wenn Sie sich von der zusätzlichen Bezahlfunktion jetzt so gestört fühlen, fahr ich Sie gerne mit meinem Lastenrad von A nach B. Aber nur mit verbundenen Augen, am Ende weiß ich ja sonst, wo Sie hinmöchten 😉

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    3. “Bargeld geht ohne Strom, ohne Netzzugang, ohne Login und sonstige Hürden.” In Bamberg aber auch nur noch im Werkladen und im Mauerblümchen. Das sind die einzigen, mir bekannten Läden in Bamberg, wo es die Quittung noch handgeschrieben gibt. Bei einem Stromausfall sind sie in allen anderen Läden, mit Bargeld genau so aufgeschmissen wie alle anderen mit Karte oder Handy, weil die Kassen ohne Strom nicht einmal mehr aufgehen.

  4. Wohin geht ein 50 Euro Schein, wenn die Summe immer digital bezahlt wird;)… nach ca. 333 Vorgängen gehört er den Bezahlfirmen/ Banken, Stichwort Gebühren… ich steh auf Bargeld!!!

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  5. “Aber besonders für die älteren Fahrkunden ist das nicht so einfach.”

    Mit Karte gezahlt wird doch seit Jahrzehnten. Damals waren die Älteren jung, die kennen das längst. Motorisch ist es außerdem einfacher eine Karte zu zücken als nach Kleingeld zu kramen. Bei Klein(st)beträgen ist Kartenzahlung besonders praktisch.
    Ohnehin sind es erfahrungsgemäß nicht unbedingt die Älteren, die sich gegen alles Neue stellen, sondern eher Menschen mittleren Alters (m)….

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  6. Bis jetzt habe ich noch keinen einzigen Fahrgast in den Bamberger Bussen gesehen der digital bezahlt hat. Es hat auch noch keiner probiert, denn meist sind die sich beim Fahrer befindlichen Geräte gestört, und haben nicht korrekt gebootet (was man an der nicht korrekten bzw. Boot-Anzeige der Displays beim vorderen Eingang erkennen kann).
    Die meisten haben eine Fahrkarte, manche zeigen das sogenannte 49€-Ticket auf ihrem Wischkästla (Handy) als 2D-Barcode vor, das der Erfahrene Busfahrer erkennt und im Geiste dekodiert um die Gültigkeit zu bestätigen, aber wenn es im Bus ums Bezahlen geht, geschieht das nur bar!
    Quintessenz aus der Aussage: “Die Stadtwerke gehen mit der Zeit”, es muss neben einer funktionierenden Hardware auch die Schulung der Busfahrer und der Wille des Kunden (ich nicht!) mit der Zeit gehen!

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    1. Vielleicht haben sie bis jetzt noch keinen Bargeldlos zahlen sehen, weil man das bisher gar nicht konnte, weil es erst seit Anfang dieser Woche funktioniert?! Erstaunlich! Könnte man auch selber drauf kommen!

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